Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Im „K.“ können Besucher virtuell mit der Tram fahren

Eine Tram-Fahrt im Karlsruher Schienennetz zu unternehmen ohne seinen Aufenthaltsort zu verlassen, ist ab sofort im „K.“ möglich. Die Medienkunst-Installation „Karlsruhe Moviemap“, die ursprünglich bereits 1991 von dem in New York lebenden Medienkünstler Michael Naimark geschaffen wurde, erlaubt eine interaktive Begegnung zwischen den Besuchern und dem Schienennetz der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK). Die ausgestellte virtuelle Tram-Fahrt in der Version aus dem Jahr 2009 ist ab sofort im Informationspavillon „K.“ der Kombilösung am Ettlinger Tor zu sehen.

Die Perfektion der Raumillusionen bei Fahrt- oder Flugsimulatoren für militärische und zivile Zwecke war vor knapp vier Jahrzehnten ein wichtiger Anstoß für die in Echtzeit generierten computergrafischen Raumdarstellungen, die dann auch von Künstlern und Unterhaltungselektronikern benutzt wurden. Michael Naimark produzierte 1991 „The Karlsruhe Moviemap“. Diese erste virtuelle Tram-Fahrt ist eine gegenüber der perfekten Raumillusion etwas vereinfachte Version, bei der sich der Besucher nicht völlig frei im Raum bewegen kann, sondern an das System des Straßenbahnnetzes gebunden bleibt. „The Karlsruhe Moviemap“ von 1991 wie auch die aktuelle Version der Tram-Fahrt von 2009 zeigen deutlich, wie Karlsruhe sich gegenüber 1991 und auch schon seit 2009 verändert hat.

Vor zwei Jahren entstand in enger Kooperation zwischen dem Institut für Bildmedien am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) und dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) eine aktuellere Version der Medieninstallation, bei der ebenso wie bereits 1991 eine Fahrt mit der Straßenbahn durch das Stadtgebiet möglich ist. Der Besucher kann dabei die Geschwindigkeit der Fahrt sowie die Richtung frei wählen.

Die Installation stellt im Rahmen der Umsetzung der Kombilösung einen weiteren wichtigen Baustein der Ausstellung im „K.“ zum Thema Kombilösung dar. Während die Besucher des Infopavillons jetzt schon auf dem bestehenden oberirdischen Schienennetz mit der selbst gesteuerten Straßenbahn unterwegs sein können, wird in einem zweiten Schritt die Fahrt auch unterirdisch möglich sein – und das, bevor der Stadtbahn- und Straßenbahntunnel in Betrieb gegangen ist. Dazu wird im „K.“ eine Version installiert werden, die auch Tunnelfahrten vorsieht.

Unten gut voran.