Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Bau der endgültigen Haltestellenwände, Gleisanlagen und Straßen steht im Mittelpunkt der Arbeiten

Schwerstarbeit: Jedes Bauteil, das - wie hier in der unterirdischen Haltestelle Marktplatz - verwendet wird, muss mit dem Kran durch die Andienöffnung nach unten transportiert und von dort noch einmal angehoben und platziert werden. (1)
Loch an Loch: Mit einem mit zwei Armen ausgerüsteten Bohrwagen werden die vier Meter langen Stäbe des Spießschirms oberhalb der Ortsbrust ins Erdreich unter der Karl-Friedrich-Straße getrieben. (2)

Auch wenn die Fertigstellung des Stadtbahntunnels im Rahmen der Kombilösung noch auf sich warten lässt, so werden derzeit dennoch sehr viele Arbeiten vorgenommen, die in einzelnen Baufeldern den Bau endgültiger Wände, der Gleisanlagen oder auch der Straßen bedeuten. Das ist am Mühlburger Tor und in der Durlacher Allee der Fall: Am westlichen Ende des Stadtbahntunnel rücken in den nächsten Monaten die Arbeiten am Straßenraum auf der Nordseite der Kreuzung in den Mittelpunkt der Arbeiten, nachdem am zurückliegenden Wochenenden die Gleise in ihre endgültige Lage gebracht und ans Netz angeschlossen wurden. Die alten Umfahrungsgleise wurden bereits entfernt, so dass nun die Straßenbauer ans Werk können. Im Herbst sind die Arbeiten an der Oberfläche im Bereich des Mühlburger Tors und des Kaiserplatzes dann weitgehend abgeschlossen. Die Durlacher Allee ist etwas später dran: Die Gleise südlich der Rampe sind bereits verlegt, in den Sommerferien wird auch das nördliche Umfahrungsgleis für die Rampe gebaut. Auf der Südseite der Durlacher Allee ist bereits der Straßenbau im Gange, die Nordseite folgt dann im Spätsommer, so dass hier mit dem Abschluss der Arbeiten an der Oberfläche im Winter zu rechnen ist.

"Unten" - also in den künftigen Haltestellen und den offen gebauten Tunnelabschnitten - werden vielfach schon die endgültigen Wände hergestellt, etwa im Tunnelabschnitt unter dem Kaiserplatz, im Durlacher Tor, im Marktplatz, im Südkopf des Ettlinger Tors, in dem sich direkt südlich daran anschließenden Tunnelabschnitt bis zur Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße sowie im Tunnel südlich der Haltestelle Kongresszentrum - nachdem die Sohlen des Tunnelabschnitts hergestellt sind - und in der Rampe bis zur Augartenstraße.

Die Haltestellen Europaplatz und Kronenplatz sowie Lammstraße und das sich anschließende Gleisdreieck sind noch nicht ganz so weit - die Arbeiter tragen Spritzbeton auf und setzen den Erdaushub fort.

Das Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor erhält zunächst die Decke zwischen dem unten liegenden Stadtbahntunnel und dem darüber liegenden Straßentunnel - in der übernächsten Woche beginnen dazu die Schal- und Bewehrungsarbeiten. Liegt die Decke im Bauwerk, kann darunter dann der letzte Aushub von Erdreich im Zuge des Baus des Stadtbahntunnels beginnen.

Schließlich macht auch der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße Fortschritte: Mit 131 Metern ist etwas mehr als die Hälfte der 250 Meter langen Strecke in der Kalotte zwischen Ettlinger Tor und Marktplatz geschafft.

Unten gut voran.