Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Hilfsfahrweg Nord am Mühlburger Tor wird angeschlossen - Bahnverkehr fährt am Wochenende Umleitung

Am Mühlburger Tor steht an diesem Wochenende ein wichtiger Schritt innerhalb des Bauablaufs der Kombilösung bevor: Weil der in den vergangenen Wochen gebaute so genannte Hilfsfahrweg Nord an das Gleisnetz angeschlossen wird, verkehren von Freitag, 8. August, 20 Uhr, bis Montagfrüh, 11. August, 4.15 Uhr die Stadtbahnen und Straßenbahnen nicht zwischen Europaplatz und Mühlburger Tor. Die im Westen der Stadt verkehrenden Bahnen fahren dann eine Umleitung zusätzlich zu den während der kompletten Sommerferien im östlichen Teil Karlsruhes und der Region bestehenden Einschränkungen im Öffentlichen Personennahverkehr. In der nächsten Woche folgen an dieser Stelle dann noch abschließende Asphaltarbeiten.

Am Europaplatz bietet sich in diesen Tagen ein ungewöhnliches Bild: Ein Taucher wird im Treppenabgang Nordwest - also in der Karlstraße - die Aushubarbeiten unter Wasser unterstützen. "Oberirdisch" abgeschlossen sind die Pflasterarbeiten an den Ecken des Europaplatzes, so dass sich das Schließen der Oberfläche jetzt noch auf das nördliche Baufeld links und rechts der künftigen Haltestelle konzentriert.

Im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße sowie des westlichen Teils des Gleisdreiecks sind unterschiedliche Arbeiten zu beobachten: Während teilweise noch die Bewehrung für anstehende Betonagen eingebracht wird, entsteht auf bereits hergestellten Haltestellen-Teildeckeln bereits ein "Fort-Luftkanal". Ab Montag beginnt zudem in einem weiteren Baufeld schon die Auffüllung der Baugrube über dem Deckel. Am Kronenplatz haben die Stadtwerke jetzt mit den noch ausstehenden und in Absprache mit den Anliegern auf die Sommerferien verschobenen Leitungsarbeiten und Hausanschlüssen begonnen.

Deutlich sichtbare Fortschritte macht der Zusammenbau der in Teilen aus dem badischen Schwanau nach Karlsruhe angelieferten Tunnelvortriebsmaschine der Herrenknecht AG: In der Haltestelle sind nicht nur schon die vier Nachläufer - sie beherbergen die Versorgung von Schneidrad, Schild und Schildschwanz - weitestgehend montiert. Auch Schild und Schildschwanz sind immer deutlicher zu erkennen, bevor voraussichtlich in der übernächsten Woche das Schneidrad nach unten gehoben wird.

Am Nordrand des Marktplatzes geht das "Eindüsen" der Hochdruckinjektions-Sohle (HDI-Sohle) rund um die Uhr weiter; zudem wird die in einem anderen Teil des Baufelds bereits hergestellte Sohle verankert, um dem Auftrieb durch das Grundwasser entgegen zu wirken. Ebenfalls schon laufende "Zugversuche" weisen nach, dass die Sohle dem anstehenden Druck standhält.

Im nördlichen Teil der Karl-Friedrich-Straße wird die Erkundung der Hausanschlüsse fortgesetzt. Ab Ende August beginnt die Injektion einer Zementsuspension, um den Sand-/Kiesboden zu "verbessern": Nach diesen Injektionen kann der unterirdische Ausbruch des insgesamt 250 Meter langen Tunnelabschnitts mit dem so zwischen Marktplatz und Ettlinger Tor stabilisierten Boden beginnen. An diesen Tunnelabschnitt schließt sich die künftige unterirdische Haltestelle Ettlinger Tor an, deren Süd- und Nordkopf teilweise noch bewehrt, teilweise auch schon betoniert werden. Der Bau des Kombi-Bauwerks dazwischen beginnt im Herbst mit dem Abbruch der jetzigen Kriegsstraßenunterführung.

Im nächsten Abschnitt des Südabzweigs zwischen Ettlinger Tor und Kongresszentrum macht die HDI-Sohle Fortschritte: Sie ist zu 70 Prozent hergestellt. Betoniert wird der Deckel der unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum in der nächsten Woche. Am südlichen Ende des Südabzweigs laufen im Bereich des Tunnelabschnitts und der Rampe nach wie vor die Schlitzwandarbeiten.

Unten gut voran.