Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Endspurt auf dem Mendelssohnplatz

Dynamisch geht es auf dem Mendelssohnplatz zu: Die Nord-Süd-Verbindung der Gleise über die Kreuzung steht, am Straßenbau wird noch gearbeitet.
Tunnelwachstum: Zwischen Landratsamt und Einkaufszentrum westlich vom Ettlinger Tor wird der Autotunnel immer länger.
Die Mauer muss weg: Die alten Rampenwände östlich des Karlstors werden im Zuge des Erdaushubs abgebrochen.
Maßarbeit: Der Terrazzo-Boden auf den Zwischenebenen erfordert exakte Vorarbeit wie hier unter dem Europaplatz.
Schalten und Walten: Elektriker installieren wie hier in der Haltestelle Lammstraße Schaltschränke.

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunterliegenden Autotunnel geht zumindest in einem kleinen Teilbereich in den Endspurt: Noch eine Woche verbleibt den Arbeitern auf dem Mendelssohnplatz, Schienen, Fahrspuren für Autos, Rad- und Gehwege endgültig oder teilweise auch noch provisorisch soweit zu bauen, dass ab Samstag, 26. Oktober, 1.15 Uhr die ersten Bahnen wieder über den Mendelssohnplatz fahren können.

 

In einzelnen Etappen wurde zunächst das in der Mitte der Kreuzung liegende Gleisviereck mit seinen vier Stummeln nach Osten, Süden, Westen und Norden eingebaut. Abschnittsweise wurden dann die Lücken zu den Netzanschlüssen nach Süden in die Rüppurrer Straße und zuletzt auch nach Norden in die Fritz-Erler-Straße geschlossen.

Parallel zu den Oberflächenarbeiten schreiten die Arbeiten am Straßentunnel unter der künftig komplett umgebauten und neu gestalteten Kriegsstraße voran: Westlich vom Mendelssohnplatz bis zur Meidinger Straße im Baufeld O 3 laufen die Aushub- und die Spezialtiefbauarbeiten, wie z. B. die Herstellung von Ankern und der Weichgelsohle.

 

Von der Meidinger Straße bis knapp vor die Kreuzung Ettlinger Tor ist  im östlichen Bereich des Baufelds O 4 bereits der Ingenieurbau unterwegs: Für die ersten jeweils zehn Meter langen Tunnelblöcke ist die Sohlplatte aus Stahlbeton hergestellt. Mit Spritzbeton wird daneben der seitliche Verbau geglättet – er dient als rückwärtige Schalung für die herzustellenden Tunnelwände. Im westlichen Teilbereich des Baufelds läuft die Dichtigkeitsprüfung an, die darüber Auskunft geben wird, ob die Baugrube nach unten und seitlich gegen eindringendes Grundwasser ausreichend geschützt ist.

 

Auf der anderen Seite der Kreuzung Ettlinger Tor im Baufeld W 4 läuft ebenfalls noch der Spezialtiefbau: Anker werden in der untersten Lage seitlich ins Erdreich gerieben. Parallel wird das Glätten der Verbauwände mit Spritzbeton vorbereitet.

 

Im Baufeld W 3 ist die entscheidende Etappe „Ingenieurbau“  schon erreicht: Der Rohbau des Tunnelabschnitts zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor und an der dort auf der Südseite der Kriegsstraße angesiedelten Betriebszentrale läuft, der Tunnel wird Woche für Woche länger, bis er das Baufeld W 4 erreicht hat.

 

Am Karlstor im Baufeld W 1 wird  im westlichen Baufeldbereich noch einige Zeit unter der Bodenplatte der früheren Rampe die Weichgelsohle hergestellt. Im östlichen Teil steht der Abbruch der alten Rampenwände der ehemaligen Unterführung Karlstor und in Kürze der Erdaushub unterhalb des Grundwasserspiegels auf dem Programm der Arbeiter.

 

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis zur Augartenstraße nimmt inzwischen auch die Gestaltung der Böden und Treppen konkrete Formen an: Hier wird Terrazzo – ein Zementestrich mit eingelagerten Steinchen, der nach dem Ausbringen geschliffen wird – in den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße, Kronenplatz auf den Rohbau-Betonboden der Zwischenebenen und der Treppenzugänge aufgebracht.

In den Haltestellen .Lammstraße, Europaplatz und Marktplatz wird in Trockenbauweise die Haltestellendecke verkleidet.

 

Arbeiten an der Lüftung und den Entrauchungsanlagen sind Thema in den Haltestellen Europaplatz, Lammstraße, Kronenplatz und Durlacher Tor. Praktisch in allen Haltestellen laufen elektrische Arbeiten sowie die Endmontage von Fahrtreppen und Aufzügen.

Unten gut voran.