Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Die Tunnelvortriebsmaschine für die Kombilösung ist bestellt

Mit der jetzt erfolgten Bestellung der Tunnelvortriebsmaschine geht der Bau der Kombilösung in eine entscheidende Phase: Die beim führenden internationalen Hersteller von Großbohrgeräten, dem badischen Unternehmen Herrenknecht AG in Schwanau bei Lahr georderte Spezialanfertigung für Karlsruhe soll ab Herbst nächsten Jahres den 2,4 Kilometer langen Tunnel unter der Kaiserstraße bohren. Die Maschine wird am Durlacher Tor eingesetzt und arbeitet sich nach Westen bis zum Kaiserplatz beim Mühlburger Tor vor. Für die Unterfahrung der Kaiserstraße sind etwa 220 Tage vorgesehen, in denen das Spezialgerät das Erdreich abträgt und in einem Arbeitsgang auch die Tunnelröhre mit Tübbingen (Betonfertigteile) herstellt, so dass sogleich eine fertige Rohbau-Tunnelröhre entsteht. Bestellt wurde die Tunnelvortriebsmaschine von der BeMo Tunnelling, die zur Arbeitsgemeinschaft (Arge) Stadtbahntunnel gehört.

Vor diesem Hintergrund gehen die Arbeiten an den künftigen unterirdischen Haltestellen - sie werden übrigens von der Tunnelbohrmaschine "durchfahren" - mit Hochdruck voran: Ab Montag (12. August) werden bis voraussichtlich Anfang September im Bereich der Haltestelle Lammstraße Bohrpfähle in Nachtarbeit hergestellt, während nur wenige Meter weiter am östlichen unterirdischen Gleisdreieck Marktplatz nicht nur wie seit Wochenbeginn tagsüber, sondern ebenfalls auch in den Nächten die Hochdruckinjektionssohle eingebracht wird. Durch die nächtlichen Arbeiten auf der nördlichen Seite der Kaiserstraße zwischen Lammstraße und Ritterstraße ist tagsüber die Zugänglichkeit zu den dortigen Geschäften und Dienstleistungsunternehmen gegeben und damit die Sicherheit des öffentlichen Verkehrsraumes gewährleistet. Zudem sichern die Nachtarbeiten den engen Zeitplan. Einzelne Teile des in den vergangenen Tagen angelegten breiten provisorischen Fußgängerstegs werden dann in den Nächten jeweils vor den Häusern entfernt, vor denen die Bohrpfahlarbeiten laufen. Morgens wird der Steg dann wieder komplettiert, so dass der Zugang zu den Häusern und Geschäften gewährleistet ist.

Die Abweichung vom für die Sperrung der östlichen Kaiserstraße geltenden Zeitplan liegt unverändert bei neun Tagen.

Im östlichen Teil des Kronenplatzes wurde von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag ein weiterer Teil des Deckels der künftigen unterirdischen Haltestelle betoniert. Von heute (9. August) auf morgen werden im östlichen Bereich des Durlacher Tors zwei weitere Bereiche der Sohle betoniert. Noch etwas weiter östlich haben bereits die Schlitzwandarbeiten an der Tunneleinfahrtsrampe in der Durlacher Allee begonnen.

Am Ettlinger Tor gehen die Arbeiten am südöstlichen Treppenaufgang aus der unterirdischen Haltestelle - dem wegen seiner Kreuzungslage mit der Kriegsstraße so genannten "Kombi-Bauwerk" - weiter. Am Europaplatz wird die Herstellung der Hochdruckinjektionssohle voraussichtlich Mitte August wieder aufgenommen. Die Arbeiten dort ruhen, weil wegen der intensiven Arbeiten und des engen Zeitplans am Marktplatz und am Kronenplatz das Personal und die Spezialgeräte vorrangig dort eingesetzt werden.

Unten gut voran.