Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

23.02.2010

Auftrag für die Rohbauarbeiten vergeben / Leistungsfähigkeit gewährleistet

Die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG) hat am Donnerstag, 18. Februar, den Auftrag für die Rohbauarbeiten für den Stadt- und Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig in die Ettlinger Straße vergeben. Aufgrund des wirtschaftlichsten Angebots erhielt die Bietergemeinschaft der Unternehmen Alpine Bau Deutschland AG, Beton- und Monierbau GmbH (BEMO), Universale Grund- und Sonderbau (GSB) und FCC Construccion den Zuschlag. Die Auftragssumme beträgt rund 297 Millionen Euro, während die Kostenprognose der KASIG aus dem Jahr 2008 von einem Volumen von 268 Millionen Euro für die Rohbauarbeiten ausgegangen war. Der Differenzbetrag begründet sich im Wesentlichen auf:

  • konjunkturell bedingte Preissteigerung
  • aktuell höhere Wettbewerbspreise für den Tunnelbau
  • Rückkauf der Tunnelvortriebsmaschine kann nicht in der angesetzten Höhe realisiert werden, weshalb sich höhere Abschreibungskosten ergeben
  • Hinweis der Anbieter, dass der Tunnel als kurzer Tunnel angesehen wird und die Baustelleneinrichtungskosten daher überproportional hoch sind  

Die Rohbauleistungen umfassen die Tunnelbauwerke der Kombilösung, den Spezialtiefbau und die Ingenieurbauwerke einschließlich der dafür notwendigen Verkehrssicherungs- und Infrastrukturmaßnahmen wie beispielsweise die temporär notwendigen Umfahrungsgleise im Bereich der Baustellen. Die KASIG hatte die Ausschreibungsunterlagen für die Rohbauarbeiten des Teilprojekts Stadtbahntunnel mit Südabzweig Ettlinger Straße am 19. Juni 2009 an fünf Bietergemeinschaften versandt. Vorausgegangen war ein EU-weiter Teilnahmewettbewerb, bei dem sich die fünf Bietergemeinschaften für das komplexe, technisch und baubetrieblich sehr anspruchsvolle Bauvorhaben als geeignet qualifiziert hatten. Mit dem Einrichten der Baustellen und dem Beginn der Spezialtiefbauarbeiten ist ab Mitte April zu rechnen. Vorab werden von den Stadtwerken und der Telekom noch Leitungen verlegt.    

Leistungsfähigkeit Stadtbahntunnel ist gewährleistet, Berechnung der Folgekosten bestätigt  
Die Berechnungen der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) zu den Folgekosten beim Betrieb des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße sind von der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young geprüft und plausibilisiert worden. Die von der KASIG angewandte Abschreibungsberechnung ist nach Angaben der Wirtschaftsprüfer die gängige und richtige Methode um die nach Inbetriebnahme des Stadtbahntunnels bilanziell zu erwartende tatsächliche Abschreibungshöhe zu ermitteln. Die Wirtschaftsprüfer bescheinigen der KASIG, dass „die Berechnung der Abschreibungen zum einen methodisch richtig und zum anderen hinreichend genau“ ist.  

Die Leistungsfähigkeit des Tunnels wurde bereits 2006 im Laufe des Planfeststellungsverfahrens nachgewiesen. Eine von dem in der Fachwelt für derartige Spezialaufgaben anerkannten Unternehmen DB International erstellte betriebswissenschaftliche Untersuchung wies im Rahmen der Ausschreibungsplanung für die Signaltechnik die Konstruktion eines konfliktfreien Fahrplans für den Stadtbahntunnel auf der geplanten Infrastruktur im Juni 2009 erneut nach. Von der DB International GmbH wurde die zukünftige Barrierefreiheit bei der Fahrgastwechselzeit berücksichtigt, auch die geplanten und leistungserhöhend wirkenden Nachrücksignale an den Haltestellen fanden Eingang in die Berechnungen.  

zurück zur Übersicht

Unten gut voran.