Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Am Wochenende wird der Brückenbeton zersägt

Muss weg: Die Vorbereitungen zum Abriss der Brücke über die Kriegsstraße sind abgeschlossen, am Wochenende wird sie zersägt. (1)
Muss auch weg: Der südliche Teil der Unterführung Kriegsstraße Höhe Adlerstraße wird abgebrochen. (2)
Alles neu macht die Kombilösung: Die südliche Karl-Friedrich-Straße wird in ihren „Endzustand“ gebracht. (3)
Schweiß-Arbeit: In der Haltestelle Lammstraße entstehen die vorderen Kanten der Bahnsteige mit den sich Richtung Tunnel anschließenden Notwegen. (4)

Morgen und übermorgen ist es soweit: Die Brücke über die Kriegsstraße auf Höhe der Lammstraße fällt wie vor genau elf Monaten ihre "Schwester" auf Höhe der Ritterstraße der Betonsäge zum Opfer: Das derzeit auf Hilfsstützen ruhende Mittelteil des Bauwerks wurde vor 51 Jahren rechtzeitig zur Bundesgartenschau in Karlsruhe 1967 im Rahmen der ganz im Sinne des damaligen städtebaulichen Ideals von der autogerechten Innenstadt neu angelegten Kriegsstraße errichtet. Zwischen Samstag, 24. Februar, 21 Uhr, und Montag, 26. Februar, in den frühen Morgenstunden - wird der Spannbeton, der sich an dieser Stelle über einst zehn Fahrspuren spannte, in Einzelteile zersägt. Die Teile werden von einem Autokran auf die Kriegsstraße heruntergehoben und dort in den nachfolgenden Tagen zerkleinert und dann abtransportiert.

In dem Zeitraum von Samstag Abend bis längstens Montag früh ist die Kriegsstraße zwischen Ritterstraße und Lammstraße beziehungsweise der Badenwerkstraße in beide Fahrtrichtungen für alle Verkehrsteilnehmer komplett gesperrt: Die Umleitung der Auto- und Radverkehrs von Osten nach Westen erfolgt über die Lammstraße, den Friedrichsplatz (Erbprinzenstraße) und die Ritterstraße zurück zur Kriegsstraße beziehungsweise in umgekehrter Richtung von Westen nach Osten über Ritterstraße, Hermann-Billing-Straße bis zur Ettlinger Straße, von der aus am Ettlinger Tor ein Abbiegen nach rechts in die Kriegsstraße möglich ist. Für Fußgänger ist eine Unterquerung während des Brückenabbruches natürlich ebenfalls nicht möglich: Hier empfiehlt sich die Umgehung der Baustelle über den Nymphengarten auf der Nordseite und die Hermann-Billing-Straße südlich der Kriegsstraße. Radfahrer und Fußgänger steht allerdings die Querung der Kriegsstraße über den neuen Überweg auf Höhe der Ritterstraße uneingeschränkt zur Verfügung.

Die Sperrung der Kriegsstraße wird auch genutzt um im Westen des Baufeldes W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße mit Hilfe eines zweiten Autokrans einen Turmdrehkran in der Baugrube zu errichten. Im Baufeld W 2 findet der Arbeitstakt der vergangenen Woche, ab sofort unterstützt durch den Turmdrehkran, seine Fortsetzung: In westlichen Bereich der Baugrube werden die ersten Abschnitte der Tunnelsohle hergestellt, im östlichen Bereich arbeitet der Bagger unablässig daran, das Erdreich bis auf die endgültige Tiefe auszuheben. Wo das geschehen ist, können dann die seitlichen Spundwände in der unteren Lage verankert werden. Danach werden Sie mit Spritzbeton geglättet, da sie als rückseitige Schalung für die Tunnelwände eingesetzt werden.

Auf Höhe des Landratsamtes im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor beginnen auf der Südseite die vorbereitenden Arbeiten für die Herstellung der bauzeitlichen Fahrbahn für den Fahrzeugverkehr.

