Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

„Giulia“ arbeitet wieder am Tunnel unter der Kaiserstraße

Die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" ist auf Kurs: Seit Donnerstag ist das 1.300 Tonnen schwere Gerät wieder unter der Kaiserstraße unterwegs. "Giulia" geht jetzt die zweite Hälfte des zwei Kilometer langen Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße zwischen Durlacher Tor und Mühlburger Tor an.

Nach einer Woche Gleisbauarbeiten in der Kaiserstraße zwischen Ritterstraße und der Nordwestecke des Marktplatzes sind die Konturen der neuen und gleichzeitig alten Schienentrasse schon gut erkennbar: Ab Montag (8. Juni) früh, 4 Uhr, werden die Bahnen pünktlich zum Ende der Pfingstferien dann wieder "wie früher" in der Mitte der Kaiserstraße unterwegs sein. Lediglich direkt nördlich vom Marktplatz bleibt noch ein kleiner Verschwenk der Gleise nach Norden. Gleichzeitig wird auch an der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße gearbeitet: Am Fahrgastzugang Ritterstraße entsteht die Treppenöffnung und auf dem Haltestellendeckel die Entlüftungsöffnungen. In der nächsten Woche beginnt im Bereich der Kreuzung der Lammstraße mit der Kaiserstraße und in der übernächsten Woche im Bereich der Kreuzung Ritter- und Kaiserstraße bereits der Einbau der neuen Straßenoberfläche.

Am Mühlburger Tor beginnt in dem zuletzt hergestellten Tunnelabschnitt direkt unter der Kreuzung in der nächsten Woche der Pumpversuch zur Qualitätssicherung der Hochdruckinjektions-Sohle, bevor dann der Bau des Deckels erfolgt.

Im Bereich des Tunnelabschnitts östlich des Durlacher Tors konnten mittlerweile die Ankerarbeiten abgeschlossen werden; im Bereich der Rampe setzen die Arbeiter den Bau der Wände fort.

Auf dem Deckel der künftigen Haltestelle Marktplatz sind nach wie vor die Arbeiten an den Entlüftungskanälen, die auf den Deckel betoniert werden, im Gange.

In der Karl-Friedrich-Straße werden an sechs Tagen in der Woche die Bohrlöcher hergestellt, in die an sieben Tagen in der Woche Zement und Weichgel eingepresst werden, um den Untergrund für den bergmännischen Tunnelvortrieb vorzubereiten.

Mitten auf der - früheren - Straßenkreuzung Ettlinger Tor werden in den nächsten Tagen noch die Schlitzwände für das Kombi-Bauwerk hergestellt, das zusammen mit dem Nordkopf und dem Südkopf die künftige unterirdische Haltestelle Ettlinger Tor bildet und in das der Autotunnel für die Kriegsstraße "eingehängt" wird.

Auf dem Baufeld der unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum beginnt in der nächsten Woche der Aushub zur Herstellung des Deckels; anschließend werden die Köpfe der Schlitzwände abgestemmt, um die Bewehrung der Schlitzwände mit der des Deckels verbinden zu können.

Südlich über dem Tunnelabschnitt in Richtung Augartenstraße sind die Stadtwerke Karlsruhe ab der nächsten Woche mit dem Einbau einer neuen Fernwärmeleitung beschäftigt. Im Bereich der sich daran anschließenden Rampe erfolgen Aushubarbeiten, um anschließend mit der Montage der Aussteifung beginnen zu können.

Unten gut voran.