Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Im Herbst verschwindet letzte Verschwenkung in der Kaiserstraße

Zwischen dem 9. Oktober und dem 17. November beseitigt die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) die letzte Verschwenkung der Gleise in der Kaiserstraße: Im Bereich der Fußgängerzone, die nördlich direkt an den Marktplatz angrenzt, werden in diesen fünf Wochen Bauzeit aber nicht nur die Schienen wieder in ihre ursprüngliche schnurgerade Lage gebracht. Unter der Kaiserstraße wird ein bisher noch bestehendes Bauprovisorium mit dem Auffüllen eines Hohlraums beseitigt, ein Treppenabgang der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße auf der Kaiserstraßen-Nordseite freigelegt und das Baufeld in der Kaiserstraße zwischen Marktplatz und Lammstraße mitsamt der Andienöffnung komplett geräumt. Der Schienenverkehr der Straßenbahnen und Stadtbahnen fährt innerhalb der fünf Wochen aber nur in den Herbstferien von Freitag, 27. Oktober, 20.30 Uhr, bis Montag, 6. November, frühmorgens um 4 Uhr eine Umleitung über die Karl- beziehungsweise Rüppurrer Straße durch die Baumeisterstraße beziehungsweise über den Hauptbahnhof Vorplatz.

Die Arbeiten starten mit dem Verfüllen eines Hohlraums, der seit dem Bau des Gleisdreiecks in dessen östlichem Abschnitt als Provisorium entstanden ist: Mit der Fertigstellung der Schlitzwände des Gleisdreiecks im November 2013 erhielt das Bauwerk einen provisorischen, nah an der Oberfläche liegenden Deckel aus Stahlträgern mit aufgelegten Betondielen. Darunter wurde seitdem weitergearbeitet: Die endgültigen Wände entstanden - und zum Schluss jetzt auch der endgültige, tiefer als das Provisorium liegende Deckel des Gleisdreiecks. Dieser Hohlraum wird ab 9. Oktober verfüllt und verdichtet. Dazu wird an der nordöstlichen Ecke des Marktplatzes ein Baufeld eingerichtet, von dem die Arbeiten unter der Oberfläche erfolgen.

Ab 27. Oktober wird es dann ernst: Der Schienenverkehr wird gesperrt, zwischen der Lammstraße und der Haltestelle Marktplatz in der Kaiserstraße erstreckt sich ein weiteres Baufeld. In diesem Baufeld wird einerseits das Deckelprovisorium über dem Gleisdreieck abgebrochen und der restliche Hohlraum nach oben hin aufgefüllt, und anderseits werden die Schienen in ihre alte Lage "geradeaus" gebracht. Außerdem werden Fahrgastzugänge - eine Treppe und ein Aufzugsschacht - für die Haltestelle Lammstraße, die sich jetzt noch - abgedeckt - unter den Gleisen befinden, freigelegt und betoniert und schließlich auch die Oberfläche der Kaiserstraße im Gleisbereich wieder hergestellt. Zur Querung des Marktplatzes auf der Marktplatz-Südseite gibt es eine Ost-West-Fußgängerfurt auf Höhe der Pyramide, zur Querung der Kaiserstraße in Nord-Süd-Richtung eine weitere Fußgängerfurt direkt westlich an den Marktplatz anschließend.

Ab 6. November frühmorgens fahren dann wieder die Bahnen durch die Kaiserstraße - und gleichzeitig ist das Baufeld an der Nordostecke Marktplatz verschwunden. In der Kaiserstraße zwischen der Lammstraße und dem marktplatz werden die Oberflächen rechts und links von den Gleisen wieder hergestellt, die beiden Baufelder südlich und nördlich der Gleise immer mehr zurückgebaut.

Ab 17. November schließlich bietet sich ein ganz neues - und doch aus der Zeit vor Baubeginn gewohntes - Bild: Die Baufelder zwischen Lammstraße und Marktplatz sind dann aus der Kaiserstraße verschwunden.

Unten gut voran.