Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Handel, Stadt und VBK haben attraktive Innenstadt als gemeinsames Ziel

„Handel, Stadt und Verkehrsbetriebe haben ein gemeinsames Ziel: Karlsruhes Innenstadt muss auch in Zukunft attraktiv sein für Alt und Jung, für Bewohner und Menschen aus der Region gleichermaßen. Sie muss ihre Anziehungskraft noch stärker entfalten mit mehr Aufenthaltsqualität als echte Fußgängerzone, mit neuen Angeboten zum Verweilen, zum Flanieren und als Mittelpunkt eines neuen urbanen Lebensgefühls. Um das zu erreichen führt kein Weg an der Kombilösung vorbei“, lautet das Fazit der Ersten Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzenden der Karlsruher Schieneninfrastrukturgesellschaft (KASIG), Margret Mergen, nach dem jüngsten Treffen mit Vertretern des Karlsruher Einzelhandels in der Innenstadt. „Bei diesen Treffen ging es uns von Anfang an darum, im direkten Kontakt mit dem Handel den Weg dorthin gemeinsam so zu gestalten, dass wir ein höchstmögliches Maß von Übereinstimmung erzielen. Denn ein vitaler Handel mit attraktivem Angebotsmix ist die unverzichtbare Basis für eine pulsierende City“.  

Bei dem gestrigen Gespräch in den Räumen der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK)   nahmen rund 60 Vertreter des Einzelhandels in der City teil. Vorgestellt wurden darin Eckpunkte des Maßnahmenpakets, mit dem Läden und Geschäfte in den Bauphasen an den künftigen Haltestellen in der Kaiserstraße unterstützt werden sollen. „Wir wollen durch ein gutes Baustellen- und Kooperationsmarketing erreichen, dass auch während dieser Bauphasen Kunden gebunden und neue Kunden gewonnen werden können“, so Mergen. Der Informationsveranstaltung am Dienstagabend werden w eitere Treffen für Eigentümer beziehungsweise für Gewerbetreibende und Dienstleister folgen.   Erläutert wurden bei dem Treffen die zentralen Inhalte des vorbeugenden Entschädigungsmanagements. „Es gilt zu verhindern, dass Geschäfte in den zeitlich begrenzten oberirdischen Bauphasen in existenzgefährdende Bedrängnis geraten“, erläutert die Bürgermeisterin die Ziele. Bezugsgröße für etwaige Entschädigungszahlungen ist die Gewinnveränderung des Einzelhändlers.  

Für den Zeitraum von 2010 bis 2012 wurden außerdem einzelne Programmbausteine der Marketingoffensive zur Kundenbindung vorgestellt, die gemeinsam von der KASIG und dem Stadtmarketing Karlsruhe entwickelt wurden und über die noch der KASIG-Aufsichtsrat entscheiden muss. Im Vorfeld wurde das Baustellenmarketing in 85 Städten untersucht. „Die Analyse hat gezeigt, dass im Gegensatz zu Karlsruhe vielerorts erst nach Baubeginn mit der Konzeption eines Baustellenmarketings begonnen wurde“, betont Mergen. „Wir sind da schon ein entscheidendes Stück weiter“.  

So könnte beispielsweise ein neuer Einkaufsführer, der eine Übersichtskarte zur Kombilösung enthält, die Geschäfte in der Innenstadt präsentieren. Auch die Informationsbroschüre der City-Initiative Karlsruhe für Kunden würde eine Erweiterung erfahren   – unter anderem mit einem Stadtplan und einem Nahverkehrsplan für die Innenstadt. Late-Night-Shopping und Stadtfeste könnten ganz auf das Verkehrsprojekt abgestimmt werden. „Durch Anzeigen, Plakate, in Schaufenstern und mit Lichtinstallationen können spannende Themen im Zusammenhang mit der Kombilösung transportiert werden, die Menschen in die Geschäfte locken“. Baustellenführungen und Kunstprojekte sind weitere Eckpunkte in den Planungen.  

Unten gut voran.