Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Grundwasser rund um „Giulia“ wird abgesenkt

Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Stadtbahntunnel wird in einem ersten Schritt zur Vorbereitung der Weiterfahrt der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" innerhalb des unterirdischen Bauwerks östliches Gleisdreieck das Grundwasser absenken. Über den Einstieg über ein sogenanntes "Mannloch" im Deckel des Bauwerks wird dann eine Inaugenscheinnahme und Begutachtung des durch nachgesacktes Erdreich entstandenen Trichters vor und über dem Schneidrad sowie des Fördersystems möglich. Das Absenken des Grundwassers wird noch vor Ostern eingeleitet und drei bis vier Tage dauern. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse werden dann weitere Maßnahmen ergriffen. Vorrang vor dem Faktor Zeit hat dabei die Sicherheit des unterirdischen Vortriebs.

Oberirdisch gehen die Arbeiten an der Kombilösung planmäßig weiter: Nachdem die Verkehrsumlenkung am Mühlburger Tor reibungslos vollzogen wurde und dem Nord-Süd- beziehungsweise Süd-Nord-Verkehr nun wieder jeweils zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen, wurde die bisher genutzte Oberfläche sofort geräumt, um mit den Arbeiten an diesem Tunnelabschnitt beginnen zu können. In der Leopoldstraße, die direkt an den Kaiserplatz angrenzt, beginnen nach Ostern die Arbeiten an zwei Kanalschächten. Die Arbeiten werden bis etwa Ende April fertiggestellt sein.

An der Nordwestecke der Kreuzung Kaiserstraße/Lammstraße wird an der Herstellung des dort noch fehlenden Teildeckels gearbeitet. Die Abstemmarbeiten an den Bohrpfählen sind bereits abgeschlossen. Die Stadtwerke Karlsruhe werden in der nächsten Woche die Arbeiten an den Hausanschlüssen beenden; im Anschluss daran werden die provisorisch verlegten Leitungskonsolen entlang der Gebäudefronten entfernt.

In der Haltestelle Durlacher Tor werden die eigens für den Start der Tunnelvortriebsmaschine im November 2014 in die Haltestelle hineingebauten Tunnelringe - die "Blindringe" - abgebrochen. In der Durlacher Allee wird der Aushub des Erdreichs im Tunnelabschnitt fortgesetzt. 160 Meter der Sohle der sich östlich bis zum Gottesauer Platz anschließenden Rampe sind bereits betoniert. In diesen schon hergestellten Abschnitten beginnt der Bau der Rampenwände.

Am südlichen Ende des Marktplatzes wird die Bewehrung für den südlichsten Teildeckel noch in dieser Woche abgeschlossen; am Dienstag nach Ostern erfolgt die Betonage.

Fortgesetzt werden die Bohrungen in der Karl-Friedrich-Straße: Knapp 60 Prozent der etwa 2.400 Löcher, in die zur Vorbereitung auf den bergmännischen Tunnelbau dieses 250 Meter langen Abschnitts Weichgel und Feststoff eingepresst werden, sind schon gebohrt.

Nördlich und südlich des Ettlinger Tors wird an der zweiten Ankerlage der Schlitzwände gearbeitet. Der Abbruch der Wände sowie der Sohle der früheren Unterführung Ettlinger Tor wird voraussichtlich bis Mitte April abgeschlossen sein, so dass dann mit dem Bau des Kombi-Bauwerks begonnen werden kann.

Beim Tunnelabschnitt in der Ettlinger Straße zwischen der Kreuzung Baumeister-/Hermann-Billing-Straße und der Haltestelle Kongresszentrum werden die Schlitzwandarbeiten noch etwa drei Wochen lang andauern. An der Haltestelle Kongresszentrum sind etwa 80 Prozent der Bohrungen für die Herstellung der Sohle durch Weichgelinjektionen eingebracht. Die Injektion ist zwischen dem 7. April und dem 18. April rund um die Uhr geplant - diese Arbeiten verursachen jedoch keinen Lärm.

In dem sich südlich an die Haltestelle in der Ettlinger Straße anschließenden Tunnelabschnitt folgt, nachdem die Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) fertiggestellt ist, jetzt die Qualitätskontrolle. Im Bereich der südlichen Rampe dauern die HDI-Arbeiten für die Sohle bis Mitte April an.

Unten gut voran.