01. Dezember 2011
Von allen Baufeldern der Kombilösung in der Karlsruher Innenstadt gibt es gute Nachrichten: Während auf zwei Baufeldern die Dichtigkeit der Betongrube nachgewiesen ist, können die Injektionsarbeiten für die Sohle an der Lammstraße beginnen. Am Durlacher Tor liegt die Kombilösung im Zeitplan. Und für Besucher der City wichtig: Die Durlacher Allee ist wieder frei befahrbar.
Gleich im ersten Anlauf hat es funktioniert: Die Betonwanne auf dem nördlichen Baufeld am Kronenplatz hat den Test bestanden und ist gegen eindringendes Grundwasser ausreichend geschützt. Das ist die wesentliche Voraussetzung, um die Baugrube zu vollenden und den Deckel aufzusetzen. Innerhalb der Baugrube wird später die Haltestelle ausgebaut. „Wir mussten am Kronenplatz nicht nacharbeiten“, betont Uwe Konrath, Prokurist der Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft (KASIG).
Am Europaplatz musste im Untergrund zwei Mal nachgedüst werden, um die erforderliche Dichtigkeit zu erreichen. Jetzt wurden die Erfahrungen des ersten Baufeldes auf dem Europaplatz am Kronenplatz positiv eingebracht. Beispielsweise wurde dabei festgestellt, dass eine gewölbte Sohle bessere Ergebnisse bringt als eine ebene Sohle. Auch bei der Bauausführung durch den Auftragnehmer Arge Stadtbahntunnel konnten Verbesserungen umgesetzt werden. „Wir sind sowohl am Europaplatz als auch am Kronenplatz mit den Ergebnissen eindeutig zufrieden“, ergänzt Uwe Konrath. Die Dichtigkeit sei nach den Kriterien der KASIG nachgewiesen. Zudem konnte im Baufeld Kronenplatz Zeit aufgeholt werden. In beiden Baufeldern werden nun weitere notwendige Arbeiten erledigt, um letztlich im Frühjahr den Deckel aufbringen zu können. „Wir hoffen jetzt, dass wir einen normalen oberrheinischen Winter bekommen“, fügt Konrath hinzu. Dauerhafte Temperaturen von unter Minus fünf Grad könnten dabei zum Problem werden. Dann können Betonierarbeiten nicht mehr ohne Weiteres durchgeführt werden. „Wir gehen davon aus, dass sich die Bauabläufe in den anderen Baufeldern am Durlacher Tor und am Ettlinger Tor immer besser einspielen und damit der Fahrplan bei den Arbeiten eingehalten wird“, erläutert Projektleiter Konrath die Situation auf den Baustellen der Kombilösung in der Karlsruher Innenstadt.
Auch im Baufeld Lammstraße vor dem Kaufhaus Karstadt geht es nun zügig weiter: In diesen Tagen wird begonnen, die Sohle zu erstellen, die im kommenden Frühjahr vollendet wird. Der Deckel der späteren Haltestelle könnte dann in der Zeit von Mai bis Juni gebaut werden. Am Durlacher Tor laufen die Bauarbeiten derzeit planmäßig. Dort wurde das erste Baufeld im Hinblick auf die Zeitverzögerungen vergrößert, um den Start der Tunnelbohrmaschine nicht zu gefährden.
„In Karlsruhe wird nicht nur gebaut, es wird auch fertig gebaut“, sagte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen bei der offiziellen Wiedereröffnung der Durlacher Allee in Richtung City. Fertig ist nun nicht nur der Kreuzungspunkt für die neue Südostbahn an der Ecke Tullastraße/Durlacher Allee, sondern auch die neue Haltestelle am Gottesauer Platz. Verlegung und Umbau der Haltestelle wurden im Zuge der Sperrung der Durlacher Allee vorgezogen. An der früheren Haltestelle beginnt die künftige Rampe in den Tunnel. Die verlegte Haltestelle Gottesauer Platz ist zudem die erste Haltestelle im Stadtgebiet, an der auch Mittelflur-Zweisystemfahrzeuge auf Höhe der ersten beiden Türen ein barrierefreier Zugang möglich ist. Ende März beginnt auch der Neubau des Radwegs vom Gottesauer Platz in Richtung Durlach.
Mit der Freigabe der Durlacher Allee ist eine der wichtigen Achsen für den motorisierten Individualverkehr in Richtung Innenstadt wieder befahrbar – besonders wichtig für alle Besucher der City in der Advents- und Weihnachtszeit.