Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Ab Montag geht es am Durlacher Tor rund

Glatt gelaufen: Im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor sind die letzten Schlitzwände mit Spritzbeton geglättet. (1)
Treppen-Hausbau: Im Südkopf vom Ettlinger Tor entstehen die Fahrgastaufgänge. (2)
Passt: Unter der Ettlinger Straße werden im Tunnel die Seitenwege betoniert. (3)
Für den richtigen Sitz aller Bauelemente sorgt moderne Vermessungstechnik – hier im Tunnel zwischen Ettlinger Tor und Kongresszentrum. (4)

Mit dem ersten Schultag nach den Sommerferien tritt das Durlacher Tor in eine ganz neue Bauphase ein - und zwar oberirdisch: Die Verkehrsführung für Autos wird in eine Art großen Kreisverkehr umgewandelt, damit im Eingangsbereich der Kaiserstraße an der dort künftig liegenden neuen Gleiskreuzung gearbeitet werden kann. Einschränkungen bei den Fahrbeziehungen wird es keine geben. Autofahrer können ab Montag wieder zweispurig in jede Richtung die Kapellenstraße befahren. Autos, die das Durlacher Tor von Süden nach Norden queren wollen, fahren jedoch zunächst in die Durlacher Allee, dann nach links vor der Bernharduskirche die Bertholdstraße entlang und geradeaus in den Adenauerring. Für Autofahrer, die aus der Durlacher Allee oder der Karl-Wilhelm-Straße kommen und nach Süden zur Kapellenstraße oder nach Norden in Richtung KSC-Stadion abbiegen möchten, ändert sich bis auf eine geänderte Lage der Fahrbahnen nichts. Wer allerdings vom Adenauerring nach Osten in die Karl-Wilhelm-Straße oder die Durlacher Allee abbiegen möchte, nimmt nun ebenfalls den Weg "außen herum": Zunächst nach links in die Durlacher Allee und dann gegebenenfalls noch einmal nach links über die Bertholdstraße nach rechts in die Karl-Wilhelm-Straße.

Unterdessen gehen die unterirdischen Arbeiten am Stadtbahntunnel mit dem Einsatz von reichlich Stahl und Beton weiter: Teile der großflächige Zwischendecke und einer Verteilerebene im Gleisdreieck unter Marktplatz und Kaiserstraße sowie in einem Teil der Haltestelle Marktplatz sind bereits hergestellt: Unter dem Europaplatz ist ein Portal - der Übergang von der Haltestelle zur Tunnelröhre - ebenfalls schon betoniert worden. Hier wie auch in den Haltestellen Lammstraße, Kronenplatz und im südlichen Teil der Haltestelle Ettlinger Tor entstehen gleichzeitig auch noch die endgültigen Stationswände beziehungsweise die Innenwände, die beispielsweise die Treppenläufe aufnehmen. Nach wie vor werden im nördlichen Teil der Haltestelle Ettlinger Tor - sie liegt unter dem in die Kriegsstraße mündenden Bereich der Karl-Friedrich-Straße -die dort noch zu sehenden Schlitzwände mit einer Spritzbetonschicht geglättet. Die endgültige Stationswand wird später vor der Spritzbetonschicht hergestellt.

In der Haltestelle Durlacher Tor wird der Innenausbau mit dem Einbau von Pritschen für Kabel und der Einbau von Löschwasserrohren unter den Bahnsteigen fortgesetzt, bevor im nächsten Schritt die Bahnsteige ihre begehbare Oberfläche erhalten.

Der Abbau der Stahlschotts in den Tunnelröhren zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße, zwischen dem Gleisdreieck und der Haltestelle Kronenplatz sowie zwischen den Haltestellen Kronenplatz und Durlacher Tor dauert ebenfalls noch an. Sie waren während des Erdaushubs in den Stationen im Havariefall dafür vorgesehen gewesen, das zur Sicherheit der Haltestelle dorthinein eingeleitete Wasser nicht über die betroffene Haltestelle hinaus in die Tunnelröhre und in andere Haltestellen fließen zu lassen.

In den beiden Tunnelröhrenabschnitten zwischen den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße und zwischen Gleisdreieck und der Haltestelle Kronenplatz werden die Randwege mit den Leerrohren für die Elektrokabel für die Zug- und Sicherheitstechnik eingebaut.

Unter der Karl-Friedrich-Straße steht die vierte Betonage für das Gewölbe der Innenschale des Tunnels an - damit sind dann die kompletten 32 Meter der "Trompete", des Aufweitungsbereichs des Tunnels, hergestellt. Es folgen jetzt noch die 21 jeweils zehn Meter langen Abschnitte des "Regelquerschnitts der ovalen Tunnelröhre.

Im Kreuzungsbereich des Ettlinger Tors arbeiten die Stadtwerke weiter an einer Fernwärmeleitung. In der Ettlinger Straße sind die Arbeiter mit der Oberfläche beschäftigt: Die beiden Fahrspuren stadtein- beziehungsweise stadtauswärts, die Radwege und die Gehwege sollen im Spätherbst fertiggestellt sein.

In der Kriegsstraße ist im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Herrenstraße weiterhin der Schlitzwandgreifer tätig, um die bis zu 25 Meter tiefen Schlitze auszuheben, in die die Spundwände zum Abdichten der Baugrube eingestellt werden. Im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee werden noch Überschussmassen aus der Herstellung der Leitwände abgefahren und das Baufeld für die nachfolgenden Arbeiten vorbereitet. Zwischen Adlerstraße und Meidingerstraße werden durch die Stadtwerke bereits Vorarbeiten für das Baufeld O 3 durch Leitungsverlegungen im Gehwegbereich auf der Südseite der Kriegsstraße begonnen. Im Baufeld O 4 zwischen Meidingerstraße und Ettlinger Tor haben die Stadtwerke Karlsruhe die neue Transformatorenstation als Ersatz für die bisher in der Unterführung eingebaute Einrichtung aufgebaut, so dass jetzt mit dem Ausbau der alten Trafostation begonnen werden und danach der Abbruch der früheren Fußgängerunterführung Kreuzstraße auch im Bereich der Kriegsstraße erfolgen kann.

Unten gut voran.