Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Handwerker schließen immer mehr Restarbeiten ab

Montage: Nur noch wenige Meter von insgesamt zwei Kilometer Handlauf sind – wie hier am Europaplatz – an den Treppenabgängen zu befestigen.
Test: Jede einzelne Fahrtreppe wird wie hier am Marktplatz vor der endgültigen Inbetriebnahme auf ihre Funktionen beispielsweise bei Störungen überprüft.

Die handwerklichen Arbeiten für den Innenausbau im Stadtbahn- und Straßenbahntunnel der Kombilösung neigen sich allmählich dem Ende zu. Zwar geht die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft davon aus, dass – wie bei jedem Großprojekt – buchstäblich bis zur letzten Minute vor der Inbetriebnahme am 12. Dezember dieses Jahres noch „irgendwo“ „irgendetwas“ zu erledigen ist. Aber die Aufgaben werden immer weniger, weil immer mehr Restarbeiten abgeschlossen werden können.

 

So sind die Verkleidungen der Wände und Decken immer mal wieder ein Thema: Denn wenn Elektriker noch an die eigentlichen Rohbauwände und an die darin oder davor laufenden Kabelschächte heran und dort arbeiten müssen, kann eben auch die Verkleidung erst spät geschlossen werden. So schließt sich jetzt erst der „Schlitz“ zwischen der in vier Meter Höhe befindlichen Wandverkleidung aus Betonwerksteinen und der darüber folgenden Trockenbauverkleidung: In diesem Schlitz ist ebenso wie in einem ähnlichen Schlitz in Bodennähe die LED-Notbeleuchtung für die Haltestellen untergebracht. Nachdem die Leuchten angeschlossen und funktionsfähig sind, wird jetzt mit Blechen der Raum zwischen den Leuchten verkleidet.

 

Auch in den Betriebsräumen wird noch gearbeitet: Hier noch ein Kabel, dort noch eine Datenleitung – die Elektriker sind hier regelmäßig zugange. Dazu gehören natürlich schon längst auch die Techniker, die die Fahr- und Sicherheitstechnik für den Betrieb der Stadtbahnen und Straßenbahnen zum Laufen bringen: Computer erhalten Programme, Programme werden aktualisiert – zu guter Letzt soll der unterirdische ÖPNV genauso funktionieren wie oberirdisch.

 

Auch beim Umbau der Kriegsstraße mit einer oberirdischen neuen Gleistrasse und einem unterirdischen Autotunnel ist der Innenausbau inzwischen ein großes Thema, nachdem der Rohbau inzwischen abgeschlossen wurde: Der Autotunnel hat inzwischen schon auf fast kompletter Länge seine Asphaltfahrbahnen erhalten, die Maler haben an den Wänden den Anstrich für den Beton ebenfalls bis auf die noch wenigen fehlenden Meter verlängert.

 

Überall sind inzwischen auch schon Elektriker zu sehen, die die endgültige Tunnelbeleuchtung in LED-Technik installieren, die Leitungen für den Anschluss der Belüftungsventilatoren ziehen oder auch die Notausgangsbeschilderung montieren.

 

Oben in der Kriegsstraße entsteht die neue, Karlsruhe von Ost nach West durchziehende Magistrale: Immer länger werdende Abschnitte der endgültigen Fahrbahnen entstehen, auf denen dann die Radwege per Markierung gekennzeichnet sein werden. Zu den Hausfassaden hin werden Gehwege gebaut – und manch alte und im Laufe der vergangenen mehr als 50 Jahre holprig gewordene Oberfläche wird jetzt erheblich Fußgänger-freundlicher.

 

Das Ettlinger Tor hat den finalen Umbau aktuell vor sich: In die Kreuzung werden die Bahngleise verlegt, gleichzeitig erhält die Kreuzung ihren endgültigen Zuschnitt mit den von ihr abgehenden Fahrbahnen mit den Rad- und Gehwegen. Dazu wird auch noch die ein oder andere Verkehrsinsel gebaut sowie die Masten für Ampeln und Licht gestellt.

 

Das in der Kriegsstraße geplante Grün zeigt sich naturgemäß noch nicht überall: Während insbesondere in der Ludwig-Erhard-Allee östlich vom Mendelssohnplatz die dort schon vor über einem Jahr gepflanzten Bäume wachsen, benötigen die weiteren vorgesehen Grünflächen noch den Herbst und auch das nächste Frühjahr, bis alles eingepflanzt oder eingesät ist.