Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Abschnitt für Abschnitt wachsen die Sohlen nach Westen

Abbruch I: In der Haltestelle Kongresszentrum werden die letzten Primärstützen abgebrochen (rechts). Links geht es im Tunnel hinunter nach Norden zum Ettlinger Tor. (1)
Abbruch II: Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor weichen die Primärstützen dem Fortschritt beim Rohbau. Rechts geht es in den Tunnel nach Süden Richtung Kongresszentrum. (2)
Schleuser am Werk: In die Südwand der Haltestelle Marktpatz wird eine zusätzliche Personenschleuse für den Tunnelvortrieb Karl-Friedrich-Straße unter Druckluft eingebaut. (3)
Sohle letzter Teil: In der Mitte der Haltestelle Lammstraße läuft noch der Erdaushub, bevor hier der letzte Sohlenabschnitt betoniert werden kann. (4)
Scharfe Sache: Der unterste Teil der Tunnelröhre bleibt – wie hier in der Lammstraße mit einer Betonsäge abgeschnitten – als Teil der endgültigen Sohle stehen. (5)
Rund über Eck: Im Gleisdreieck – hier aus der Richtung Kronenplatz führenden Tunnelröhre heraus betrachtet – wachsen die endgültigen Wände. (6)

Der Rohbau in den unterirdischen Haltestellen kommt voran: Die endgültigen Sohlen wachsen unter dem Europaplatz, an der Lammstraße und unter dem Berliner Platz Abschnitt für Abschnitt. In der Haltestelle Europaplatz wird der zweite Sohlenabschnitt am 18. März betoniert - die endgültige Stahlbetonsohle wächst von Osten nach Westen. In der Haltestelle Lammstraße wurde vergangenen Montag ein weiterer Abschnitt betoniert - und schon laufen Erdaushub und Bewehrungsarbeiten für den letzten Abschnitt auf Höhe der oberirdisch querenden Lammstraße. Im benachbarten Bauabschnitt des Gleisdreiecks werden bereits die Wände hergestellt. Das ist auch in der künftigen Haltestelle Kronenplatz unter dem Berliner Platz zu beobachten: Während im westlichen Teil schon an den Wänden gearbeitet wird, wächst die Sohle in Richtung Osten: Die Betonage des letzten Abschnitts ist für der kommenden Woche vorgesehen.

Die Herstellung der Randwege ist auf dem Bauprogramm im Tunnelabschnitt zwischen Kronenplatz und Durlacher Tor und in der Rampe zwischen Haltestelle Durlacher Tor und Gottesauer Platz. Einen Schritt weiter als in den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße und Kronenplatz sind die Arbeiter in der Haltestelle Durlacher Tor sowie in der Haltestelle Marktplatz: Am Durlacher Tor werden bereits Innenwände eingebaut. Am Marktplatz werden weitere Teile der Zwischenwände und der Zwischendecke betoniert, die den Funktionsraum oberhalb des dritten (östlichen) Gleises bilden.

Auch oberirdisch sind die Fortschritte sichtbar: Rund um das Kaiser-Denkmal, das von den Stadtbahnen und Straßenbahnen umfahren wird, ist die Befestigung für die Baustelleneinrichtung abgetragen worden. Es laufen weiterhin Arbeiten an den Grünflächen Kaiserallee. Zudem sind die Rohbauarbeiten an der Treppenanlage, die zu den Betriebsräumen führt, abgeschlossen und die Decke des Treppenzugangs verschlossen.

Am Durlacher Tor wird ab Montag die Fläche des Baufelds am Eingang zur Kaiserstraße zurückgebaut. Nach einwöchiger Straßensperrung der Kaiserstraße nach Osten ist der Verbau im Bereich Haltestellenzugang Südwest jetzt entfernt. Die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie der Straßenbereich Bernhardstraße werden durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel gebaut, vom Tiefbauamt der Geh- und Radweg bis zum Gottesauer Platz. Die Stadtwerke beenden das Verlegen neuer Gas- und Wasserleitungen auf der Nordseite der Durlacher Allee, so dass auch hier die Oberflächenarbeiten starten können.

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße geht es voran: Nachdem der Vortrieb in der rechten Ulme - also der zweiten - kleineren - Hälfte des in zwei Längsabschnitten unter Druckluft betriebenen Abbaus von Sand und Kies - die südliche Schlitzwand des Marktplatzes erreicht hat, wird der Ulmenstiel, der die linke von der rechten Ulme getrennt hat, zurückgebaut. Im Regelquerschnitt südlich des Aufweitungsbereichs ("Trompete") wird mit dem rückschreitenden Aushub des Sohlenbereichs fortgefahren. Weiterhin wird eine nördliche Personenschleuse als zusätzliche Zugangsmöglichkeit in den Tunnel in der Haltestelle Marktplatz eingebaut.

Beim Kombibauwerk wird auch noch in der nächsten Woche die Decke des späteren Autotunnels ausgeschalt, während weiter unten die Arbeiten am Beton der Schlitzwände weitergehen, um nach Norden und Süden die volle Breite des Stadtbahntunnels beziehungsweise der Haltestelle Ettlinger Tor zu erreichen. Im Südkopf Ettlinger Tor werden Stationswände hergestellt. Seit dieser Woche laufen die Vorbereitungen zum Abbruch der Primärstützen, die einen Teil der Deckenlast der Haltestelle während der Rohbauphase getragen haben. Der letzte Deckel ist im sich südlich an die Haltestelle anschließenden Abschnitt zwischen Ettlinger Tor und der Haltestelle Kongresszentrum geschlossen. Oben ist der Straßenbau für den Endzustand der Ettlinger Straße schon weit fortgeschritten - die Fläche wird aber zunächst für den ab nächster Woche anstehenden Umbau der Gleise auf der Kreuzung und in der Baumeisterstraße durch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe genutzt.

In der Haltestelle Kongresszentrum sind die Primärstützen, die die Deckenlast bisher teilweise getragen haben, schon zum größten Teil entfernt. Zudem stehen auch hier die Betoneinbauten auf dem Plan, die die Treppen und Fahrtreppen der beiden nördlichen Zugänge aufnehmen. Arbeiten am Endzustand der Ettlinger Straße stehen über dem Tunnel südlich der Haltestelle Kongresszentrum bis zur Rampe in Höhe der Augartenstraße an - bis Ende dieses Jahres soll die Ettlinger Straße an der Oberfläche ihr altes "neues" Gesicht erhalten haben.

Unten gut voran.