Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

„Giulia“ kommt im Gerlinde-Tunnel gut voran

Die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" kommt unter der östlichen Kaiserstraße im Gerlinde-Tunnel nach Plan voran: Derzeit hat sie bereits 215 Meter Tunnel hergestellt. Damit liegt sie etwa im angenommenen Durchschnitt von acht bis zehn Meter Tunnelröhre pro Tag - notwendige Standzeiten, Rüstarbeiten und auch Umbaumaßnahmen eingerechnet liegt "Giulias" Leistung mit bis zur doppelten Tagesleistung aber deutlich darüber. So legte die 1.300 Tonnen schwere und 80 Meter lange Tunnelvortriebsmaschine am vergangenen Wochenende eine von vornherein eingeplante Pause ein, da in der jetzt dank "Giulias" Vorrücken in den Tunnel wieder freigewordenen unterirdischen Haltestelle Durlacher Tor umfangreich Gleise und Weichen für den "Bahnhof" des Tunnelzugs verlegt wurden.

An den übrigen Haltestellen stehen die Arbeiten ganz im Zeichen der anstehenden Pause über Weihnachten und den Jahreswechsel: Während im Bereich der Lammstraße an der Nordwestecke vom Marktplatz sowie auf der Nordwestecke Lammstraße/Kaiserstraße die Hochdruckinjektions-Sohlen (HDI-Sohle) eingedüst werden, wurde auf dem Europaplatz an der Nordecke zur Karlstraße noch eine Kabelleerrohrtrasse einbaut und der Fußweg wieder hergerichtet.

Am Mühlburger Tor laufen westlich der Straßenkreuzung Ankerarbeiten, während östlich der Kreuzung in dem Bereich, auf den zu einem späteren Zeitpunkt die Nord-Süd-Straßenquerung verlegt werden wird, ebenfalls die HDI-Sohle "eingedüst" wird.

Am Marktplatz wird ab Montag ein Teildeckel der künftigen, mit drei Gleisen größten unterirdischen Haltestelle betoniert. Danach erfolgt der Aushub der Rampe in Richtung Hebelstraße, um auch in diesem Teil des Baufelds mit dem Deckeleinbau beginnen zu können.

In der Karl-Friedrich-Straße bohren die Arbeiter unentwegt Löcher ins Erdreich, durch die Weichgel und Feststoff eingepresst werden, damit der Tunnel in dem Abschnitt zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor im bergmännischen Verfahren unterirdisch gegraben werden kann. Mit 540 Löchern ist ein Viertel der notwendigen 2.250 Bohrungen bereits geschafft. Die Bohrungen beginnen nun auch südlich des Rondellplatzes.

Am Ettlinger Tor wird das Erdreich sowohl nördlich wie auch südlich der Kreuzung mit der Kriegsstraße unter dem Deckel der künftigen Haltestelle ausgehoben. Zum Abbruch der Straßenbrücke aus den 1960er Jahren steht ein weiterer Trennschnitt des Betondeckels an, während unten in der Unterführung die alte Betonverkleidung und auch der Mittelstreifen abgebrochen werden.

Südlich der Kreuzung hat in der Ettlinger Straße für den dort in offener Bauweise entstehenden Tunnelabschnitt der Aushub bis zur Kreuzung mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße begonnen. Im sich daran anschließenden Tunnelabschnitt südlich dieser Kreuzung sowie auf der Westseite der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum beginnen die Schlitzwandarbeiten, die im südlichsten Tunnelabschnitt - etwa in Höhe Vierordtbad - bereits seit einigen Wochen laufen und fortgesetzt werden.

Unten gut voran.