Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Bahnen haben ab Sonntagmorgen freie Fahrt in der Durlacher Allee

Endspurt: Am Gottesauer Platz legen die Straßenbauer letzte Hand an, damit auch die Autos die Kreuzung wieder passieren können. Schienen und Oberleitung sind schon bereit für die Wiederaufnahme des Bahnbetriebs ab Sonntagfrüh. (1)
Fräsarbeit: Im Gleisdreieck wird der Tunnelring abgetragen, um später die endgültige Sohle einbauen zu können. (2)

Auch am Ostende der Kombilösung haben die Arbeiter, die an der Kombilösung bauen, den Wettlauf gegen die ablaufende Zeit der Sommerferien gewonnen und wie schon zuvor am Mühlburger Tor den entscheidenden Schritt in Richtung Fertigstellung der Oberflächen gemacht: Ab diesen Sonntag (11. September) um 1.15 Uhr in der Frühe werden die Stadtbahnen und die Straßenbahnen die beiden neuen Umfahrungsgleise für die Rampe in der Durlacher Allee nutzen. Zwar stehen in dem Straßenabschnitt zwischen Durlacher Tor und Gottesauer Platz nach wie vor noch viele Arbeiten an der Oberfläche an wie das Anlegen von Parkbuchten, die Einbindung der südlichen Querstraßen und die Herstellung der nördlichen Durlacher Allee. Doch mit der Inbetriebnahme der neuen Gleise rechts und links der Tunnelrampe steht der Fertigstellung der Durlacher Allee nichts mehr im Weg.

Am entgegengesetzten Ende steht die Wiederherstellung der Straßenoberfläche auf der Nordseite des Mühlburger Tors östlich und westlich der Kreuzung im Mittelpunkt der Arbeiten: Der Autoverkehr kann seit einer Woche wieder die Kreuzung in alle Richtungen nutzen, in Nord-Süd-Richtung und umgekehrt allerdings beschränkt auf jeweils eine Fahrspur. Bis zum Jahresende spätestens sind die Oberflächen-Arbeiten am Mühlburger Tor beendet.

Auch unterirdisch werden die Arbeiten am Mühlburger Tor bis zum Jahresende weitestgehend beendet sein. Im ehemaligen Zielschacht läuft der Ingenieurbau für die Wände der späteren Betriebsräume. Zudem geht das Einbringen von Füllbeton in der Tunnelröhre zwischen Zielschacht und Haltestelle Europaplatz weiter; auf dieser Ebene werden dann später die Gleise gebaut.

Unterirdisch gebaut wird auch in den Haltestellen: Lammstraße und Gleisdreieck Marktplatz sowie Kronenplatz sind geprägt durch Erdaushub und in den Nächten durch das Auftragen von Spritzbeton auf die Bohrpfahl- beziehungsweise Schlitzwände. Am Europaplatz sind ausschließlich Spritzbetonarbeiten angesetzt, da für den weiteren Erdaushub zunächst noch die Südwand der unterirdischen Haltestelle rückverankert werden muss, um die ab 2010 dort hergestellte, aber zum Teil mit Mängeln behaftete Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) zu entlasten.

In den drei Haltestellen Durlacher Tor, Südkopf Ettlinger Tor und Marktplatz betonieren die Arbeiter die endgültigen Stationswände. In der Haltestelle Kongresszentrum und in den Tunnelabschnitten auf dem Südabzweig wird an den Sohlen sowie an den Wänden und Decken gearbeitet. Im Bereich der Rampe am Ende des Südabzweigs sind die Sohlen fertiggestellt. Die Ausführung konzentriert sich hier jetzt ausschließlich auf die Wände.

Im Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung am Ettlinger Tor wird die Bewehrung für die Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel fortgesetzt.

Der Vortrieb des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße liegt bei 212 Metern. Er ist damit in jenem Bereich angekommen, an dem sich auf den letzten etwa 40 Metern der für die Aufnahme von zwei Gleisen vorgesehene Tunnel in der "Trompete" zu drei Gleisen aufweitet, die in die - ebenfalls dreigleisig ausgelegte - unterirdische Haltestelle Marktplatz einmünden.

Unten gut voran.