Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Ab Montag fahren die Bahnen „wie früher“ um den Kaiserplatz

Bergeweise Kies und Sand werden aus der Haltestelle Lammstraße ausgehoben. (1)
Vor der Betonage der endgültigen Wände werden die Fertigschalelemente (hier in der Haltestelle Marktplatz) montiert. (2)
Bei der Betonage der endgültigen Wände – hier in der Haltestelle Durlacher Tor – sind die Schalungen hohem Druck ausgesetzt. (3)
Mit fünf bar Druck wird beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße Spritzbeton auf die Rundung der Kalotte – des oberen Tunnelteils – verteilt. (4)

Ab Montag früh, genauer: ab 4.50 Uhr ist zumindest auf der Gleistrasse rund um den Kaiserplatz am Mühlburger Tor wieder - fast - alles so wie vor Baubeginn der Kombilösung: Die Stadtbahnen und Straßenbahnen werden dann nördlich und südlich um das Reiter-Denkmal herumfahren, wenn die ab heute Abend angesetzten Arbeiten zum Anschließen der neuen Schienen auf der Nordseite erfolgreich abgeschlossen sind. Doch ab heute (Freitag) 20.30 Uhr gilt erst einmal: Für den Schienenverkehr wird der Streckenabschnitt zwischen den Gleisdreiecken Europaplatz und Mühlburger Tor (Grashofstraße) stadtauswärts, also in Fahrtrichtung West, voll gesperrt. Zusätzlich sind die beiden nightliner-Linien NL3 und NL5 von der Sperrung betroffen. Zusätzlich ist an diesem Wochenende weiterhin der Streckenabschnitt Weinbrennerplatz über Kühler Krug bis Entenfang wegen Arbeiten in der westlichen Kriegsstraße in beiden Fahrtrichtungen für den Schienenverkehr gesperrt. Und auch die Autofahrer müssen sich umorientieren: Wegen der am Kaiserplatz anstehenden Asphaltarbeiten ist die stadtauswärts führende Fahrbahnhälfte der Kaiserstraße für Autos ebenfalls gesperrt.

Autofahrer stadtauswärts gelangen über die Hirsch- und die Stephanienstraße zum Mühlburger Tor. Gleichzeitig beginnen damit aber auch die Arbeiten für den endgültigen Straßenraum auf der Nordseite des Mühlburger Tors: Das alte Umfahrungsgleis wird entfernt, die Fahrbahnen der Straße in ihre künftige Lage und Form gebracht.

Nachdem der Abzweig der Havarieleitung von der Kaiserstraße auf den Marktplatz und hinunter in die künftige unterirdische Haltestelle seit Mitte der vergangenen Woche abgebaut ist und damit oberirdisch auch schon wieder ein kleines Stück Nomalität zurückkehrt, dauert der Aushub in den Haltestellen Lammstraße und Kronenplatz sowie im Gleisdreieck an. In den Haltestelle Europaplatz, Lammstraße und Kronenplatz wird gleichzeitig auch eine Ausgleichsschicht aus Spritzbeton auf die Bohrpfahl- beziehungsweise Schlitzwände aufgetragen. Im Tunnel am Mühlburger Tor und in der Haltestelle Durlacher Tor werden die endgültigen Wände betoniert, in der Haltestelle Marktplatz beginnen die Arbeiter mit der Bewehrung für die endgültigen Stahlbetonwände.

In der Durlacher Allee stehen die Arbeiten am südlichen Umfahrungsgleis für die Rampe im Mittelpunkt: Die Gleise werden in einem Betonbett in den Straßenraum gelegt, weitere Masten für die Fahrleitung werden gesetzt. Gleichzeitig wird auch der Anschluss des endgültigen südlichen Rampen-Umfahrungsgleises an die Kurve vor der westlichen Stirnseite der Kirche St. Bernhard vorbereitet.

Der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße kommt voran: 118 Meter des oberen Teils der Tunnelröhre sind vorgetrieben worden. Der Vortrieb hat den Straßenbereich der Karl-Friedrich-Straße nördlich vom Rondellplatz längst erreicht - erkennbar ist das an der über der Ortsbrust - dem vordersten Teil des Tunnels, in dem der Vortrieb erfolgt -liegenden, für den öffentlichen Verkehr abgesperrten und mit dem Vortrieb nach Norden wandernden Straßenfläche. Die Zufahrt für Anlieger ist aus Richtung Marktplatz möglich.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor beginnt übernächste Woche das Bewehren der Stahlbetondecke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel. Im Südkopf Ettlinger Tor sind die Arbeiter nach wie vor mit dem Herstellen der endgültigen Stahlbetonwände beschäftigt.

In dem sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt steht der Einbau der endgültigen Wände im Mittelpunkt der Arbeiten, endgültige Sohlenabschnitte werden direkt nördlich der Kreuzung Baumeister- und Hermann-Billing-Straße mit der Ettlinger Straße gebaut. Südlich der Kreuzung werden die Schlitzwände mit einer Spritzbetonausgleichsschicht versehen und der Einbau der endgültigen Sohle vorbereitet.

An der Haltestelle Kongresszentrum bereiten die Arbeiter mit dem Einbau der Bewehrung die Betonage des ersten Sohlenabschnitts vor. Im sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt und in der Rampe bis zur Querung der Augartenstraße werden die endgültigen Sohlen und die Wände betoniert.

Unten gut voran.