Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Auch an der Haltestelle Kongresszentrum läuft jetzt der Aushub von Erdreich

Gute Verbindung: Der Erdaushub für die Haltestelle Kongresszentrum läuft über das inzwischen geöffnete nördliche Ende der Haltestelle. (1)
Perspektive: Der Tunnelabschnitt zwischen der Haltestelle Kongresszentrum und der Rampe bis zur Höhe Augartenstraße hat auf Höhe des Vierordtbads (links) beim Erdaushub schon die Endtiefe erreicht. (2)
Tunnelröhre, Haltestelle, Andienöffnung: Der Erdaushub unter dem Europaplatz kommt voran. (3)
Röhre frei: Die von der Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ auch unter dem Europaplatz hergestellte Tunnelröhre wird Stück für Stück freigelegt und abgebrochen. (4)

Auch an der Haltestelle Kongresszentrum hat der Aushub von Erdreich jetzt begonnen: Allerdings wird das Kies-Sand-Material nicht wie bei den anderen sechs künftigen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung über eine Andienöffnung nach oben befördert, sondern - nach dem Abbruch der Schottwand zwischen Haltestelle und Tunnelabschnitt - aus der nördlichen Haltestellenausfahrt zum sich daran anschließenden Tunnelabschnitt transportiert. Das Erdreich aus der Haltestelle und dem Tunnelabschnitt wird dann per Bagger auf LKW verladen. Mit 17.000 auszuhebenden Kubikmetern Sand und Kies ist aus dem Kongresszentrum die kleinste Menge im Vergleich zu den anderen Haltestellen auszuheben: Die Haltestelle liegt dicht unter der Straßenoberfläche, so dass es hier keine Zwischenebenen für das Umsteigen der Fahrgäste innerhalb der Haltestelle geben wird. Dadurch kommt sie statt wie sonst auf etwa zwölf Meter Aushubtiefe unter Deckel nur auf etwa 7,50 Meter.

So gut wie abgeschlossen ist der Erdaushub dagegen am Marktplatz in der größten der künftigen unterirdischen Haltestelle, aus der etwa 36.000 Kubikmeter Sand und Kies ausgehoben wurden. Hier beginnen ab nächster Woche mit dem Aufbau der Schalung und daran anschließend der Bewehrung bereits die ersten Arbeiten zur Herstellung der endgültigen Sohle. Am Europaplatz, im Bereich der Haltestelle Lammstraße - auch hier wird bereits die Tunnelröhre abgebrochen -, am Gleisdreieck und am Kronenplatz wird der Aushub fortgesetzt.

Am Mühlburger Tor laufen die Arbeiten am südlich der Rampe gelegenen Umfahrungsgleis und an der Straßenentwässerung in der südlich der Kreuzung gelegenen Reinhold-Frank-Straße weiter - Autofahrern steht in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung; in der Kaiserallee ist es zeitweilig stadteinwärts ebenfalls enger als gewohnt auf der Fahrbahn. Im Tunnelabschnitt zwischen der Kreuzung und dem Westende der Tunnelröhre werden Wände und auch die Decke abschnittsweise betoniert.

Am östlichen Ende des Stadtbahntunnels werden in der Haltestelle Durlacher Tor die endgültigen Sohlen und die Wände hergestellt. In der Durlacher Allee wird die Auffüllung mit Erdreich abgeschlossen. Zudem steht unmittelbar nach Ostern auf der Nordseite das Ziehen der Spundwände bevor. Für Leitungsbauarbeiten muss die ohnehin nur dem Anliegerverkehr vorbehaltene nördliche, stadteinwärts führende Fahrbahn der Durlacher Allee zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor ab nächster Woche gesperrt werden. Vom 29. März - das ist der Dienstag nach Ostern - bis zum 5. April früh um 4 Uhr fahren in diesem Abschnitt auch keine Stadtbahnen und Straßenbahnen.

Am Fahrgastzugang in der südlichen Lammstraße sind die letzten Arbeiten zum Herstellen der Decke und der Brüstung im Gange: Ab 29. März wird die Straßenoberfläche rund um den Zugang hergestellt.

Auf dem Südabzweig der Kombilösung wird weiter am "Sabine"-Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße gebaut. Bisher wurden etwa 15,50 Meter der "Kalotte" - des oberen, zuerst zu bauenden Teils der Tunnelröhre - vorgetrieben. Der Vortrieb geht bisher nur schleppend voran. Die derzeit noch praktizierte Vorgehensweise mit dem Spießschirm lässt noch keinen schnelleren Vortrieb zu.

Die Injektionen von Feststoff und Weichgel im Bereich der "Trompete" - jenem Tunnelteil unter dem Kreuzungsbereich Karl-Friedrich- und Hebelstraße, in dem sich die zweigleisige Tunnelstrecke unter der Karl-Friedrich-Straße auf drei Gleise in der Haltestelle Marktplatz erweitert - zur Vorbereitung des Bodens für den bergmännischen Ausbruch des "Sabine"-Tunnels finden voraussichtlich nach Ostern ihr Ende.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor werden nach dem Abschluss des nächsten Aushubschritts von Erdreich die Verankerung der Schlitzwände in der tieferen, der zweiten Ankerlage fortgesetzt. Im Südkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor gehen die Bewehrungsarbeiten für den letzten Abschnitt der endgültigen Sohle weiter.

Im südlich sich an die Haltestelle Ettlinger Tor anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung der Ettlinger mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße wird am Bau der Wände gearbeitet. Übernächste Woche betonieren die Arbeiter schon die erste Decke. Im Tunnelabschnitt direkt unter der Kreuzung wird der die Ettlinger Straße in Ost-West-Richtung querende Abwassersammler neu gebaut.

Im sich südlich an die Haltestelle Kongresszentrum anschließenden Tunnelabschnitt läuft der Erdaushub auf Endniveau. Nach dem Einbau der Sauberkeitsschicht folgt das Aufbringen des Spritzbetons auf die Schlitzwände. An der Rampe bis zur Augartenstraße werden die endgültigen Wände gebaut.

In der Kriegsstraße ist die Verlegung von Leitungen und Abwasserkanälen zwischen der Adler- und der Kreuzstraße seit gestern abgeschlossen: Der Verkehr rollt stadteinwärts in diesem Abschnitt wieder ohne Verschwenkung auf den gewohnten beiden Fahrspuren. Der Gehweg wurde größtenteils erneuert, und auch die Schräg- und Längsparkplätze sind zurückgekehrt.

Unten gut voran.