Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Jede ausgebaggerte Schaufel Erdreich lässt die Haltestellen wachsen

Hier geht’s lang: Die Rampe in der Durlacher Allee ist im Rohbau fertiggestellt. (1)
Übergang: Auch der Tunnel zwischen Rampe Durlacher Allee und Haltestelle Durlacher Tor ist bereits im Rohbau fertig – in der Haltestelle werden die endgültigen Wände gebaut. (2)
Da geht’s rein: Ab der Haltestelle Durlacher Tor fahren die Bahnen künftig im Tunnel, der von der Tunnelvortriebsmaschine Giulia unter der Kaiserstraße hergestellt wurde. (3)
Schwere Eisen: Die Arbeiter bewehren derzeit den letzten Abschnitt der endgültigen Sohle in der Haltestelle Durlacher Tor. (4)
Schöne Aussicht: Durch den fortschreitenden Erdaushub geht der – unterirdische(!) – Blick inzwischen von der Lammstraße, an der der Bagger vorne rechts gerade die Bewehrung des Tunnelrings zerkleinert und ein zweiter Bagger das Aushubmaterial nach oben auf LKW verlädt (im Hintergrund rechts), bis zum Gleisdreieck am Marktplatz, hinter dem die in Richtung Kronenplatz laufende Tunnelröhre erkennbar ist. (5)

Der Bau der insgesamt sieben neuen unterirdischen Haltestellen der Kombilösung schreitet mit jeder Schaufel ausgebaggerten Erdreichs voran: Am Europaplatz und unter dem Berliner Platz für die Haltestelle Kronenplatz läuft der Erdaushub nach Plan. Zusätzlich wird hier die von der Tunnelvortriebsmaschine Giulia hergestellte Betonröhre abgebrochen, Beton, Stahl und Erdreich werden dann getrennt entsorgt. Im Bereich der Lammstraße ist der unterirdische Durchbruch zum Gleisdreieck am Marktplatz bereits vollzogen: An dieser Stelle wird nach Fertigstellung der Kombilösung für Fahrgäste auch das unterirdische Umsteigen von Linien, die am Marktplatz halten, in Linien, die in der Kaiserstraße verkehren, möglich sein. Und während die Haltestelle Kongresszentrum noch durch den Erdaushub bis auf ihre Endtiefe wächst, hat die Haltestelle Durlacher Tor derzeit die Nase vorn: Die letzte endgültige Sohle wird in der nächsten Woche betoniert, zudem wachsen kontinuierlich die endgültigen Wände vor den mit einer Spritzbetonschicht versehenen Schlitzwänden nach oben. Die Haltestelle Marktplatz - sie wird mit drei Gleisen die größte Haltestelle sein - ist ebenfalls schon weit gediehen: In unterschiedlichen Abschnitten bauen die Arbeiter die Sauberkeitsschicht ein, verlegen die Bewehrung oder errichten an der Nordseite der Haltestelle ein Havarieschott: Das verhindert bei einer Flutung der Haltestelle Lammstraße oder des Gleisdreiecks im Havariefall, dass das als Ballast eingeleitete Wasser in die Haltestelle Marktplatz eindringt.

An den beiden Enden der Ost-West-Achse der Kombilösung gehen die Arbeiten an der Oberfläche voran: Am Mühlburger Tor erhält die Amalienstraße südlich des Kaiserplatzes eine neue Asphaltdecke - Autos können stadteinwärts bis einschließlich Sonntag hier nur über die Reinhold-Frank-Straße, die Sophienstraße und die Leopoldstraße Richtung Innenstadt fahren. In der Durlacher Allee werden auf der südlichen Seite Leitungsgräben und auch der Arbeitsraum neben der Rampe verfüllt, bevor in der übernächsten Woche hier wie schon zuvor auf der Nordseite die Spundwände gezogen werden.

Auf dem Südabzweig zwischen Marktplatz und der Rampe in der Ettlinger Straße auf Höhe der Augartenstraße ist der unter Druckluft betriebene Bau des "Sabine"-Tunnels unter der Karl-Friedrich-Straße bei einer Länge von etwa 40 Metern angekommen.

Beim Kombi-Bauwerk in der Mitte der Kreuzung Ettlinger Tor werden im Bereich der Zwischendecke, auf der später einmal die Autos den unterirdischen Tunnel Kriegsstraße befahren, Ankerarbeiten vorgenommen. Danach wird ein Teil der Schlitzwände zum Süd- und zum Nordkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle hin abgebrochen. Im Südkopf sind die Arbeiter mit der Herstellung der endgültigen Wände beschäftigt.

Bei den in offener Bauweise herzustellenden Tunnelbereichen steht nach wie vor die Betonage weiterer Decken im Abschnitt direkt südlich der Kriegsstraße im Mittelpunkt. Im Tunnelabschnitt zwischen der Kreuzung Ettlinger mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße bis zur künftigen unterirdischen Haltestelle Kongresszentrum wird der Abwassersammler quer durch das Straßenprofil in den nächsten Wochen eingebaut.

Im sich südlich an die Haltestelle Kongresszentrum anschließenden Tunnelabschnitt werden die endgültigen Sohlen hergestellt. An der Rampe bis zur Augartenstraße wird der restliche Boden ausgehoben, so dass hier die Aushubarbeiten noch vor Pfingsten abgeschlossen werden können.

Unten gut voran.