Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Gleisbau am Mühlburger Tor bereitet Rampenbau vor

Am Mühlburger Tor laufen derzeit die Vorbereitungen, um auch das letzte Baufeld für den Bau der Kombilösung zu öffnen: Für den Bau der Rampe und des Tunnelabschnitts unter der Straßenkreuzung müssen die Gleise nach Norden verlegt werden. Nachdem vor vier Wochen bereits in die Reinhold-Frank-Straße ein Gleisstück eingefügt wurde, werden jetzt östlich und westlich weitere Abschnitte für den "Hilfsfahrweg Nord" gebaut.

Am Europaplatz normalisiert sich jetzt auch der Individualverkehr: Seit einer Woche können Autos die Kaiserstraße wieder von Süden nach Norden auf der Karlstraße queren. Auf dem Platz sind die Schienen der früheren Baufeld-Umfahrung inzwischen entfernt, so dass auch auf der Südseite mit dem Bau des neuen barrierefreien Bahnsteigs sowie dem Herrichten der Platzoberfläche begonnen werden kann. Außerdem arbeiten die Stadtwerke Karlsruhe an Leitungen in der nördlichen Douglasstraße und vor den Arkaden auf der Europaplatz-Nordseite. Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße wird nach wie vor das Erdreich ausgehoben, um ab 21. Juli mit dem Bau des Deckels auf der Nordseite fortfahren zu können. In zwei anderen Bereichen ist die Inbetriebnahme einer neuen Fernwärmeleitung - der Umschluss - für heute vorgesehen. Einige Meter weiter hat im westlichen Teils des Gleisdreiecks der Einbau der "Sauberkeitsschicht" in dieser Woche begonnen - darauf aufbauend folgt in zwei Wochen die Bewehrung und schließlich die Betonage des Deckels.

Am Durlacher Tor steht nach wie vor der für Ende Oktober vorgesehene Start des Tunnelvortriebs im Mittelpunkt: Nachdem immer mehr Teile der von der Herrenknecht AG im badischen Schwanau hergestellten Maschine in Karlsruhe eintreffen, ist nun auch die Fläche betoniert, auf der die seit einem knappen Monat bereits in Produktion gegangenen Tübbinge - jeweils sechs von ihnen ergeben einen Betonring - vor ihrem Einbau in den Tunnel unter der Kaiserstraße gelagert werden. Auch in der künftigen unterirdischen Haltestelle wird das Einsetzen der Tunnelvortriebsmaschine (TVM) mit dem bereits erfolgten Einbau des Dichttopfs an der Wand, an der das 80 Meter lange Gerät seinen Vortrieb beginnt, oder mit dem Bau der Fahrbahn für die TVM vorbereitet. Im Tunnelabschnitt zwischen Haltestelle und der Rampe sowie im Rampenbaufeld selbst werden noch Wände und die Sohle verankert; parallel dazu wird Erdreich aus dem Rampenbauwerk ausgehoben.

Auf dem Karlsruher Marktplatz sind inzwischen alle 14 "Primärbohrpfähle" - sie stützen den Deckel während des Baus der größten der Kombilösungshaltestellen - hergestellt. Das Eindüsen der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) erfolgt angesichts der großen Fläche bei Tag und auch bei Nacht. In der derzeit noch halbseitig gesperrten Karl-Friedrich-Straße wird nach dem Abfräsen des Straßenbelags und dem Entfernen der Gleise derzeit die genaue Lage der Leitungen erkundet, damit diese bei der Zementinjektion zur Vorbereitung des bergmännischen Tunnelbaus in diesem Abschnitt umfahren werden können. Nördlich und südlich des Ettlinger Tors wird der Deckeleinbau vorbereitet. Im weiteren Verlauf des Südabzweigs wird im Tunnelabschnitt zwischen der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor und dem Kongresszentrum die HDI-Sohle eingedüst und am Kongresszentrum - nach dem erfolgreich abgeschlossenen Pumpversuch - Erdreich ausgehoben zur Vorbereitung des Einbaus eines Teildeckels. Voraussichtlich Ende Juli beginnen die Schlitzwandarbeiten am südlichen Ende des Südabzweigs im Baufeld für den Tunnel zwischen Haltestelle Kongresszentrum und der Rampe.

Wegen des Baus der Fernwärmequerung in der Kriegsstraße in Höhe des Nymphengartens fahren die Autos derzeit über verschwenkte Fahrbahnen.

Unten gut voran.