Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

In sechs Wochen gibt es am Mendelssohnplatz auch wieder Bahnen

Mendelssohnplatz I: Mit Hochdruck wird an den Gleisen gearbeitet – ab 26. Oktober sollen hier wieder die Bahnen rollen.
Mendelssohnplatz II: Der Straßenbau läuft parallel zu den Gleisarbeiten – hier entsteht bald die endgültige Oberfläche.
Auf der Endtiefe der Baugrube vor dem Staatstheater ist der Erdaushub bald angekommen.

Im Baufeld O 2 am Mendelssohnplatz herrscht Betriebsamkeit gleich auf zwei Ebenen: Denn während beim Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunterliegenden Autotunnel „unten“ die Arbeiter noch die letzten Tunnelaußen- und Tunnelmittelwände sowie Tunneldeckel herstellen, geht es auf der Kreuzung „oben“ ganz anders zu: Dort entsteht die Gleiskreuzung und damit gleichzeitig auch die Straßenkreuzung, die zukünftig von den Stadtbahnen und Straßenbahnen, aber auch von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern benutzt werden wird. Aufwändig gestaltet sich dabei der Einbau des Gleisvierecks: Nach Inbetriebnahme der Kombilösung werden die Bahnen am Mendelssohnplatz aus einer Richtung kommend in alle drei möglichen Richtungen – geradeaus, nach links oder nach rechts – abbiegen können. Das Gleisviereck wird nach jetziger Planung ab 26. Oktober für die Stadtbahnen und Straßenbahnen befahrbar sein – aber zunächst „nur“ in Nord-Süd-Richtung beziehungsweise umgekehrt. Hier wurden in den vergangenen Tagen die Gleise in der Fritz-Erler-Straße der Lage des künftigen Gleisvierecks angepasst. Das Gleisviereck liegt auch bereits in der Kreuzung – die beiden Ende nach Osten beziehungsweise nach Westen in die Kriegsstraße hinein fallen jedoch einstweilen wegen des Baustellenbetriebs kurz aus.

 

Westlich anschließend an das Baufeld O 2 folgt zwischen Mendelssohnplatz und Adlerstraße das Baufeld O 3: Hier läuft seit einigen Tagen der Erdaushub bis hinunter zur ersten Ankerlage.

 

Im Baufeld O 4 zwischen Meidinger Straße und Ettlinger Tor schaffen Bagger und schwere Lastwagen den bis zur Endtiefe anfallenden Aushub von Erdreich aus der Baugrube. Der Baugrubenverbau wird auch in der zweiten, der tiefsten Lage nach hinten im Erdreich verankert. Im westlichen Teil des Baufelds wird die Weichgelsohle hergestellt, die das Eindringen von Grundwasser von unten verhindern wird.

 

Im Baufeld W 4 - es schließt sich westlich an die Kreuzung Ettlinger Tor an– sind  wie im Baufeld O 4 Bagger und Lastwagen unterwegs: Sie bewältigen den Erdaushub bis zur endgültigen Tiefe der Baugrube.

 

Die Lücke zum bereits im Rohbau hergestellten Tunnel zwischen Ritterstraße und Lammstraße schließt der Ingenieurbau im Baufeld W 3: Vor dem Einkaufszentrum werden Tunnelsohlen, Tunnelaußenwände und Tunnelmittelwände betoniert.

 

Am Karlstor erfolgt nach den Abbrucharbeiten an den Rampenwänden sowie an einem Teil des Deckels der alten Unterführung der Kriegsstraße unter dem Karlstor hindurch sowie nach dem Erdaushub bis zur ersten Ankerlage die Herstellung der Weichgelsohle.

 

Beim Innenausbau des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels unter der Kaiserstraße mit dem Südabzweig vom Marktplatz in die Ettlinger Straße bis zur Augartenstraße sind gleichzeitig viele Handwerker für viele Gewerke im Einsatz. Elektriker verlegen kilometerlange Kabel, lassen diese in Schaltschränke einmünden, aus denen heraus sie die Steuerung etwa von Aufzügen, Rolltreppen, von Licht oder der Bahn-Betriebstechnik beeinflussen.

 

In anderen Dimensionen sind die Gleisbauer unterwegs: Die Gleise liegen nun auch auf dem Südabzweig, werden noch von den Arbeitern ausgerichtet oder miteinander verschweißt.

 

Auch die Arbeiter, die die Betonwerksteine für die Innengestaltung der Haltestellen auf die Unterkonstruktion an den Wänden montieren, sind noch eine Zeitlang zu sehen: In den Haltestellen Ettlinger Tor und Kongresszentrum werden derzeit die großen Flächen an den Wänden – und teilweise noch auf den Bahnsteigoberflächen – mit den Betonwerksteinen gestaltet. In den Haltestellen Durlacher Tor, Kronenplatz, Lammstraße und Ettlinger Tor wird unter die Haltestellendecken die Unterkonstruktion oder sogar schon die Deckenverkleidung selbst montiert.