Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Erdaushub, Bau der Sohlen und von Wänden erfolgen gleichzeitig nebeneinander

Alles gleichzeitig: In der Haltestelle Lammstraße laufen Aushub, Bau von Sohlen und Wänden parallel. (1)
Das Runde muss ans Eckige: Am Ost-Ende der Haltestelle Kronenplatz wird die Betonage des Übergangs vom Tunnel in die Haltestelle vorbereitet. (2)
Kein Land in Sicht: Der Durchbruch vom Südkopf Ettlinger Tor nach Norden in den Stadtbahntunnel-Teil des Kombibauwerks steht bevor: Dort werden Sand und Kies aber bereits ausgehoben. (3)

Im unterirdischen Bauwerk Gleisdreieck und Haltestelle Lammstraße sind in diesen Tagen gleichzeitig drei ganz unterschiedliche Bauphasen zu sehen: Während in der Mitte und im westlichen Teil der Lammstraße noch der Erdaushub läuft und Sand und Kies über die Andienöffnung nach oben auf LKW verladen werden, sind die Arbeiter an der Nahtstelle zwischen der Haltestelle und dem Gleisdreieck bereits dabei, die Sohle zu betonieren. Und nur wenige Meter weiter westlich werden im Gleisdreieck die ersten Wände betoniert, die sich an die vom Kronenplatz kommende Tunnelröhre anschließen.

Ähnliche Arbeiten stehen auch am Europaplatz an: Während der Erdaushub noch per LKW-Transport über die Rampe Richtung Mühlburger Tor abgewickelt wird, laufen im Osten der Haltestelle, wo unter der Karlstraße die Tunnelröhre in die Haltestelle übergeht, die Vorbereitungen für den Bau des ersten Abschnitts der endgültigen Bodenplatte.

Am Kronenplatz wird die Übergangskonstruktion, mit der der Tunnelring aus den sechs Stahlbetontübbingen in die endgültige Stations-Stahlbetonwand "nahtlos" übergeht, vorbereitet. Gleichzeitig sind die Arbeiter mit dem Bau der endgültigen Sohle und dort, wo diese schon eingebaut ist, auch mit der Herstellung der Stationswände beschäftigt. Direkt östlich anschließend wird die von der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" hergestellte Tunnelröhre mit Notwegen ausgerüstet.

Die für die Arbeiten mit "Giulia" benötigte Baueinrichtungsfläche über der Haltestelle Durlacher Tor wird für den künftigen Innenausbau der Tunnelabschnitte und Haltestellen geräumt. Unterirdisch stehen noch die Wände des Fahrgastzugangs Südwest direkt vor der Einmündung der Brunnenstraße in die Kaiserstraße im Mittelpunkt der Arbeiten.

Oberirdisch gehen - abhängig von den jetzt doch deutlich milderen Temperaturen - die Arbeiten in der Durlacher Allee weiter: Auf der Südseite wird der Rad- und Gehweg durch das Tiefbauamt neu gebaut, durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel die Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie die westliche Bernhardstraße. Die Stadtwerke haben neue Gas- und Wasserleitungen für die Nordseite der Durlacher Allee auf ihrem Bauprogramm.

In der Haltestelle Marktplatz werden Zug um Zug nicht nur noch die wenigen restlichen endgültigen Stationswände betoniert. Zunehmend gut erkennbar ist auch die Galerie mit der Zwischenebene, die sich über dem dritten Gleis erstreckt, das auf der Ostseite (unterhalb der Stadtkirche) der Haltestelle gebaut wird.

Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße kann der Vortrieb wieder starten, nachdem unter der Nahtstelle zwischen Hebelstraße und Marktplatz der zweite Rohrschirm eingebracht ist. Bis zur südlichen Stirnwand der Haltestelle Marktplatz sind noch acht Meter Tunnel aus dem Sand und Kies auszubrechen.

Im Kombibauwerk läuft bereits der Erdaushub, der über den Nordkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor entsorgt wird. Vom Südkopf aus wird ebenfalls die Wand aufgebrochen, die den unterirdischen Haltestellenabschnitt im Kombibauwerk vom Haltestellenabschnitt im Südkopf trennte. Ganz oben auf der "Tunnel über Tunnel"-Konstruktion wird die Decke bewehrt.

Im sich südlich in die Ettlinger Straße hinein anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße steht der Bau der letzten Tunnelwände an. Der Straßenbau wird angesichts der nicht mehr ganz so kalten Witterung fortgesetzt.

In der Haltestelle Kongresszentrum entstehen die endgültigen Betoneinbauten für die Wände und auch schon für die Fahrtreppen. Gleichzeitig werden hier wie an der Haltestelle Durlacher Tor die Primärstützen, die bis zur Herstellung der endgültigen Stationswände die Deckenlast teilweise getragen haben, entfernt.

Nachdem auch die letzte Decke des Tunnels zwischen der Kreuzung Baumeister-/ Hermann-Billing-/ Ettlinger Straße und der Haltestelle Kongresszentrum betoniert worden ist, laufen über dem Tunnel bis zur Rampe in Höhe der Augartenstraße angesichts der gestiegenen Temperaturen die Oberflächenarbeiten an der Ettlinger Straße weiter: Der Tunnel wird mit Erdreich überschüttet, danach beginnt der Straßenbau.

Unten gut voran.