Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Der „Sabine“-Tunnel nimmt langsam Gestalt an

Der „Sabine“-Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße wächst langsam in Richtung Marktplatz.

Der "Sabine"-Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße nimmt langsam erste Gestalt an: Seit dem Beginn des bergmännischen Ausbruchs des Erdreichs zum Jahresanfang wurden 7,50 Meter der Tunnelröhre hergestellt. Die Mineure haben dabei zunächst vom Ettlinger Tor aus in Richtung Norden den gesamten Querschnitt des Tunnels - er ist nicht kreisrund, sondern hat die Form eines Fischmauls mit einer Breite von 9,50 Meter und einer Höhe von 8,20 Metern - ausgebrochen. In den Wochen bis zum Spätsommer machen sich die Arbeiter dann allerdings auf den 250 Metern bis zur künftigen unterirdischen Haltestelle Marktplatz zunächst nur an den oberen Teil der Tunnelröhre - die Kalotte - in der so genannten Neuen Österreichischen Tunnelbauweise (NÖT). Das Ausbruchverfahren nutzt so genannte "Spießschirme": Dabei werden vier Meter lange Stahlstäbe waagerecht im oberen Bereich der Kalotte nach vorne getrieben. Dieser halbrunde Schirm aus Stahlstangen verhindert beim Ausbruch das ungewollte Nachrutschen größerer Mengen von Erdreich außerhalb des Tunnelquerschnitts. Auf dem "Rückweg" vom Marktplatz zum Ettlinger Tor brechen die Mineure im Schutz der dann durch Spritzbeton gesicherten Kalotte auch die Strosse aus: den unteren Teil des Tunnelquerschnitts.

Unterdessen macht der Aushub unter den Deckeln der künftigen unterirdischen Kombilösungs-Haltestellen entlang der Kaiserstraße Fortschritte: Am Europaplatz arbeiten sich die Bagger in einem Teilbereich der künftigen unterirdischen Haltestelle auf eine Tiefe von fünf Meter unter der Straßenoberfläche hinunter. In die Aushubarbeiten einbezogen ist dabei die Tunnelröhre, die mit Aushubmaterial befüllt wird, um diese gegen Auftrieb zu sichern und gleichzeitig die notwendige Arbeitsfläche innerhalb des Haltestellenbauwerks zu schaffen. In der Haltestelle Lammstraße wird ebenfalls das Erdreich über die "Andienöffnung ausgehoben, am Kronenplatz geht es nach dem Voraushub der Andienöffnung übernächste Woche mit dem Aushub los. Unter dem Marktplatz findet der Aushub in der nächsten Woche auf den ersten 30 Metern sein Ende - dann ist hier die Endtiefe erreicht.

An den Tunnelabschnitten "vor" beziehungsweise "hinter" der von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellten zwei Kilometer langen Tunnelröhre entstehen weiterhin sowohl am Mühlburger Tor und am Durlacher Tor Wände. Und ebenfalls an diesen beiden Enden des Tunnels unter der Kaiserstraße haben die oberirdischen Arbeiten zur (Wieder-)Herstellung der Oberflächengestaltung begonnen. So werden auf der Rampensüdseite am Mühlburger Tor ab nächster Woche die Gleise für die oberirdische Umfahrung gelegt, während südlich und nördlich der Rampe in der Durlacher Allee das Erdreich im Arbeitsraum aufgefüllt wird.

In der Haltestelle Durlacher Tor werden weiterhin die endgültigen Sohlen gebaut. An der Haltestelle Lammstraße südlich der Kaiserstraße wird auch noch am Fahrgastzugang gearbeitet.

Auf dem Südabzweig im nördlichen Teil der Karl-Friedrich-Straße gehen die Injektionen von Feststoff und Weichgel zur Vorbereitung des Bodens für den bergmännischen Ausbruch des "Sabine"-Tunnels weiter.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor ist der Aushub für den Kriegsstraßentunnel in diesem Bereich bis hinunter zur obersten Ankerlage im Gange, außerdem werden die Schlitzwandköpfe abgestemmt. Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor sind zwei der drei endgültigen Sohle betoniert.

Im südlich sich daran anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung der Ettlinger mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße wird am Bau der endgültigen Sohlen und der Wände gearbeitet beziehungsweise werden im Vorfeld dieser Arbeiten die Schlitzwände mit einer Spritzbetonschicht versehen.

Im Tunnelabschnitt südlich der Kreuzung erfolgt der Erdaushub bis auf acht Meter unter der Geländeoberkante Von diesem Niveau erfolgt dann der Aushub unterhalb des Deckels des Haltestellenbauwerks Kongresszentrum. Ab übernächster Woche werden hier allerdings zunächst die Schottwände abgebrochen.

Im sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt werden noch bis Mitte nächster Woche die Schlitzwände in der tiefsten Lage verankert, anschließend erfolgt hier der Endaushub. An der Rampe bis zur Augartenstraße werden weitere Wände und Sohlenabschnitte betoniert.

Unten gut voran.