Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Alte Unterführung Kriegsstraße wird am 5. November gesperrt

Der Beginn der Arbeiten zur Umsetzung des Teilprojektes "Umbau der Kriegsstraße" rückt in greifbare Nähe: Ab 5. November kann der Autoverkehr in der Kriegsstraße nicht mehr die jetzige Unterführung am Ettlinger Tor nutzen, da diese abgebrochen wird. Die Autos werden ab diesem Tag oberirdisch auf jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung in einem großen "U" um die Baustelle mitten auf der Kreuzung herumgeleitet. Dabei bleiben aber die Zufahrten beispielsweise zu den Kundenparkdecks des Einkaufszentrum am Ettlinger Tor oder auch die Abbiegemöglichkeiten für Autos aus der Ettlinger Straße nach links (Westen) oder rechts (Osten) in die Kriegsstraße erhalten. Zur Vorbereitung der neuen Verkehrsführung sind derzeit noch die oberirdische durchgängig von Westen nach Osten führende Fahrbahn und der Abzweig aus der Ettlinger Straße nach Osten bis 24. Oktober gesperrt. Ebenfalls ab 5. November ist die Behelfsbrücke an der Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und der Hermann-Billing-Straße für den Autoverkehr in Ost-West-Richtung freigegeben. In der Ettlinger Straße fahren die Autos seit dieser Woche ausschließlich über die östliche Fahrbahn: Damit ist der Weg frei für den Bau der zweiten Hälfte des Deckels der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum.

Rechts und links der künftigen Baustelle für das Kombi-Bauwerk in der Kriegsstraße, in dem der Tunnel für die Straßenbahnen und Stadtbahnen in Nord-Süd-Richtung und der Autotunnel Kriegsstraße in West-Ost-Richtung untergebracht werden, gehen die Arbeiten am Nord- und Südkopf der künftigen Haltestelle weiter: So ist die Betonage des unterirdischen Direktzugangs - bis auf die Decke - inzwischen abgeschlossen. Der Bau neuer Ver- und Entsorgungsleitungen nördlich der Kriegsstraße wird bis Anfang November fertig.

In der Karl-Friedrich-Straße werden die Bohrungen zum Einpressen von Feststoffen und Weichgel zur Verbesserung des Bodens fortgesetzt, um später unterirdisch den 250 Meter langen Tunnel ausbrechen zu können. In der Südhälfte des Marktplatzes wird einerseits noch die Sohle mit Ankern gegen Auftrieb gesichert, während im nördlichen Teil bereits der Aushub begonnen hat, um den Deckel auf die Schlitzwände bauen zu können. Wegen des Aushubs ist auch der Zugang zum Rathaus-Haupteingang ab 20. Oktober für etwa sechs Wochen nur noch von Süden über die Hebelstraße möglich.

Während am Mühlburger Tor die ersten Schlitzwände für das westliche Tunnel-Ende - hinter der von der Tunnelvortriebsmaschine zu bauenden Tunnelröhre - hergestellt werden, laufen am Europaplatz abschließende Arbeiten an den Bahnsteigen. Die Inbetriebnahme der dann neuen oberirdischen und zudem barrierefreien Haltestelle erfolgt durch die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) im November.

An der Lammstraße wird derzeit der Lückenschluss der Baufelder der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße an der Ecke Kaiserstraße/Lammstraße eingerichtet: Dort sind noch einige Bohrpfähle herzustellen. In den übrigen Baufeldern laufen Schlitzwandarbeiten, teilweise aber auch schon Gas- und Wasserleitungsarbeiten über den Teildeckeln. Stück für Stück wird nun auch der Fußgängersteg vor den Einzelhandelsgeschäften zwischen Lammstraße und Ritterstraße abgebaut und die Baugrube geschlossen.

Am Kronenplatz nähern sich die Arbeiten an den Hausanschlüssen für die Anlieger allmählich ihrem Ende: Dann sind die Geschäfte auf der nördlichen Seite des Beginns der Fußgängerzone wieder wie gewohnt erreichbar.

Am Durlacher Tor ist "oben" und "unten" nahezu alles bereits für den Start der Tunnelvortriebsmaschine in den letzten Oktober-Tagen: Mit der Lärmschutz-Einhausung der Separieranlage wird am 20. Oktober begonnen. Die Abnahme der Tunnelvortriebsmaschine ist erfolgt, inzwischen sind auch bereits knapp 650 Meter Tunneltübbinge im Herstellerwerk produziert.

Unten gut voran.