Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

„Giulia“ erreicht am Wochenende Westseite der Haltestelle Lammstraße

"Giulia" ist innerhalb der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße unaufhaltsam unterwegs: Bereits am Wochenende wird das Schneidrad der Tunnelvortriebsmaschine die Westseite der Haltestelle und die Schlitzwand erreichen. Hier legt "Giulia" dann, nachdem sie 1.105 Meter des Gerlinde-Tunnels gebaut hat, eine nur wenige Tage dauernde planmäßige Pause ein, damit die Arbeiter die Werkzeuge am Schneidrad kontrollieren und gegebenenfalls austauschen können.

Oberirdisch beginnt am Mühlburger Tor der Aushub der Rampe zwischen der Straßenkreuzung und dem Rathaus West und - direkt auf der Straßenkreuzung - der Aushub zum Bau des Deckels sowie das Abstemmen der Schlitzwandköpfe.

Während sich die Tunnelvortriebsmaschine unterirdisch in der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße vorarbeitet, laufen oben noch Leitungsarbeiten auf der Südseite der Kaiserstraße. Nächste und übernächste Woche wird dann die Oberfläche vor dem dortigen Kaufhaus mit Asphalt geschlossen. Weiter östlich wird der Teil des Deckels mit der späteren Transportöffnung in Höhe der Pyramide bewehrt und in der nächsten Woche auch betoniert. Nördlich hiervon geht der Aushub des als Auflast für den Tunnelvortrieb eingebrachten Erdreichs weiter, um wenig später von den restlichen Abstemmarbeiten der Schlitzwandköpfe abgelöst zu werden. Zum Bau des Deckels wurde auch einer der Kräne vom Marktplatz an das spätere Gleisdreieck verlegt. Eigens für die Besucher der Stadtgeburtstags-Feierlichkeiten rund um das Karlsruher Schloss wurde die Baustelleneinrichtung im Durchgang der Karl-Friedrich-Straße vom Marktplatz zum Schlossplatz geräumt.

Am östlichen Ende der Kombilösung - in der Durlacher Allee - werden im Bereich der Rampe die Arbeiten an den Wänden fortgesetzt.

Auf dem Marktplatz gehen nicht nur die restlichen Arbeiten an den Aufbauten für die Abluftkanäle der künftigen unterirdischen Haltestelle ihrem Ende entgegen. Auch wird der südliche Teil des Marktplatzes mit Erdreich aufgefüllt und der Vorverbau gezogen.

In der Karl-Friedrich-Straße sind inzwischen knapp 90 Prozent der Bohrungen eingebracht sowie drei Viertel des Feststoffs und knapp zwei Drittel des Weichgels ins Erdreich eingepresst, um den Untergrund auf den bergmännischen Ausbruch des 250 Meter langen Tunnelabschnitts vorzubereiten.

Im Nordkopf des Ettlinger Tors laufen Ankerarbeiten unter dem Deckel sowie der Aushub des Erdreichs bis zur zweiten Ankerlage. Nach dem mittlerweile erfolgten Bau der letzten Schlitzwandlamelle des Kombibauwerks beginnt in der nächsten Woche das "Eindüsen" der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle). Im Südkopf wird der Deckel des Zugangs Südost betoniert.

Im Tunnelabschnitt in der Ettlinger Straße südlich der Kreuzung mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße ist die HDI-Sohle bereits zu zwei Dritteln ins Erdreich "eingedüst". Zum Herstellen des Deckels der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum werden der Aushub der Baugrube sowie das Abstemmen der Schlitzwandköpfe mit Presslufthämmern fortgesetzt. Hier werden zwei Kräne aufgebaut, der beim Herstellen des Deckels die Hebearbeiten für Schalung und Bewehrung übernehmen.

Südlich über dem Tunnelabschnitt in Richtung Augartenstraße bauen die Stadtwerke Karlsruhe eine neue Fernwärmeleitung ein. Im dortigen Tunnelabschnitt wird die Kampfmittelsondierung zur Vorbereitung der Ankerarbeiten durchgeführt.

Unten gut voran.