Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

„Giulia“ nimmt im Gerlinde-Tunnel Kurs auf den Berliner Platz

Nach knapp zwei Wochen ist die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" die ersten Meter im Sand-Kies-Untergrund unterwegs. Auf ihrer ersten Etappe hat sie bisher bereits 44 Meter des Gerlinde-Tunnels unter der Kaiserstraße gebaut; zunächst legt sie die knapp 400 Meter zwischen ihrer Startgrube, der künftigen Haltestelle Durlacher Tor, bis zur künftigen unterirdischen Haltestelle Kronenplatz unter dem Berliner Platz zurück.

Doch auch rund um "Giulia" herum gehen die Arbeiten am Stadtbahntunnel der Kombilösung weiter: In der Durlacher Allee hat im Bereich der Rampe der Aushub begonnen; die Sauberkeitsschicht, auf der dann Schalung und Bewehrung für die Betonage des Rampenbodens erfolgen, sind für übernächste Woche angesetzt. Zwischen Rampe und Haltestelle Durlacher Tor stehen noch Kampfmittelsondierungen an: Um die Schlitzwände seitlich - also nördlich und südlich des Tunnelabschnitts zwischen Rampe und Haltestellen-Bauwerk - verankern zu können, gilt es, noch einige so genannte Verdachtspunkte abzuklären.

In der Kaiserstraße ist im Bereich der künftigen Haltestelle Lammstraße die Oberfläche der Kaiserstraße zwischen Lammstraße und Ritterstraße jetzt so weit wie möglich geschlossen. Im Januar folgen an dieser Stelle die Restarbeiten am Treppenaufgang Nordwest sowie Leitungsverlegungen direkt vor den Hausfassaden. Bis Mitte Dezember wird das derzeit im 24-Stunden-Betrieb vorgenommene "Eindüsen" der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) an der Nordwestecke Marktplatz/Kaiserstraße abgeschlossen sein.

In der Karlstraße an der Nordostecke des Europaplatzes neigen sich nun auch die Arbeiten am Treppenabgang dem Ende entgegen; das Entfernen der Spundwände wurde auf Januar verschoben, um die Karlstraße in der Vorweihnachtszeit nicht einzuengen. Noch etwas weiter westlich wird zwischen Kaiserdenkmal und Mühlburger Tor ebenfalls die HDI-Sohle für den dort entstehenden Tunnelabschnitt "eingedüst".

Am Marktplatz ist seit einigen Tagen zu beobachten, wie die Bewehrung für die Betonage des Deckels der größten der insgesamt sieben entstehenden unterirdischen Haltestellen auf die Schalung gelegt wird. Der Fußweg nördlich der Rathauspforte zur Zähringerstraße soll noch vor Weihnachten wiederhergestellt sein.

In der Karl-Friedrich-Straße laufen die Bohrungen zum Einpressen von Feststoff und Weichgel zur Vorbereitung des bergmännischen Tunnelbaus zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor kontinuierlich weiter: Etwa ein Fünftel der insgesamt notwendigen 2.400 Löcher ist inzwischen gebohrt.

Am Ettlinger Tor hat mit dem Entfernen der Schutzschichten auf dem Beton der bisherigen Straßenunterführung der Abbruch begonnen. Am späteren Ausgang in Höhe der Volkswohnung wird die HDI-Sohle "eingedüst".

Auf der westlichen Seite der künftigen Haltestelle Kongresszentrum werden ab der übernächsten Woche die Schlitzwände hergestellt. Schlitzwände entstehen derzeit auch südlich der Haltestelle Kongresszentrum im Bereich des dortigen Tunnelabschnitts.

Unten gut voran.