Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

04.05.2010

Erste Experten-Delegation informiert sich in Karlsruhe über die Kombilösung

Nur wenige Tage nach Beginn der Bauarbeiten für die Kombilösung hat sich die erste Fachdelegation aus dem Ausland vor Ort über den Bau des Verkehrsprojekts informiert. Zu Gast waren der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe aus Florenz, Filippo Bonaccorsi, sowie Vincenzo Tartaglia und Giacomo Parenti, Verkehrsexperten der Stadt Florenz. In der Ausstellung des Infopavillons „K.“ informierte sich die Delegation über die technischen Herausforderungen beim Bau des Stadtbahntunnels.

In Florenz plane man ebenfalls eine Untertunnelung, so Filippo Bonaccorsi. Notwendig ist sie, um bei der geplanten Nord-Süd-Verbindung vom Flughafen zum Hauptbahnhof das historische Zentrum anschließen zu können, in dem keine oberirdischen Bahnen erlaubt sind. Auch den Autoverkehr habe man im vergangenen Herbst aus dem Zentrum verbannt, fügt Vincenzo Tartaglia hinzu. „Wir wollen die Innenstadt wieder den Menschen zurückgeben“, so der Experte. Auch die historischen Bauten sollen vor Autoabgasen geschützt werden. In der toskanischen Hauptstadt erlebt die Straßenbahn derzeit eine Renaissance: Vor Kurzem ist dort eine neue Straßenbahnlinie eingeweiht worden.

Vom Karlsruher Projekt und der Umsetzung zeigten sich die italienischen Gäste nach dem Vortrag von Hans-Joachim Stech von der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig) begeistert. Vor allem interessierten sich die Experten für den Bau des Stadtbahntunnels per Schildvortrieb. „Wir haben die gleichen Baugrundverhältnisse in Florenz“, so Bonaccorsi. Im Unterschied zu Karlsruhe würde der Tunnel dort unter Gebäuden entstehen. Im Anschluss an den Besuch im „K.“ besuchte die Delegation außerdem die Baustelle auf dem Europaplatz. Dort hat der Aushub für die unterirdische Haltestelle begonnen.  

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Unten gut voran.