Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Fundamente für Montagekran der Tunnelbohrmaschine entstehen

Am Durlacher Tor sind die Vorboten für die Ankunft der Tunnelbohrmaschine und dem Beginn ihrer Arbeit Ende Oktober dieses Jahres schon deutlich zu erkennen: Während unter dem Deckel einerseits der Aushub weitergeht und im westlichen Baufeld ans Tageslicht befördert wird und andererseits die Anker zur Stabilisierung der Schlitzwände gespannt werden, sind im östlichen Baufeld teilweise bereits Fundamente fertiggestellt, auf denen die Tunnelbohrmaschine zusammengesetzt und auch die Separieranlage errichtet wird. Letztere trennt die Flüssigkeit ("Bentonit"), mit der der Abraum der Tunnelvortriebsmaschine "pumpfähig" gemacht wird, vom Sand und Kies, um dann erneut vorne am Schneidrad des Tunnelbohrers verwendet zu werden. Während die Werksabnahme der Tunnelvortriebsmaschine am 5. Juni erfolgt, laufen gleichzeitig auch bereits die Qualitätskontrollen für die ersten der im bayerischen Mindelheim hergestellten Tübbinge - jener Stahlbetonteile, von denen später sechs zusammengesetzt einen Ring und damit jeweils ein 1,50 Meter langes Stück der Betonröhre ergeben.

Östlich des Durlacher Tors beginnt in der nächsten Woche der Aushub im Bereich der Rampe in der Durlacher Allee. Westlich des Berliner Platzes in der Kaiserstraße werden die Arbeiten an Leitungen und Hausanschlüssen im Eingangsbereich der Fußgängerzone in Absprache mit den Anliegern im Sommer fortgesetzt. Im Bereich des westlichen Teils des Gleisdreiecks am Marktplatz wird derzeit die HDI-Sohle verankert, im Baufeld für die künftige unterirdischen Haltestelle Lammstraße läuft der "Lückenschluss" zwischen vorhandenen und neugebauten Fernwärmeleitungen sowie Arbeiten an der Hausentwässerung für die dortigen Gebäude. Am Europaplatz sind auf dem nördlichen Deckel der künftigen unterirdischen Haltestelle schon die Gleisbauer unterwegs, damit in der Zeit der Sperrung des Europaplatzes für den Stadtbahn- und Straßenbahnverkehr vom 7. Juni bis 23. Juni der Einbau des Gleisdreiecks und der Anschlüsse reibungslos erfolgen kann. Das ist auch am Mühlburger Tor zu beobachten: Nachdem die alte Haltestelle endgültig aus dem Stadtbild verschwunden ist, beginnt jetzt der Bau des "Hilfsfahrwegs Nord", auf dem die Bahnen während des Baus der Tunnelrampe und des westlichen Tunnel-Endes am Mühlburger Tor verkehren werden.

Am Marktplatz werden nach wie vor die Schlitzwände für die später einmal mit drei Gleisen größte unterirdische Haltestelle hergestellt. Gleichzeitig beginnt im nördlichen Teil des Marktplatzes der Aushub auf eine Tiefe von 1,50 Meter, von der aus die Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) in den Boden "gedüst" werden kann. Nördlich des Ettlinger Tors sind die Verankerungsarbeiten der Sohle fertig, so dass die Qualitätssicherung bereits begonnen hat; südlich wird die Baugrube ausgehoben, um den Deckel für den "Südkopf" betonieren zu können. Auf den Baufeldern an der Kreuzung der Ettlinger Straße mit der Baumeister- und der Hermann-Billing-Straße werden Fernwärme- und Gasleitungen verlegt, so dass die Schlitzwandarbeiten demnächst fortgesetzt werden können. Die Schlitzwandherstellung an der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum wird noch in dieser Woche im Ostbaufeld abgeschlossen; darauf erfolgt das "Eindüsen" der Weichgelsohle. Die Schlitzwandarbeiten am südlichen Ende des Stadtbahntunnels beginnen im Juli.

In der Kriegsstraße machen in Höhe des Landratsamtes die Kanal- und auch die Fernwärmeleitungsarbeiten Fortschritte. Die seit einigen Tagen wegen des Neubaus von Leitungen über den asphaltierten Mittelstreifen umgeleitete Verkehrsführung in der Ludwig-Erhard-Allee funktioniert reibungslos.

Unten gut voran.