Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Im Westen und Osten wächst der Schienenstrang an der Oberfläche

Neuer Stadteingang: Während auf der Südseite der Durlacher Allee (links) bereits am neuen Umfahrungsgleis für die Tunnelrampe Richtung Kaiserstraße gearbeitet wird, fahren die Bahnen noch auf den alten Umfahrungsgleisen auf der Nordseite (rechts). Ab 12. September ist aber auch damit Schluss: Dann liegt auf der Nordseite ebenfalls das endgültige Umfahrungsgleis für die Rampe. (1)
Alles gerade: Im Schatten des Kirchturms von St. Bernhard entsteht das neue südliche Umfahrungsgleis.(2)
Und der Kaiser schaut zu: Unter den Augen von Wilhelm I. (Reiterstandbild rechts) entsteht das nördliche Umfahrungsgleis um den Kaiserplatz herum unter laufendem Betrieb der Stadtbahnen und Straßenbahnen auf dem daneben liegenden Provisorium. (3)
Tunnelwachstum: Der Vortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße hat 97 Meter erreicht. (4)

An den beiden Enden der Ost-West-Achse des Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße wächst das Gleisnetz täglich um einige Meter. Während am Mühlburger Tor das nördlich der in den Tunnel führenden Rampe liegende Umfahrungsgleis bereits verlegt ist, sind die Arbeiter in der Durlacher Allee damit beschäftigt, das südliche Umfahrungsgleis in den Straßenraum einzubauen. Am Mühlburger Tor werden in der nächsten Woche auch auf den Verkehrsinseln auf der Südseite der östlichen Kaiserallee Bäume angepflanzt. Gleichzeitig werden auch hier letzte Pflasterarbeiten an den Gehwegen vorgenommen. Unterirdisch bauen die Arbeiter an den endgültigen Wänden im Tunnelabschnitt zwischen der Kreuzung und dem Beginn der Tunnelröhre.

Während in der künftigen unterirdischen Haltestelle Europaplatz Spritzbeton auf die Bohrpfahlwände aufgetragen wird, läuft neben diesen Arbeiten in den Haltestellen Lammstraße und Kronenplatz sowie im Gleisdreieck der Erdaushub. In der Haltestelle Marktplatz ist der letzte Sohlenblock betoniert. Zudem werden bereits die Gerüste und Wandschalungen für den Einbau der endgültigen Wände angeliefert.

Fortschritte macht auch der Tunnel unter der Karl-Friedrich-Straße: Inzwischen sind 97 Meter der Kalotte, also des oberen, zuerst zu bauenden Teils der Tunnelröhre, vorgetrieben worden. Der Vortrieb erreicht in wenigen Tagen den Bereich der Karl-Friedrich-Straße nördlich vom Rondellplatz: Dann wird hier die jeweils über der Ortsbrust - dem vorderen Teil des Tunnels, in dem der Vortrieb erfolgt - liegende Straßenfläche abschnittsweise für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Zufahrt für Anlieger wird für diese Zeit aus Richtung Marktplatz erfolgen.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor werden aktuell noch die Schlitzwände nach Norden und Süden hin abgestemmt und gleichzeitig das Planum hergestellt zum Bau der Zwischendecke, die den Stadtbahntunnel unten gegen den Straßentunnel darüber trennt. Im Südkopf Ettlinger Tor werden abschnittsweise die endgültigen Wände hergestellt.

In dem sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt werden die ersten Aussteifungen zwischen den Schlitzwänden entfernt, da die eingebauten endgültigen Wände und die Decke dem Bauwerk die notwendige Festigkeit verleihen. Direkt nördlich der Kreuzung Baumeister- und Hermann-Billing-Straße mit der Ettlinger Straße läuft noch der Bau der endgültigen Sohlen und der Wände.

Südlich der Kreuzung ist der Abwassersammler nun in die Tunneldecke einbetoniert. An der Haltestelle Kongresszentrum wird Spritzbeton auf die Schlitzwände aufgetragen und der Bau der endgültigen Sohle vorbereitet. Im sich südlich anschließenden Tunnelabschnitt werden die endgültigen Sohlen und die Wände betoniert.

Unten gut voran.