Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

In der Kriegsstraße entstehen die ersten Schlitzwände

Vor dem Start: Die Leitwände im Baufeld W 2 geben dem Schlitzwandgreifer des Baggers die exakte Richtung, um einen senkrechten Schlitz herzustellen. (1)
Jetzt geht’s los: Mit Hilfe des Schalwagens wird das Gewölbe der Innenschale des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße betoniert. (2)
Willkommener Besuch bei den Tunnelbauern: Die Tunnelpatin Sabine Volz informierte sich unter der Karl-Friedrich-Straße über die Arbeiten, KASIG-Geschäftsführer Uwe Konrath (links) erläuterte ihr im Schalwagen die Bauweise. (3)

In der Kriegsstraße geht es jetzt "in die Tiefe": Im Baufeld W 2 zwischen Lammstraße und Herrenstraße entstehen die ersten Schlitzwände. Ähnlich wie beim Bau der Haltestellen oder der offen gebauten Tunnelabschnitte des Teilprojekts Stadtbahntunnel werden beim Teilprojekt Umbau der Kriegsstraße zunächst Schlitzwände hergestellt. In diese werden Spundwände eingestellt, die das Baufeld nach den Längs- und Querseiten abdichten. Zusammen mit der in den Untergrund noch zu injizierenden Weichgelsohle entsteht ein gegen das Grundwasser abgedichtetes "U", in dessen Schutz der eigentliche Autotunnel gebaut werden kann, auf den dann später die Gleise an der Oberfläche gelegt werden. Im Baufeld O1 in der Ludwig-Erhard-Allee laufen die Arbeiten an den Leitwänden: Die Leitwände geben dem Schlitzwandgreifer des Baggers die exakte Richtung, um einen senkrechten Schlitz herzustellen. Mit dem Baufeld O 4 zwischen Meidingerstraße und Ettlinger Tor wurde zudem ein neues Baufeld eröffnet: In einzelnen Abschnitten wird hier zunächst die Fußgängerunterführung Kreuzstraße abgebrochen. Nach Fertigstellung des Teilprojekts Kriegsstraße wird stattdessen an dieser Stelle ein ebener Überweg über die dann "neue" Kriegsstraße führen.

Die Arbeiten am Teilprojekt Stadtbahntunnel laufen unterdessen mit unverminderter Intensität weiter: Fortwährend wird beim Rohbau der sieben unterirdischen Haltestellen betoniert. Wände, Zwischenwände und Zwischenebenen entstehen ebenso wie teilweise schon Treppenauf- und Treppenabgänge in den Haltestellen Europaplatz und Lammstraße, im Gleisdreieck, in der Haltestelle Kronenplatz sowie am Marktplatz und im Kombi-Bauwerk unter dem Ettlinger Tor. Die erste Zwischendecke entsteht unter dem Marktplatz. Im Gleisdreieck wird ein kleiner Teil des Haltestellendeckels, der bisher mit einer Stahlträgerdecke abgesichert worden war, betoniert. Dort erhält auch die Dreiecks-Stütze, die den Haltestellendeckel mitträgt, ihre, endgültige Stahlbetonhülle.

In der Haltestelle Durlacher Tor werden die Schotterbegrenzungswände betoniert - diese bilden später die vordere Kante des Bahnsteigs. Parallel dazu entstehen die Treppenläufe und die Verbindungs- oder Verteilerebenen, über die die Fahrgäste die Bahnsteige wechseln werden. In derselben Haltestelle arbeiten die Maurer an den Betriebsräumen für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), und an den Sockelwänden für die Aufzüge. Die Haltestelle Kongresszentrum erhält derzeit die Oberflächen der Bahnsteige, auf die dann noch die Innenverkleidung aufgelegt wird.

Die seitlichen Notwege mit darin integrierten Leerrohren für die elektrotechnische Ausrüstung werden in den Abschnitten der Tunnelröhre zwischen Europaplatz und Kronenplatz betoniert.

Der Schalwagen, der für die Betonage des Gewölbes der Innenschale des Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße benötigt wird, beginnt dieser Tage im Aufweitungsbereich des Tunnels, der "Trompete", mit der Betonage der Innenschale, die voraussichtlich bis Spätherbst abgeschlossen sein wird. Gleichzeitig ist aber auch noch der Bewehrungswagen im Einsatz, der den Regelquerschnitt des Tunnels von Norden nach Süden bewehrt. An der Oberfläche wird am 8. August in der Durlacher Allee die Nordseite - die stadteinwärts führende Fahrbahn zwischen Gottesauer Platz und Durlacher Tor - für den Autoverkehr freigegeben, nachdem in den vergangenen Monaten Gehwege und Parkbuchten entstanden sind.

An den Oberflächen im Bereich des Südabzweigs des Stadtbahntunnels in der Ettlinger Straße bauen die Arbeiter am Endzustand: Auf der stadteinwärts führenden Fahrbahn wird die Straße neu gebaut und Rad- und Gehweg angelegt.

Unten gut voran.