Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

In fünf Baufeldern wird am Rohbau des Autotunnels gearbeitet

Der Umbau der Kriegsstraße mit künftig einer neuen Gleistrasse für die Straßenbahnen oben und einem darunter liegenden Autotunnel schreitet unaufhaltsam voran: Während in drei Baufeldern der Rohbau des Tunnels bereits hergestellt ist, läuft er in weiteren fünf Baufeldern – mit unterschiedlichen Phasen. Einzig in dem kleinen Baufeld, das den Abschnitt direkt am Karlstor bezeichnet, ist der Ingenieurbau noch nicht in Sicht: Hier muss nach dem bis Mitte April abgeschlossenen Abriss der alten Straßenunterführung der Karlstraße über die Kriegsstraße hinweg zunächst noch mit Drehbohrgeräten der Baugrubenverbau hergestellt werden, bevor an Rohbau zu denken ist. Ab 20. April wird der Bahnverkehr in der Karlstraße zwischen den Haltestellen Europaplatz und Mathystraße eingestellt – die Haltestelle Karlstor entfällt -, um den Baugrubenverbau auch im Gleisbereich herstellen zu können und anschließend den Abbruch der alten Unterführung zu bewerkstelligen.

 

Das Tunnel- und teilweise auch Rampenbauwerk der Baufelder O 1 und O 2 im Bereich der westlichen Ludwig-Erhard-Allee und der Kriegsstraße östlich vom Mendelssohnplatz wird von den Arbeitern derzeit mit (Service-)Gehwegen und Schlitzrinnen zur Regenwasserentsorgung ausgestattet. Die Bautätigkeiten gehören bereits zum Innenausbau des Autotunnels. Im dritten fertiggestellten Rohbauabschnitt im Baufeld W 2 zwischen Ritterstraße und Lammstraße finden „oben“ aktuell keine Arbeiten statt. Wohl aber wird der mit Erdreich überschüttete Tunnelbau derzeit als Baueinrichtungsfläche (und auch für Autos, Radfahrer und Fußgänger als Kreuzungsbereich Kriegsstraße/Ritterstraße) genutzt. Im Spätsommer geht der Umbau der Kriegsstraße in diesem Abschnitt mit der Herstellung der endgültigen Oberfläche in seine nächste und abschließende Phase.

 

In den Baufeldern O 3 und O 4 zwischen Mendelssohnplatz und der Kriegsstraße auf Höhe des Staatstheaters sind die Betonbauer am Werk: Anlegen des Planums, auf das die Stahlbewehrung gelegt wird, Bewehren und Betonieren der Sohle in Abschnitten, dann Bewehren und Betonieren der Tunnelaußenwände und der Mittelwand und schließlich das Schließen des Tunnels mit dem Bewehren und Betonieren der Decke folgen Schritt auf Schritt. Ein neuer Hochbaukran für das Baufeld O 4 wird zwischen Kreuzstraße und Karl-Friedrich-Straße (Ettlinger Tor) am übernächsten Sonntag (8. März) aufgestellt  – deshalb wird dann der Verkehr voll gesperrt. Auch für Fußgänger gibt es aus Sicherheitsgründen kein Durchkommen. Der Auto- und Radverkehr wird ab Mendelssohnplatz über die Fritz-Erler-Straße und den Zirkel umgeleitet. Ziele in der westlichen Innenstadt können von Westen oder Süden kommend über die Kreuzung Ettlinger Tor angefahren werden. Für Anlieger wird die Kriegsstraße erst ab der Kreuzstraße nach Westen gesperrt.

 

Nicht anders geht es westlich des Ettlinger Tors bis zur Lammstraße in den Baufeldern W 4 und W 3 und neuerdings auch im östlichen Bereich von W 1 – er schließt sich westlich der Ritterstraße an – zu.

 

Etwas zurück liegt das Baufeld O 5 direkt östlich vom Ettlinger Tor: Hier musste zunächst der Rest der alten Straßenunterführung abgerissen werden, bevor die Weichgelsohle eingebracht werden konnte. Mitte März ist voraussichtlich die Dichtigkeitsprüfung abgeschlossen, die nachweisen soll, dass kein Grundwasser von unten in die Baugrube eindringt. Ist das der Fall, wird auch hier die Baugrube weiter ausgehoben, der Baugrubenverbau auch in der tiefsten Lage verankert und mit dem Rohbau begonnen.

 

Rohbau ist beim Stadtbahn- und Straßenbahntunnel unter der Kaiserstraße zwischen Gottesauer Platz und Mühlburger Tor mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße schon längst kein Thema mehr: Handwerker beherrschen hier das Bild in den sieben neuen unterirdischen Haltestellen und in den einzelnen Tunnelabschnitten. Die Spannweite der abgeschlossenen Arbeiten und der noch anstehenden, sehr komplexen Aufgaben ist dabei weit: Während in der Haltestelle Durlacher Tor schon keine Verkleidungsarbeiten der oberen Bereiche der Haltestellenwände und unter der Decke mehr stattfinden können, da das Raumgerüst abgebaut wurde, laufen diese Arbeiten noch am Europaplatz, am Marktplatz, unter dem Ettlinger Tor sowie in der Haltestelle Kongresszentrum. Teilweise werden auch noch die elektrischen Leitungen an Wänden oder Decken befestigt, die dann hinter den Verkleidungselementen „verschwinden“.

 

Überhaupt die Elektriker: Sie haben mit den Leitungen für Starkstrom, Mittelstrom und Schwachstrom und auch den Endverbrauchern noch einige Hausaufgaben zu lösen. 

 

Treppenabgänge und die Böden der Zwischenebene erhalten nacheinander ihren Terrazzo-Belag: Treppenstufen werden bereits vorgegossen angeliefert, auf die großen Bodenflächen der Zwischenebenen wird zunächst der Fließestrich aufgebracht und geglättet, um sodann mit einer Schleifmaschine sein endgültiges Aussehen zu erhalten.