Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

„Giulia“ nimmt Kurs auf den Marktplatz

Die Arbeiten am Stadtbahntunnel laufen auf allen oberirdischen und unterirdischen Baustellen. So hat sich die Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" im Gerlinde-Tunnel in der zurückliegenden Woche unaufhaltsam nach Westen bewegt: Sie fährt voraussichtlich am heutigen (16. Januar) Nachmittag bereits wieder aus dem Bauwerk der Station Kronenplatz hinaus und nimmt dann unter der Fußgängerzone in der östlichen Kaiserstraße Kurs auf das unter der Erde bereits hergestellte Bauwerk Gleisdreieck am Marktplatz.

Oberirdisch geht es am Mühlburger Tor weiter: Westlich der Kreuzung sind die Wände der Rampe verankert, so dass in der nächsten Woche mit dem "Eindüsen" der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) begonnen werden kann. Östlich der Kreuzung werden noch Schlitzwände abgestemmt. Im Bereich des Zielschachts, aus dem etwa zur Jahresmitte "Giulia" nach ihrer zwei Kilometer langen Fahrt geborgen wird und wieder ans Tageslicht kommt, wird die HDI-Sohle "eingedüst".

Nach dem Entfernen von Spundwänden am Nordost-Zugang der künftigen unterirdischen Haltestelle Europaplatz in der Karlstraße folgen in den nächsten Wochen noch abschließende Leitungsarbeiten durch die Stadtwerke Karlsruhe.

Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße steht an der Kreuzung der Kaiser- mit der Ritterstraße die Betonage des dortigen Zugangs zur Haltestelle an. Weiter östlich im Baufeld Lammstraße an der Nordecke zur Kaiserstraße werden die Verankerungen in der nächsten Woche in Tag- und Nachtschicht hergestellt. Schräg gegenüber an der Ecke der Kaiserstraße zum Marktplatz ist die HDI-Sohle bereits eingedüst; auch hier stehen in der nächsten Woche rund um die Uhr Verankerungsarbeiten auf dem Plan. Weit im Osten, an der Rampe in der Durlacher Allee, folgt der Ingenieurbau.

Auf dem Marktplatz ist der nächste Schritt bereits erkennbar: Ein weiterer Teil des Deckels der künftigen unterirdischen Haltestelle wird mit Sauberkeitsschicht, den Schal- und Bewehrungsarbeiten auf seine Betonage vorbereitet.

In der Karl-Friedrich-Straße sind jetzt sowohl nördlich wie auch südlich des Rondellplatz die Bodeninjektionen in vollem Gang. Bereits ein Drittel der Löcher, in die Zement eingepresst wird, um den Untergrund auf den bergmännischen Tunnelbau in diesem Abschnitt vorzubereiten, ist gebohrt. Direkt anschließend wird sowohl unter dem Nordkopf wie auch unter dem Südkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor Erdreich ausgehoben und Anker gesetzt. In der Mitte ist die frühere Straßenüberführung bereits Geschichte: Die Decke, über die fast 50 Jahre lang Autos und Straßenbahnen fuhren, ist komplett abgebrochen, um mit dem Bau des "Kombi-Bauwerks" beginnen zu können.

Weiter südlich werden im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum sowie im Bereich des sich daran südlich anschließenden Tunnelabschnitts Schlitzwände hergestellt und die HDI-Sohle eingedüst. An der Rampe bis zur Augartenstraße beginnen Mitte Januar Spundwandarbeiten.

Unten gut voran.