Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

„Giulia“ ist nach Plan unter der Kaiserstraße unterwegs

Nach vier Tagen ist die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" planmäßig im Karlsruher Erdreich unterwegs: Nachdem zunächst die Haltestellen-Schlitzwand und der sich westlich daran anschließende Dichtblock - ein mit Betoninjektionen verfestigtes Sand-Kies-Gemisch - durchfahren wurde, ist Giulia seit dem heutigen Freitag (21. November) direkt im Karlsruher Untergrund unter der Kaiserstraße unterwegs.

Doch auch oberirdisch gehen die Arbeiten an der Kombilösung weiter: Östlich von "Giulia" geht der Aushub an der Rampe in der Durlacher Allee weiter. Noch weit von der Tunnelvortriebsmaschine entfernt sind die Bohrpfähle an der Nordwestecke der Lammstraße mit der Kaiserstraße jetzt hergestellt, so dass hier das "Eindüsen" der Hochdruckinjektionssohle (HDI-Sohle) beginnen kann. Schräg gegenüber an der Südwestecke Marktplatz/Kaiserstraße laufen diese Arbeiten bereits. Der Steg entlang der nördlichen Seite der Kaiserstraße zwischen Lammstraße und Ritterstraße ist weitestgehend entfernt, die Straßenoberfläche wiederhergestellt: So bleibt gerade in der Vorweihnachtszeit an der bisherigen Engstelle in der Fußgängerzone erheblich mehr Platz für Passanten.

Am Mühlburger Tor enden östlich der Straßenkreuzung in dieser Woche die Schlitzwandarbeiten - die HDI-Sohle wird ab nächste Woche ins Erdreich eingedüst. Westlich der Kreuzung werden die bereits hergestellten Baugruben der Rampe verankert.

Am Marktplatz beginnt im nördlichen Teil ab nächster Woche die Bewehrung auf der Schalung zur Vorbereitung der Deckelbetonage. Im südlichen Teil ist der Aushub der Baugrube bis auf vier Meter Tiefe abgeschlossen, so dass bis nächste Woche auch mit dem Ende des Abstemmens der Schlitzwandköpfe zur Vorbereitung der Deckelherstellung zu rechnen ist. Ein kleiner Teil der Schlitzwandköpfe wird erst später abgestemmt.

Im nördlichen Abschnitt der Karl-Friedrich-Straße dauert das Einpressen von Feststoff und Weichgel ins Erdreich an, um den Untergrund auf diese Weise für den bergmännischen Tunnelvortrieb vorzubereiten. Südlich der Verfassungssäule auf dem Rondellplatz ist nun das Baufeld eingerichtet: Die restlichen Gleise sind entfernt, so dass jetzt auch die Straßenoberfläche geräumt werden kann.

Die Vorbereitungen für den Bau des Kombibauwerks am Ettlinger Tor haben Gestalt angenommen: Beleuchtung und die übrige elektrische Einrichtung im - jetzt gesperrten - Straßentunnel sind entfernt. Derzeit sind die Arbeiten mit dem Rückbau von Schutzschichten auf dem nahezu 50 Jahre alten Bauwerk beschäftigt.

Südlich davon in der Ettlinger Straße ist der Pumpversuch des Tunnelabschnitts bis zur Baumeisterstraße zum Kongresszentrum erfolgreich verlaufen. An der Haltestelle Kongresszentrum laufen die Vorbereitungen für die Schlitzwände der Westseite, während noch weiter südlich sowohl an Schlitzwänden wie auch an der Sohle von Tunnel und Rampe bis zur Augartenstraße bereits gearbeitet wird.

Unten gut voran.