Im weiter östlich gelegenen Baufeld O 4 bleibt auf der Südseite wegen Leitungsverlegungen die Einfahrt von der Kriegsstraße in die Meidingerstraße noch bis 3. März gesperrt. Gleichzeitig wird vor dem Staatstheater Karlsruhe der südliche Teil der ehemaligen Fußgängerunterführung Höhe Kreuzstraße abgebrochen - der Nordteil wurde im August vergangenen Jahres entfernt. Die Meidingerstraße ist über die Baumeisterstraße erreichbar. Parallel zur Öffnung der Meidingerstraße von der Kriegsstraße aus wird die Einmündung der südlichen Adlerstraße in die Kriegsstraße und die Spur für Rechtsabbieger in die Rüppurrer Straße ab 5. März bis voraussichtlich 24. März gesperrt, um den Leitungsbau auch hier fortsetzen zu können. Dieser Rechtsabbieger in die Rüppurrer Straße wird danach bis voraussichtlich 5. Juni geöffnet, um in der Zeit von voraussichtlich 5. Juni bis voraussichtlich 27. Juni noch einmal - dann für die Herstellung der bauzeitlichen Fahrbahn - gesperrt zu werden. Die südliche Adlerstraße ist während der Sperrung der Einmündung in die Kriegsstraße über die Baumeisterstraße erreichbar.

Noch weiter östlich, im Baufeld O 1 in der Ludwig-Erhard-Allee, wird die Baugrube täglich immer tiefer: Die seitlichen Spundwände erhalten in der zweiten Lage ihre Anker. Und auch hier werden die Spundwände mit Spritzbeton geglättet, da sie beim späteren Bau der Tunnelwände die rückseitige Schalung bilden.

Beim Bau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels steht aktuell der Bau zunächst der vorderen Kanten der Bahnsteige in der Haltestelle Lammstraße auf dem Programm der Bauarbeiter. Unter dem Kronenplatz sind die Arbeiter bereits einen Schritt weiter: In den Bahnsteigkörper hinein montieren Handwerker Feuerlöschleitungen und Kabelpritschen für elektrische Leitungen.

Am Europaplatz verwandelt sich die einst große Andienöffnung auf der Südwestseite in einen deutlich kleineren Fahrgastzugang, der östlich vom noch wieder aufzubauenden Grenadierdenkmal platziert ist. Unter dem Europaplatz steht aber gleichzeitig auch die Herstellung von Treppenaufgängen, Verteilerebenen für die Fahrgäste, Brüstungen sowie Aufzugsschächten ebenso wie in den Haltestellen Lammstraße und Marktplatz noch auf den Plänen. Zwischen Lammstraße und Marktplatz sind die Leer- und Anschlussleitungen für die endgültige Straßenbeleuchtung verlegt, die Oberfläche an der Kaiserstraße wird geschlossen - sofern es die gerade recht frostigen Temperaturen zulassen. Die Betonage des Kanals für die Rauch-Wärme-Abführung auf dem bereits hergestellten Haltestellendeckel der künftigen unterirdischen Station Marktplatz direkt vor der Rathaus-Pforte befindet sich in der Endphase - das von der früheren Andienöffnung stammende "Loch" wird sich also demnächst schließen.

Der Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor steht nach wie vor ganz im Zeichen der Herstellung der endgültigen Stationswände. Nächsten Monat werden nördlich vom Nordkopf im 250 Meter langen Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße die Notwege mit den integrierten Leerrohren für die Elektroinstallation betoniert. "Oben", im südlichen Teil der Karl-Friedrich-Straße, Straße und Gehwege für den so genannten Endzustand gebaut. In der Haltestelle Durlacher Tor ist im Rahmen des dort wie auch bereits in der Haltestelle Kongresszentrum laufenden Innenausbaus die Handwerkertruppe der "Stocker" unterwegs: Sie rauen den glatten Beton der Wände in den Treppenabgängen und Zwischenebenen mit einem Meißel so auf wie es das Gestaltungskonzept für die Haltestellen vorsieht.

Im nördlichen Bereich der Ettlinger Straße zwischen Baumeisterstraße und Kriegsstraße wird auf der Westseite die Oberfläche wiederhergestellt mit neuen Autofahrbahnen und Rad- sowie Gehwegen. Für den Bau der Ostseite fließt der Verkehr dann zunächst über die Westseite. Im südlichen Bereich auf Höhe der Augartenstraße wird seitlich der noch zu errichtenden neuen oberirdischen Haltestelle Augartenstraße an der Straße sowie den Geh- und Radwegen gearbeitet.

Unten gut voran.