Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Außerplanmäßige Pause stoppt „Giulias“ Vortrieb

Die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" legt außerplanmäßig eine Pause innerhalb des Bauwerks für das künftige unterirdische Gleisdreieck am Marktplatz ein. Grund ist lockeres Erdreich, das verhindert, dass "Giulia" den für den Vortrieb im Bereich der Abbaukammer notwendigen Stützdruck aufbauen kann. Im Bauwerk Gleisdreieck sind die Wände, die Sohle und auch der Deckel hergestellt. Dadurch sind Setzungen an der Oberfläche ausgeschlossen. Die Ingenieure der KASIG und der Arbeitsgemeinschaft (Arge) Stadtbahntunnel erarbeiten derzeit ein Konzept zur Stabilisierung des Erdreiches. Durch das bisher bereits von der Tunnelvortriebsmaschine vorgelegte Tempo ist der Zeitplan für den Tunnelbau nach wie vor gültig.

Oberirdisch gehen die Arbeiten an der Kombilösung dagegen nach Plan weiter: Am Mühlburger Tor wird der Umbau zur neuen Verkehrsführung für Autos fortgesetzt: An diesem Wochenende (Samstag, 14., und Sonntag, 15. März) wird die Stephanienstraße und auch die Ausfahrt der Kaiserstraße nach Westen zur Kreuzung Mühlburger Tor wegen Fahrbahnarbeiten komplett gesperrt. Im Zielschacht beginnt die Herstellung der Anker.

Östlich der künftigen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor wird der Aushub in dem Tunnelabschnitt zwischen Haltestelle und Rampe fortgesetzt, um auch die zweite, tiefere Ankerlage herstellen zu können. Im Baufeld für die Rampe wird die Sohle abschnittsweise betoniert.

Am Marktplatz wird heute der dritte Teildeckel betoniert, so dass die Bewehrungsarbeiten nun auch am vierten - dem südlichsten - Deckel beginnen können.

Die Bohrungen in der Karl-Friedrich-Straße gehen weiter, um durch die Bohrlöcher Feststoff und Weichgel zur Vorbereitung auf den bergmännischen Bau dieses Tunnelstücks zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor einzupressen. Im nördlichen Teil der Karl-Friedrich-Straße laufen die zugehörigen Injektionsarbeiten rund um die Uhr.

Am Ettlinger Tor nördlich und südlich der Kriegsstraße wird die zweite Ankerlage in der künftigen unterirdischen Haltestelle hergestellt. Außerdem wurde der Deckel des Zugangs Nordwest betoniert; beim Zugang Südost - vor dem Informationspavillon "K." der Kombilösung - hat der Ingenieurbau in dieser Woche begonnen. Bis Ostern ist das alte Überführungsbauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor endgültig abgebrochen: Die jetzt noch anstehenden Abbrucharbeiten finden unterhalb des Grundwasserspiegels statt.

In der Ettlinger Straße stehen Schlitzwandarbeiten zwischen Ettlinger Tor und der künftigen Haltestelle Kongresszentrum im Mittelpunkt. Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum laufen die Bohrungen für die Herstellung der Sohle durch Weichgelinjektionen: Zwischen 7. und 18. April schließen sich die geräuscharmen Verpressarbeiten rund um die Uhr an. In den sich südlich an die Haltestelle anschließenden Baufeldern für den Tunnelabschnitt und die Rampe läuft das "Eindüsen" der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle). Auch diese Arbeiten sollen bis Ostern abgeschlossen sein.

Unten gut voran.