Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Casazza: „Sicherheits- und Brandschutzkonzept entspricht den Vorschriften"

„Bei den Planungen für den Stadtbahntunnel sind selbstverständlich alle geltenden Sicherheits- und Brandschutz-Vorschriften, die der Gesetzgeber zu Tunnelbauten mit Straßenbahnbetrieb vorgegeben hat, eingehalten“, so der Geschäftsführer der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG), Walter Casazza. Nach diesen Vorschriften ist im Tunnel auf jeder Seite der vorgeschriebene Sicherheitsraum von mindestens 70 Zentimetern Breite eingeplant, die mittlere Rettungsweglänge zum nächsten Bahnsteig beträgt nicht mehr als 300 Meter. Die eingesetzten Fahrzeuge werden allesamt über eine Notbremsüberbrückung verfügen, so lange sie im Tunnel fahren. „Konkret bedeutet dies, dass das Fahrzeug in jedem Fall die kurze Strecke bis zur nächsten Haltestelle zurücklegen wird, sollte die Notbremse betätigt werden“, so Casazza weiter. In allen Stadt- und Straßenbahnen, die im Tunnel fahren werden,  gibt es zudem an jeder Tür eine Notsprechstelle. Über diese können Fahrgäste mit dem Fahrer Kontakt aufnehmen. „Unser Konzept sieht vor, dass alle Fahrgäste, auch Rollstuhlfahrer, in kürzester Zeit in Sicherheit gebracht werden könnten“, fügt der KASIG-Geschäftsführer hinzu. Alle künftigen unterirdischen Haltestellen sind mit Videokameras ausgerüstet, deren Bilder direkt in die Leitstelle der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) übertragen werden.  

Für den Bau des Karlsruher Stadtbahntunnels sind die „Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen“ (BOStrab) und die „Richtlinien für den Bau von Tunneln nach der Verordnung über den Bau und Betrieb der Straßenbahnen“ (BOStrab-Tunnelbaurichtlinien) maßgebend, wie sie für alle U-Bahn-Städte in Deutschland angewandt werden. An der Erstellung des Sicherheits- und Brandschutzkonzepts waren externe Gutachter, die Technische Aufsichtsbehörde für Straßenbahnen beim Regierungspräsidium in Stuttgart, die Branddirektion Karlsruhe und die Forschungsstelle für Brandschutztechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt.  

Unten gut voran.