Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Der nächste große Schritt erfolgt am Durlacher Tor

Die Kombilösung macht den nächsten Schritt nach vorn: Am Durlacher Tor haben die Arbeiten zum Bau der inzwischen bereits fünften unterirdischen Haltestelle begonnen. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Karlsruher Schieneninfrastrukur-Gesellschaft (KASIG), Erste Bürgermeisterin Margret Mergen, sagte zu der Erweiterung der Bautätigkeit: „Die Perspektiven, die die Kombilösung für den Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt und in der Region, aber auch für die Fußgängerzone in der Kaiserstraße und für die Kriegsstraße bietet, sind eine einmalige Chance für Karlsruhe. Allerdings wissen alle an der Umsetzung der Kombilösung Beteiligten, dass die Geduld der Bürger angesichts der Baustellen in der Innenstadt auf eine harte Probe gestellt wird. Für das bisher dem Großprojekt entgegengebrachte Verständnis trotz aller Beeinträchtigungen möchte ich den Anliegern, den Anwohnern, dem Einzelhandel, aber auch den Nutzern der Stadt- und Straßenbahnen danken.“

KASIG-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza sieht die Kombilösung auf einem steinigen, aber beherrschbaren Weg, den ein derartig komplexes Großprojekt einschlägt. „Wir haben Zug um Zug mit dem Bau der Haltestellen begonnen. Bei einigen Baustellen haben sich nicht vorhersehbare Probleme ergeben, die zu lokalen Verzögerungen von bis zu einem Jahr geführt haben. Grundsätzlich ist bei einem solchen Projekt die Sicherheit aber immer mit Vorrang zu behandeln. Wir stehen mit der Arge Stadtbahntunnel in einem laufenden intensiven Austausch, dessen Ergebnis ein optimierter Bauzeitenplan sein wird. Diesen werden wir dann ganz im Sinn der Transparenz bei diesem Projekt noch in diesem Jahr ebenso kommunizieren wie die aktualisierte Kostenschätzung.“

Am Durlacher Tor stehen die direkten Bauarbeiten an der künftigen unterirdischen Haltestelle – unter der jetzigen, bereits nicht mehr befahrenen oberirdischen Haltestelle und der Durlacher Allee – in diesen Tagen an. In den zwei großen Baufeldern des Durlacher Tores werden zunächst die Zugangsbauwerke – die späteren Eingänge für die Fahrgäste - erstellt. Hierbei werden nach erfolgter Baufeldfreimachung und Kampfmittelsondierung in den schon von den laufenden Bauarbeiten an den anderen Haltestellen bekannten Verfahren des Spezialtiefbaus die Wände und später die Sohlen hergestellt. Anschließend werden die ersten Teilabschnitte des Haltestellenbauwerks errichtet. Diese dienen zunächst vordringlich als Montage- und Startgrube für die Tunnelbohrmaschine, die von dort aus ihren Weg unter der Kaiserstraße beginnen wird. Später wird sich dann auch aus der Baugrube am Durlacher Tor das Rampenbauwerk entlang der Durlacher Allee in Richtung Osten entwickeln.

Die derzeitige Verkehrssituation bleibt bis 11. September bestehen. Ab 12. September besteht dann eine vierspurige Fahrbahn in Nord-Süd-Richtung von der Kapellenstraße in Richtung Adenauerring mit jeweils zwei Fahrspuren in jeder Richtung. Für den Verkehr in Ost-West-Richtung wird eine “Nordumfahrung” eingerichtet: Stadtauswärts in Richtung Durlach verkehrende Stadt- und Straßenbahnen fahren von Westen kommend wie derzeit auch zunächst in Richtung des neuen VBK-Betriebsgebäudes, um dann über die Bertholdstraße in die Durlacher Allee zu gelangen. Umgekehrt gilt dieser Fahrweg ebenfalls. Am Durlacher Tor wird es dann keine Haltestelle mehr geben, die Ersatzhaltestelle Durlacher Tor befindet sich dann in der Kaiserstraße vor der Universität. Der Individualverkehr gelangt auch über die Bertholdstraße in Richtung Durlacher Allee: Weil stadtauswärts Richtung Osten die direkte Rechtsabbiegerbeziehung in die Durlacher Allee gesperrt ist, wird der Verkehrs nördlich am neuen VBK-Betriebsgebäude vorbei über die Bertholdstraße in die Durlacher Allee geführt. Stadteinwärts Richtung Westen fließt der Verkehr durch die Bertholdstraße nördlich am VBK-Betriebsgebäude vorbei in den Adenauerring und die Kapellenstraße. Die Ausfahrt aus der Kaiserstraße ist nur in die Kapellenstraße in Richtung Süden möglich, die Einfahrt in die Kaiserstraße bleibt weiter nur für Anlieger möglich.

Im Bereich des Mühlburger Tors und des Helmholtz-Gymnasiums wird zwischen September und Dezember durch den Abbruch der Straßenunterführung am Helmholtzgymnaisum eine einspurige Verkehrsführung in beide Richtungen eingerichtet. Im Frühjahr 2012 beginnen an dieser Stelle Kanalbauarbeiten: Dadurch kommt es zu einer einspurigen Verkehrsführung von Westen in Richtung Stadtmitte.

Am Europaplatz erfolgt im September die so genannte “Suchschürfe” zur Fundamenterkundung auf der Nordseite; daran schließen sich Leitungsverlegungen und -sicherungen durch die Leitungsträger an. Voraussichtlich noch in diesem Jahr werden die Gleise auf den bis dahin fertiggestellten Betondeckel auf der Südseite des Europaplatzes verlegt, so dass dann auch wieder ein vollständiges Gleisdreieck zur Verfügung steht. Die Arbeiten an der zukünftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße mit dem Erstellen der Bohrpfähle und dem Einbau der Dichtsohle im Düsenstrahlverfahren werden fortgesetzt.Hier erfolgt der Wechsel der Baustellenseite im Frühjahr 2012.

Am Kronenplatz wird in den nächsten Wochen und Monaten ebenfalls am Einbau der Dichtsohle im Düsenstrahlverfahren gearbeitet. Der Seitenwechsel erfolgt im Winter.

Am Ettlinger Tor werden unmittelbar nach den zurzeit laufenden Arbeiten der erweiterten Baufeldfreimachung und Leitungsverlegungen die Arbeiten zur Herstellung der Bauwerksblöcke 1, 2 und 3 aufgenommen. Diese dienen neben ihren Funktionen als Teile des späteren Haltestellen- und Kreuzungsbauwerkbauwerks auch temporär als Startbauwerk des bergmännischen Tunnelvortriebs unter Druckluft bis zum Bereich der Haltestelle Marktplatz. Auf der Südseite des Ettlinger Tors wird wegen des Abrisses des ehemaligen Substage im nächsten Jahr die Verkehrsführung so geändert, dass ein Linksabbiegen aus der Kriegsstraße in die Ettlinger Straße nicht mehr möglich sein wird. Etwas weiter südlich kommen zu den bereits jetzt bis voraussichtlich Ende September geltenden Verkehrsänderungen im Kreuzungsbereich Ettlinger Straße / Hermann-Billing-Straße / Baumeisterstraße ab September kleinere Verkehrsänderungen in Höhe der Augartenstraße zunächst auf der Ostseite hinzu. Ab Spätherbst erfolgt die Sperrung der westlichen Seite der Ettlinger Straße zwischen Augartenstraße und Tullabad für voraussichtlich drei Monate.

Unten gut voran.