Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

21. Januar 2010

Die Zukunft fest im Blick: Spatenstich für die Kombilösung

Mit dem offiziellen Spatenstich haben am Europaplatz die Bauarbeiten für die Kombilösung begonnen – vor zahlreichen Gästen und Hunderten Besuchern.

Für Karlsruhe hat eine neue Zeitrechnung begonnen: Mit dem Spatenstich am 21. Januar ist der Startschuss zum Bau der Kombilösung gefallen. Ministerpräsident Günther Oettinger, Staatssekretär Rainer Bomba aus dem Verkehrsministerium und der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich griffen gemeinsam mit 30 Kindern und Jugendlichen aus dem Bismarckgymnasium zum Spaten. Schauplatz des Geschehens war der Europaplatz – dort werden in den kommenden Wochen auch die vorbereitenden Arbeiten für den Bau der ersten unterirdischen Haltestelle beginnen.

„Heute ist ein großer Tag für Karlsruhe und ein großer Tag für die Region“, sagte OB Fenrich vor mehreren hundert Karlsruherinnen und Karlsruhern, die zum Spatenstich gekommen waren. „Der Bürgerentscheid 2002 hat das Tor weit geöffnet und über diesem Tor steht ‚Zukunft Innenstadt’“, so das Stadtoberhaupt weiter. Neugierig, mutig und stolz trete man nun über die Schwelle des Tores.

Fenrich hob noch einmal die enormen Vorteile der Kombilösung hervor. „Ich sehe eine Stadt mit einer pulsierenden Fußgängerzone und ich sehe eine Stadt, die sich weiter nach Süden entwickelt“. Die Kombilösung sei ein Bauwerk, das wie kein anderes mit Beteiligung der Bürger gewachsen und entstanden sei.

Fenrich verwies auf die vielen Kinder, die sich am Spatenstich beteiligten: „Es ist ein Projekt, das sich an das Morgen richtet, die Kombilösung hat die Zukunft fest im Blick.“ Das Bauvorhaben werde das Gesicht der Innenstadt so nachhaltig verändern wie kein zweites Projekt nach dem Zweiten Weltkrieg. „Auch die Generationen nach uns sollen sagen können, ‚Gut gemacht, richtig gemacht’“.

Ministerpräsident Oettinger erinnerte die vielen hundert Karlsruherinnen und Karlsruher, die zum Spatenstich gekommen waren, an die Tatsache, dass Baden-Württemberg viele Milliarden Euro an andere, weniger finanzstarke Bundesländer zahle. „Auf diesem Weg kommt das Steuergeld wieder in die Stadt zurück“, so der Chef der Landesregierung.

Während der Bund 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten zum Projekt beisteuert, gibt das Land Baden-Württemberg 100 Millionen Euro hinzu. Insgesamt werden die Kosten für das Bauprojekt nach der aktuellen Prognose mit rund 588 Millionen Euro veranschlagt. Die Kombilösung beinhaltet zum einen den Bau des Stadtbahntunnels unter der Fußgängerzone bis 2016 und den Bau eines Autotunnels mit neuer Straßenbahntrasse auf der Kriegsstraße. 2019 wird die Kaiserstraße dann komplett schienenfrei sein.

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Unten gut voran.