Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Am Marktplatz schließen sich die letzten Baugruben

Mit dem Ende des Tunnelvortriebs laufen gleichzeitig die Vorbereitungen für den Erdaushub unter den Deckeln der im Erdreich hergestellten Haltestellenbauwerke auf Hochtouren. So werden am Marktplatz die letzten Baugruben derzeit noch aufgefüllt, die Verbauwände so weit wie möglich entfernt und gleichzeitig die Oberfläche auch im nördlichen Teil asphaltiert. Die Spundwände direkt an der Pyramide bleiben jedoch vorerst als Schutz für das historische Bauwerk stehen. In der Andienöffnung direkt vor dem Rathauseingang steht bereits ein Bagger startklar für den Aushub, der in der zweiten Oktoberwoche beginnen wird. Am nördlichen Rand des Marktplatzes wird im Vorfeld der späteren Rückverlegung des Gleises in der Kaiserstraße in den nächsten Wochen auch schon dieses Gleis eingebaut. Auch vor der Evangelischen Stadtkirche kehrt die Normalität allmählich zurück: Hier wird nicht nur die Oberfläche direkt vor der Kirche wieder hergestellt, sondern auch die Treppenstufen neu gerichtet. In der nächsten Woche wird auch der Kran abgebaut, an dem das Hausmodell der Aktion "Die Stadt ist der Star" während des Sommers hing.

Während "um die Ecke" an der Haltestelle Lammstraße ebenfalls noch die letzten Auffüllarbeiten an der dortigen Baugrube in Gang sind und demnächst die Aushubarbeiten am Haltestellenzugang in der südlichen Lammstraße beginnen, werden am Mühlburger Tor die am tiefsten liegende Sohle der Rampe und die Wände Zug um Zug betoniert. In der Zielgrube hat die Demontage des Schneidrads und des Schilds der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" begonnen. Das Schneidrad wird in der Baugrube zerlegt und dann in Einzelteilen nach oben gehoben und abtransportiert.

Am anderen Ende des Stadtbahntunnel Kaiserstraße werden in dem Tunnelabschnitt zwischen der Haltestelle Durlacher Tor und der Rampe in der Durlacher Allee die Spritzbetonarbeiten an den Schlitzwänden bis zum Wochenende abgeschlossen sein. Die Hälfte der Sohle des Tunnels ist ebenso wie schon die erste Wand des späteren Tunnelportals betoniert. Im Bereich der Rampe geht die Betonage der Wände weiter.

Die Havarieleitung wird Tag für Tag ein Stück länger: Der Aufbau der Leitung, die vom Durlacher Tor bis zum Europaplatz als zusätzliche Sicherungsmaßnahme eingerichtet wird, läuft derzeit zwischen Ritter- und Waldstraße.

In der Karl-Friedrich-Straße wird die Straßenoberfläche nördlich anschließend an den Rondellplatz hergestellt. Ende des Monats ist dann eine Zufahrt vom Rondellplatz - aber keine Durchfahrt bis zum Marktplatz - möglich, denn Ende September beginnen die Arbeiten an der "Trompete" - jenem Tunnelteil unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Tunnelstrecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Haltestelle Marktplatz erweitert.

Im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor gehen die Schalungs- und Bewehrungsarbeiten für die Druckschleuse weiter - dem Einstieg in den Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße, der bergmännisch mit höherem Luftdruck zur Vermeidung von eindringendem Grundwasser ausgebrochen wird. Am künftigen Kombibauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor wird weiterhin an der Herstellung der Hochdruckinjektions-Sohle gearbeitet.

Während in den nächsten eineinhalb Wochen noch die Auftriebsanker für die Sohle im Tunnelabschnitt der Ettlinger Straße südlich der Baumeister-/Hermann-Billing-Straße eingebracht werden, stehen an der Haltestelle Kongresszentrum bis in die nächste Woche hinein die letzten Betonagen des Haltestellendeckels an. Gleichzeitig werden auch Betonagen an den Aufbauten für die Haltestellenentlüftung vorgenommen.

Im südlichen Rampenbereich der Ettlinger Straße sind die Hochdruckinjektions-Sohlen in der nächsten Woche endgültig fertiggestellt.

Unten gut voran.