Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Die Kriegsstraße wird mit jedem Tag grüner

Es grünt so grün nun auch an der Haltestelle Mendelssohnplatz in der Kriegsstraße: Hier werden inzwischen auch schon Bäume gepflanzt.
Klare Ansage: Immer mehr Abschnitte der neuen Kriegsstraßen-Oberfläche werden endgültig markiert – auch mit breiten Radstreifen wie hier westlich vom Mendelssohnplatz.
Da fehlt noch etwas: Die Rampe am Westportal des Autotunnels Kriegsstraße wartet noch auf ihre Fahrbahndecke.
Zur Information der unterirdisch die Bahnen nutzenden Fahrgäste werden die Linienführungen in den Haltestellen wie hier beim Marktplatz (Kaiserstraße) montiert.
Kunst und Betonwand: Absolventen der Karlsruher Kunstakademie sorgen für ein perfektes Aussehen der gestockten Wände in den Treppenabgängen und den Zwischenebenen.

Die Bauarbeiten an der Kombilösung nähern sich dem Ende – auch dort, wo später oberirdisch die Straßenbahnen verkehren: In der Kriegsstraße zeigt sich mit jedem Tag mehr der neue Straßenraum: Die bisher noch klaffenden Lücken im Schienenstrang zwischen Karlstor und Mendelssohnplatz werden geschlossen, rechts und links entlang der Gleistrasse und der neuen Fahrbahnen sorgen die Gärtner für das künftig vorhandene Grün.

 

Und dieses Grün fällt gegenüber dem vorherigen Aussehen der Kriegsstraße mit bis zu zehn Asphaltfahrbahnen für die Autos erheblich üppiger aus: Die Trasse für die künftig zwei auf der Kriegsstraße verkehrenden Linien (4 und 5) wird als Grüngleis ausgebildet, gesäumt von an die Trasse angrenzenden Baumreihen – wo das der Platz zulässt. Die Gleistrasse zwischen Mendelssohnplatz und Ettlinger Tor ist inzwischen komplett fertig. Das gleiche Grün wiederholt sich neben den endgültigen Fahrbahnen: Auch hier finden sich Grünflächen mit Baumreihen dort, wo die vorhandene Bebauung und die Breite der Kriegsstraße das zulassen. Zudem ist auch in immer mehr Teilbereichen der neuen Kriegsstraßenoberfläche die neue Markierung für Auto- und Radfahrspuren aufgebracht worden.

 

Und auch die „kleinen“ Merkmale der Kriegsstraße sind bald – wieder – zu sehen: An der Südwestecke der Kreuzung Ettlinger Tor wird das auch zuvor schon dort als Erinnerung eingebaute Dreischienengleis, auf dem einst der Dampfzug „Lobberle“ verkehrte, wieder in die Oberfläche eingebracht.

 

Nicht so gut voran kommt dagegen der Autotunnel unter der Kriegsstraße: Materialmangel beherrscht nicht nur den Chipmarkt für Automobile – auch Baumaterial der Innenausrüstung für den Autotunnel ist gerade nur unter größten Mühen und vor allem: nur mit Verzögerung zu bekommen. Deshalb wird das dem Autoverkehr vorbehaltene Bauwerk voraussichtlich erst im Frühjahr 2022 in Betrieb gehen. Danach stehen dann noch Arbeiten an der endgültigen Oberfläche an, die wegen der dafür erforderlichen Verkehrsführung erst nach Inbetriebnahme des Straßentunnels erledigt werden können.

 

Im Stadtbahntunnel herrscht eine ganz andere Form der regen Betriebsamkeit vor: Noch immer – und das wahrscheinlich auch bis kurz vor der Inbetriebnahme des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels – sind die Handwerker unterwegs, die bohren, schrauben, Beschilderungen anbringen und ähnliches mehr: Zum Teil werden auch die im geringen Umfang festgestellten Mängel beseitigt, die bei den Prüfungen für die technische Abnahme angemerkt wurden. Bemerkenswert: Absolventen der Karlsruher Kunstakademie sorgen derzeit mit „Betonkosmetik“ für ein perfektes Aussehen der gestockten (aufgerauten) Wände in den Treppenabgängen und den Zwischenebenen.

 

Parallel dazu sind die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) mit ihren Fahrern und jenen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft sowie der Deutschen Bahn unterwegs, um die künftigen Tunnelfahrer in die Besonderheiten des Fahrens unterirdisch in der Karlsruher Innenstadt einzuweisen.