28. Juni 2011
Einstieg in das Kombi-Bauwerk
Mit der Eröffnung des Baufeldes am Ettlinger Tor hat gleichzeitig die Realisierung des Kombi-Bauwerks am Ettlinger Tor gestartet. Damit begann die Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft (KASIG) mit dem Bau des Herzstücks der Kombilösung für Karlsruhe. An zentraler Stelle entsteht dabei zunächst bis Ende des Jahres 2013 die unterirdische Haltestelle Ettlinger Tor entlang des Südabzweigs für die Straßenbahn. Später wird dann der Autotunnel unter der Kriegsstraße hinzukommen und das Kombi-Bauwerk komplettieren. Mit der Eröffnung eines weiteren Baufeldes hat die KASIG einen wichtigen Schritt zur Umsetzung des Kombi-Bauwerks am Ettlinger Tor gemacht. Unter dem Ettlinger Tor entsteht derzeit der nördliche Teil der künftigen unterirdischen Haltestelle „Ettlinger Tor“.
Dieser sogenannte „Nordkopf“ ist Teil eins von insgesamt drei Bestandteilen des hochkomplexen Bauwerks an dieser Stelle, das außerdem den Südkopf und die Kreuzung von Straßentunnel und Haltestelle auf unterschiedlichen Niveaus umfasst. „Wir sind in eine weitere wichtige Phase getreten“, unterstreicht der Geschäftsführer der KASIG, Dr. Walter Casazza, zum Baustart am Ettlinger Tor. Der Nordkopf, mit dessen Bau jetzt begonnen wurde, wird im Süden vom Kriegsstraßentunnel begrenzt und erstreckt sich rund 60 Meter in Richtung Rondellplatz. Er beinhaltet den unterirdischen Anschluss an das Einkaufszentrum „Ettlinger Tor“ und dient zudem als Startpunkt für den bergmännischen Vortrieb des Tunnels in der Karl-Friedrich-Straße. Den jetzt begonnenen Bauarbeiten gingen seit Januar 2011 umfangreiche Verlegungsarbeiten von Kabeln und Versorgungsleitungen voraus. „Diese Arbeiten wurden außerhalb des eigentlichen Auftrags ausgeschrieben, um die mittelständische Bauwirtschaft vor Ort zu unterstützen“, so KASIG-Prokurist Uwe Konrath.
Wie in den anderen Baufeldern auch, beginnen die Bauarbeiten hier mit dem Einbringen der Spundwände – zunächst auf der Ostseite. Im Anschluss wird die im Baufeld liegende Fernwärmetrasse außerhalb des Baufeldes verlegt werden. Gleichzeitig wird eine Abwasser-Druckleitung unmittelbar am Gebäude des Einkaufszentrums verlegt, um die Entwässerung der Kriegsstraßenunterführung während der Bauphase zu gewährleisten. Zudem müssen die im Osten und Westen neu verlegten Abwässerkanäle an den Hauptsammler in der Karl-Friedrich-Straße angebunden werden.
Im Anschluss daran erfolgen im Bereich des Baufelds der Abtrag der Oberfläche und die Kampfmittelsondierung. Nach dem gleichen Verfahren werden auch am Ettlinger Tor per Düsenstrahlverfahren die unterirdischen „Betonschachteln“ hergestellt, in denen später der Ausbau der eigentlichen Haltestelle stattfindet. Alle Arbeiten finden unter laufendem Stadt- und Straßenbahnbetrieb statt. Der Bahnbetrieb bildet auch den Grund dafür, dass die Schachtel im Bereich der Gleise erst später gebaut wird – wenn dann der Südabzweig wegen der Errichtung des Kombi-Bauwerks ohnehin gesperrt sein wird.