Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Bau der Sohlen und Wände dominiert in den Haltestellen

Tunnel auf Tunnel: Die Bewehrung für die Wände des Autotunnels Kriegsstraße wachsen am Ettlinger Tor in die Höhe. (1)
Vortrieb: Der linke Kalottenbereich des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße entsteht. (2)

In den insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen des Stadtbahntunnels der Kombilösung beherrscht inzwischen die Herstellung der Sohlen und Wände das Baugeschehen. Ausnahme ist die Haltestelle Durlacher Tor, in der die Sohleneinbau schon lange und der Wandbau seit wenigen Wochen abgeschlossen sind: Hier fehlt noch das Schließen der westlichen Andienöffnung - die Betonage dieses Deckels sowie die Treppenanlagen und Zwischendecken ist für übernächste Woche vorgesehen. Zudem ist der Bau des südwestlichen Fahrgastzugangs in vollem Gang. Im Kongresszentrum und unter dem Marktplatz wachsen jede Woche die Stationswände nach oben mit Hilfe der Schnellschalelemente, die abschnittsweise verschoben werden können.

Am Europaplatz und am Berliner Platz, unter dem die künftige Haltestelle Kronenplatz entsteht, geht es dagegen noch "irdischer" zu: Während unter dem Europaplatz die Südwand der Haltestelle verankert wird und gleichzeitig die freigelegten Bohrpfähle mit einer Spritzbetonschicht geglättet werden, läuft unter dem Berliner Platz zwar einerseits schon die Betonage von Sohlenabschnitten. Gleichzeitig sind aber hier noch Erdaushubarbeiten im Gang und es werden auch noch die Schlitzwände mit Spritzbeton geglättet. Im Gleisdreieck und in der Haltestelle Lammstraße sieht es ähnlich aus: Ein Sohlenabschnitt nach dem anderen wird hergestellt, nachdem der restliche Erdaushub abschnittsweise vorlaufend erledigt wurde.

Am Mühlburger Tor werden die Oberflächen allmählich geschlossen: Neue Geh- und Radwege sind entstanden, auch das Asphaltieren der restlichen Fahrbahnabschnitte auf der Nordseite gehört zum Bauprogramm. Die Freigabe des Endzustandes ist für Dezember vorgesehen. Unterirdisch wird am Treppenhaus für die Betriebsräume der Verkehrsbetriebe Karlsruhe gearbeitet, die sich im Zielschacht befinden.

In der Durlacher Allee wird auf der Südseite zwischen Degenfeldstraße und der Kreuzung Gottesauer Platz in der übernächsten Woche die Asphaltfahrbahn hergestellt. Das Tiefbauamt gibt dem Gehweg auf der Südseite der Rampe einen neuen Belag. Die Leitungsarbeiten auf der Nordseite dauern an.

Im Südabzweig werden in den Abschnitten, in denen in offener Bauweise der Tunnel entsteht, die letzten Wände gebaut und Decken betoniert. Auch im Bereich der Rampe in Höhe der Augartenstraße entstehen die letzten endgültigen Wände. An der Kreuzung Ettlinger Straße mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße stellen die Arbeiter die Oberfläche der Straße für den Endzustand her. Noch im November soll hier die nächste Verkehrsphase mit der Aufhebung der Umfahrung Finterstraße in Ost-West-Richtung eingerichtet werden. Voraussichtlich ab Mitte Dezember können Autofahrer die Kreuzung dann nicht nur in Ost-West-Richtung passieren, sondern auch von Süden kommend geradeaus bis zur Kreuzung Ettlinger Tor fahren oder nach links in die Hermann-Billing-Straße abbiegen.

Im Kombibauwerk wachsen die Bewehrungen nicht nur für die Wände des Autotunnels Kriegsstraße in die Höhe, sondern auch für die Mittelwand, die die beiden Hälften des Autotunnels trennt. In der nächsten Woche beginnt der Aufbau der Schalung für die Decke.

Unter der Karl-Friedrich-Straße ist Vortrieb angesagt: Im linken Bereich der Kalotte verlängert sich der Tunnel um ein bis zwei Meter pro Tag und geht dabei auch mit nur 80 Zentimeter Abstand unter dem Landgraben hindurch. Zudem wird der längslaufende Mischwasserkanal, unter dem inzwischen der Tunnel weitestgehend vorgetrieben wurde, derzeit von innen mit Blechen verkleidet, damit die zuströmende Druckluft gehindert wird, Bodenmaterial in den Kanal auszuspülen.

Unten gut voran.