Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Auch am Berliner Platz wird das oberirdische Baufeld kleiner

Kran weg: Der Hochbaukran auf dem Berliner Platz wird nächste Woche entfernt. (1)
Loch weg: Die Andienöffnung auf dem Europaplatz ist geschlossen, die Absturzsicherung wird demontiert – dann ist die Fläche wieder frei. (2)
Betonwand weg: Für die Befestigung der Wandverkleidung auf den Stationswänden in der Haltestelle Durlacher Tor wird Maß genommen. (3)
Aushub weg: Am östlichen Ende des Kriegsstraßentunnels entstehen die ersten Sohlenabschnitte im Baufeld O 1. (4)

Nun ist es auch am Berliner Platz soweit: Das oberirdische Baufeld, über das die Arbeiten an der unterirdischen Haltestelle Kronenplatz gesteuert wurden, wird nun auch verkleinert. Sichtbarstes Zeichen ist die Demontage des Turmdrehkrans gegen Ende der nächsten Woche: Der Kran hat seine Aufgabe, Material von der Oberfläche nach unten oder umgekehrt zu heben, erfüllt, da die zugehörige Andienöffnung geschlossen wurde.

Im Rahmen des zu Ende gehenden Rohbaus des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße wird jetzt auch die Oberfläche Europaplatz Zug um Zug geschlossen: Rund um die Fahrgastzugänge bauen die Arbeiter eine provisorische Asphaltoberfläche ein.

Die Oberfläche - allerdings in einem ganz anderen Ausmaß - ist auch Thema am Durlacher Tor: Bis zum Jahresende werden alle Straßenflächen, die Rad- und die Gehwege und natürlich auch die Gleistrassen für die Stadtbahnen und Straßenbahnen dort in ihren "neuen", den so genannten Endzustand gebracht: Das sorgt in den nächsten Wochen immer mal wieder für geänderte Verkehrsführungen, da die Straßenbauer unter laufendem Verkehr der Autos, Radfahrer und auch Fußgänger arbeiten müssen. In den Sommerferien wird dann auch die letzte Änderung an den Schienen vorgenommen: Die jetzt bereits entstandenen kleinen Gleisabschnitte und Weichenkreuzungsbereiche werden alle miteinander verbunden. Danach verkehren die Bahnen von der Durlacher Allee zur Kaiserstraße und umgekehrt nicht mehr über die Doppel-S-Kurve in der Bernhardstraße, sondern geradeaus. Die Bahnen in Richtung Rintheim und Hagsfeld und umgekehrt von dort in die Innenstadt nutzen ab Mitte September die neue Weichenkreuzung.

Unterirdisch sind beim Rohbau nur noch an wenigen Stellen Arbeiten mit schwerem Gerät zu beobachten: In der Haltestelle Marktplatz entstehen die Vorderkanten der Bahnsteige, die Schotterbegrenzungswände. Die Haltestelle Kronenplatz ist da einen Schritt weiter: Hier werden bereits die Bahnsteigoberflächen hergestellt.

Einzig im Nordkopf der Haltestelle Ettlinger Tor fließt noch mehr Beton in den Rohbau: Restliche Stationsaußenwände und natürlich Innenwände und eine Zwischenebene mit dem Zugang zum benachbarten Einkaufszentrum am Ettlinger Tor wollen noch gebaut werden.

Der Umbau der Kriegsstraße innerhalb des Projekts Kombilösung läuft nach wie vor planmäßig: Während am östlichen Ein- und Ausgang des Autotunnels in der Ludwig-Erhard-Allee im Baufeld O 1 die Sohlen der beiden Rampen des künftigen Autotunnels entstehen, zudem aber auch noch Erde aus der Baugrube ausgehoben wird sowie die Spundwände mit Spritzbeton geglättet werden, sind die Kollegen im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Ritterstraße schon einen Schritt weiter: Zwar betonieren auch sie noch Sohlen, gleichzeitig entstehen aber schon die seitlichen Tunnelwände und die Mittelwand, die die späteren Fahrbahnen trennt. In einigen Abschnitten wird bereits an der Tunneldecke gearbeitet.

Im östlich an das Baufeld W 2 angrenzenden Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor laufen auf der Nord- und der Südseite die Vorbereitungen für die Herstellung der Fahrbahnen des Autoverkehrs während der Zeit des Tunnelbaus in diesem Abschnitt.

Weiter östlich, in den Baufeldern O 3 und O 4, sind auf der Südseite der Kriegsstraße noch Kanal- und Leitungsbauarbeiten angesagt. Dazwischen beginnen die Arbeiten am seitlichen Verbau der späteren Tunnelbaugrube, nachdem bereits vergangene Woche mit der Herstellung der sogenannten Bohrschablonen begonnen wurde. In diesen Abschnitten bilden hauptsächlich Großbohrpfähle die Baugrubenwand.

Beim Abriss der früheren Fußgängerunterführung und späteren Musikbühne "Substage" ertönt bald der Schlussakkord. Etwa Anfang Mai werden diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Unten gut voran.