Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Am Mühlburger Tor startet der Bau der Schlitzwände

Die Bauarbeiten an der Rampe Mühlburger Tor - dem Westeingang des Stadtbahntunnels der Kombilösung - treten in der übernächsten Woche in die nächste Phase: Dann beginnen die Arbeiter mit dem Herstellen der Schlitzwände, zwischen denen später die Bahnen in den Tunnel ein- beziehungsweise aus ihm herausfahren. Wenige Meter weiter wird derzeit die Sohle für den Zielschacht in das Erdreich eingedüst; im Zielschacht kommt die Tunnelvortriebsmaschine an, nachdem sie - beginnend am Durlacher Tor - den zwei Kilometer langen Tunnel gebaut hat.

Weiter östlich laufen am Europaplatz nach wie vor die Arbeiten an den Bahnsteigen für die künftige oberirdische, barrierefreie Haltestelle. Der Zugang Nord für die künftige unterirdische Haltestelle wird im Rohbau in der nächsten Woche fertiggestellt.

In den verschiedenen Baufeldern der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße sind die Arbeiter ebenfalls mit dem Bau eines Zugangs beschäftigt. Ein Teildeckel wird an diesem Samstag (4. Oktober) betoniert. In der nächsten Woche steht zudem der Umbau der Fußgängerfurt auf der Nordseite der Kreuzung Lammstraße/Kaiserstraße an, da hier noch einige wenige Bohrpfähle bis zu 20 Meter tief hergestellt werden müssen. Im jüngsten Baufeld - direkt an der Ecke Marktplatz/Kaiserstraße gelegen - werden ab der nächsten Woche die Schlitzwände hergestellt; das entsprechende Gerüst und die Plane vor dem Gebäude auf der Ecke werden Schlamm- und Betonspritzer fernhalten.

Am Durlacher Tor ist die oberirdische Infrastruktur für die Phase des Tunnelbaus mit der Tunnelvortriebsmaschine nahezu vollständig - allein das "Einhausen" der Separieranlage mit einem Schallschutzgebäude fehlt noch. Oberirdisch und auch für die Tunnelvortriebsmaschine unter der Erde gilt, dass alle Anlagen ab 12. Oktober "startklar" sind. Die Tunnelvortriebsmaschine wird ihre Arbeit Ende Oktober aufnehmen. Derzeit sind übrigens bereits 1.710 Tübbinge - sechs von ihnen bilden einen zwei Meter langen Tunnelring - produziert: Das entspricht 570 Metern Tunnel.

Auch am Marktplatz ist der Fortschritt bei den Arbeiten an der Kombilösung zu beobachten: Nachdem die Qualitätssicherung ergeben hat, dass Schlitzwände und die Hochdruckinjektionssohle dicht gegen das Grundwasser sind, läuft nun der Aushub des Erdreichs, um den Deckel auf die Schlitzwände zu bauen. Alle drei Teildeckel für den Marktplatz werden voraussichtlich noch in diesem Jahr hergestellt werden können.

Während in der Karl-Friedrich-Straße die Weichgel- und Feststoffinjektion zur Verbesserung des Bodens und als Vorbereitung für den bergmännischen Bau dieses Tunnelabschnitts vorgenommen werden, ist am Ettlinger Tor vom südlichen Teil der Haltestelle schon nichts mehr zu sehen: Die Baugrube über dem Deckel ist geschlossen, damit darauf die neue oberirdische Verkehrsführung für die Kriegsstraße entstehen kann. Ab Anfang November werden die Autos, die bisher unter der Unterführung hindurch fuhren, hier oben ein vierspuriges "U" fahren, weil die Unterführung dann abgebrochen wird. Nördlich der Kriegsstraße werden die Arbeiten an zwei Haltestellenzugängen sowie am letzten noch herzustellenden Deckel fortgesetzt.

In dem Tunnelabschnitt südlich des Ettlinger Tors laufen noch die Verankerungen der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle). Außerdem werden ab nächster Woche die Fundamente für die Behelfsbrücke gebaut, auf der wie jetzt schon gleich nebenan die Bahnen dann Autos von der Baumeisterstraße in die Hermann-Billing-Straße fahren werden.

Auch an der Haltestelle Kongresszentrum steht oberirdisch eine neue Verkehrsführung an: Ab 11. Oktober werden Autos über die östliche Seite der Ettlinger Straße, unter der die neue Haltestelle schon hergestellt wurde, vom Hauptbahnhof kommend Richtung Innenstadt fahren. Noch etwas weiter südlich in den Baufeldern für den abschließenden Tunnelabschnitt sowie die Rampe beginnt nach Abschluss der Schlitzwandarbeiten ebenfalls in der nächsten Woche das "Eindüsen" der HDI-Sohle.

Unten gut voran.