Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Autotunnel im Kombi-Bauwerk ist jetzt zu sehen

Auf das Ettlinger Tor zu bewegt sich der Erdaushub von Osten im Baufeld O 4.
Neue Perspektive: Direkt am Kombi-Bauwerk Ettlinger Tor angekommen sind die Abbrucharbeiten an der alten Unterführung.
Geöffnet ist das Kombi-Bauwerk mit dem 20 Meter langen Autotunnel-Teilstück nach Westen.

Der Autotunnel innerhalb des Kombi-Bauwerks unter der Kreuzung Ettlinger Tor ist jetzt zu sehen: Das Kombi-Bauwerk wurde im Zuge des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels im Rohbau bereits Mitte des vergangenen Jahres fertiggestellt. An dieser Stelle kreuzen sich der Bahntunnel mit der Haltestelle in bis zu 18 Metern Tiefe und der darüber quer verlaufende Autotunnel Kriegsstraße. Das gesamte Kombi-Bauwerk und damit auch der etwa 20 Meter lange Abschnitt des Autotunnels waren bisher im Erdreich verborgen. Jetzt haben sich die Bauarbeiter auf beiden Seiten an das Kombi-Bauwerk herangearbeitet. Nach Westen hin ist der Autotunnel sogar schon in voller Höhe und Breite zum Baufeld W 4  freigelegt.

 

Am westlichsten Ende der Baumaßnahme Kriegsstraße ist der Tunnelbau am Karlstor im Baufeld W 1 im noch fehlenden Abschnitt zwischen der Ritterstraße und der Querung der Karlstraße am Start: Anfang Dezember wird im Ostteil der Baugrube zur Herstellung der Bodenplatte zunächst am Planum gearbeitet – dem geglätteten, ebenen Untergrund, auf dem dann vor der Betonage zunächst die Bewehrung aufgebaut wird. Im westlichen Baufeldbereich läuft noch das Herstellen der Weichgelsohle, die auch diesen Bereich gegen von unten eindringendes Grundwasser schützen wird.

 

Vom Ettlinger Tor aus nach Osten ist viel Bewegung im langgestreckten Baufeld O 4: Bis zur Querung der Kreuzstraße erfolgen hier – noch – Erdaushub bis zur Endtiefe, das Herstellen des für den Sohlenbau zunächst notwendigen Planums, die Betonage erster Sohlen- und Wandabschnitte sowie im westlichen Teil des Baufelds der Abbruch der Rampenwände der alten Straßenunterführung .

 

Noch weiter in Richtung Westen im Baufeld O 3 zwischen Meidingerstraße und Mendelssohnplatz läuft noch bis in die ersten Dezember-Tage die Dichtigkeitsprüfung.

 

Das Baufeld O 2 kennt im Wesentlichen nur noch oberirdische Arbeiten: Der Mendelssohnplatz erhält in seinem zentralen Mittelteil den letzten Schliff beim Straßen- und Gehwegbau. Zwischen der Einmündung der Kapellenstraße in die Ludwig-Erhard-Allee und dem Mendelssohnplatz wird an einem Kanal gearbeitet, der die Vorflut des dort bereits im Erdreich errichteten Hebewerk bildet: Über diesen Kanal wird das über das Hebewerk aus dem Tunnel geförderte Regenwasser in die städtische Kanalisation abgeleitet. Auf der Nordseite der Ludwig-Erhard-Allee im Baufeld O 1 wird die endgültige Oberfläche (Fahrbahnen, Gehwege, Grünflächen) hergestellt, so dass die Autos dort aktuell über eine provisorische Fahrbahn in der Straßenmitte rollen.

 

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis zur Augartenstraße dominieren nach wie die Vielzahl der elektrischen Installationen, die nicht nur direkt dem Fahrgastkomfort dienen wie Rolltreppen oder Aufzüge, sondern auch dem nur indirekt wahrzunehmenden Betrieb der Stadtbahnen und Straßenbahnen. Leit- und Sicherheitstechnik wird mehrfach abgesichert montiert und installiert, immer dicker werdende Kabelbündel verbinden die Anlagen in den Betriebsräumen untereinander.

 

Die letzten Tage oberirdisch zu sehen ist die Montage der Rauch-Wärme-Abzüge in der Decke der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße – dann sind die Rauchklappen verschlossen und die Handwerker arbeiten innerhalb der Haltestelle weiter.

 

Das Einbringen der Terrazzo-Treppenstufen und der großen Bodenflächen in den Zwischenebenen ist außer in der Haltestelle Ettlinger Tor inzwischen auch in der Haltestelle Marktplatz angekommen.