Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Bau von Bodenplatten und Wänden in den Haltestellen steht im Mittelpunkt der Arbeiten an der Kombilösung

Alles im Blick: Die endgültige Sohle entsteht abschnittsweise in der künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz. (1)
Neue Perspektive: Die Baustelleneinrichtung am Durlacher Tor, die für den Vortrieb mit der Tunnelbohrmaschine „Giulia“ aufgebaut wurde, wird abgebaut. (2)

In den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße und Kronenplatz und im Gleisdreieck steht der Erdaushub, die abschnittsweise Herstellung der endgültigen Bodenplatte und der Bau der endgültigen Stationswände im Mittelpunkt der Arbeiten am Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße. Der Erdaushub wird am Europaplatz über schwere LKW durch die Röhre und über die Rampe in Richtung Mühlburger Tor abtransportiert - das erlaubt ein schnelleres Vorgehen. In den Haltestellen Lammstraße und Kronenplatz erfolgt der Aushub über Bagger, die mit einem verlängerten Teleskoparm Kies und Sand auf LKW verladen, die an den Andienöffnungen vorfahren. Ist durch den Erdaushub wieder ein Bereich der Bohrpfahl- oder Schlitzwände freigelegt, so wird in Nachtschicht dort Spritzbeton aufgebracht. Im Gleisdreieck, das direkt östlich an die Haltestelle Lammstraße angrenzt, ist mit der Bewehrung für die Betonage der endgültigen Wände begonnen worden.

In der Haltestelle Durlacher Tor werden weiterhin die Wände des Fahrgastzugangs Südwest direkt vor der Einmündung der Brunnenstraße in die Kaiserstraße hergestellt. Auch das "Auffüllen" der Röhre Im Abschnitt des Tunnels zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz mit Aufbeton bis auf eine Höhe von etwa 1,90 Meter, auf dem dann Schotter und Gleise liegen werden, wurde in der zurückliegenden Woche fortgesetzt. Oberirdisch wird nach wie vor die Baustelleneinrichtung, die für die Tunnelvortriebsmaschine und deren Versorgung konzipiert war, rückgebaut.

Oberirdisch gehen - eingeschränkt durch die vorherrschenden frostigen Temperaturen - die Aktivitäten auch in der Durlacher Allee weiter: Während auf der Südseite der Rad- und Gehweg durch das Tiefbauamt erneuert und durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee gebaut wird, verlegen die Stadtwerke auf der Nordseite neue Gas- und Wasserleitungen. Im Bereich westlich der Bernhardstraße werden die neuen Fahrbahnränder mit Bordsteinen und der Straßenentwässerung und das Planum für die Fahrbahn entstehen.

Auch auf dem Südabzweig zwischen der künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz und der Rampe bis auf Höhe der in die Ettlinger Straße einmündenden Augartenstraße tut sich etwas: In der Haltestelle Marktplatz werden nicht nur die endgültigen Stationswände abschnittsweise bewehrt und betoniert, sondern auch bereits die arkadenartig ausgeführten Zwischenwände, die den Bahnsteig für das dritte Gleis von den beiden übrigen Bahnsteigen trennen.

Direkt südlich an die Haltestelle Marktplatz anschließend wird beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße noch am zweiten Rohrschirm gearbeitet, der innerhalb der Aufweitungstrompete dafür sorgt, dass auch noch die letzten acht Meter des Tunnels ausgebrochen werden können.

Im Kombibauwerk und im Nordkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor wurde die Schlitzwand, die beide Bauwerke bisher trennte, aufgeschnitten. Dadurch kann der Erdaushub im unteren Tunnel - jenem für die Stadtbahnen - des Kombibauwerks ab nächster Woche beginnen. Weiter oben wird die Bewehrung für die Decke des Autotunnels des Kombibauwerks aufgebaut. Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor stellen die Arbeiter weiterhin die endgültigen Stationswände her.

Im sich in der Ettlinger Straße anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße wird noch an der Bewehrung für eine Decke und für die letzten Tunnelwände in dem Bereich, der sich direkt südlich an die Haltestelle Ettlinger Tor anschließt und derzeit als Andienöffnung dient, gearbeitet. Oberhalb dieses im Rohbau nahezu fertiggestellten Tunnelabschnitts gehen die Oberflächenarbeiten weiter, soweit das Winterwetter diese zulässt.

In der Haltestelle Kongresszentrum entstehen die endgültigen Wände.

Über dem Tunnel zwischen der Haltestelle Kongresszentrum und der Rampe beginnen die Oberflächenarbeiten zur "Wiederherstellung" der Ettlinger Straße in neuem Gewand: Der Tunnel wird mit Erdreich überschüttet, die Fußgängerbrücke über die vormalige Baugrube ist entfernt worden, die Spundwände entlang der Rampe sind fast alle gezogen.

Unten gut voran.