Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

KASIG-Aufsichtsräte informierten sich in Düsseldorf über Haltestellen-Gestaltung

Beeindruckt zeigte sich der Vorsitzende des KASIG-Aufsichtsrates, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, von den Ausführungen des Projektleiters der Wehrhahn-Linie in Düsseldorf, Gerd Wittkötter (links), in der unterirdischen Haltestelle Graf Adolf-Platz, die von dem Düsseldorfer Künstler Manuel Franke gestaltet wurde.
Die Haltestelle Heinrich-Heine-Allee nimmt das Thema Interferenzen auf – der heute an der westenglischen University of Sunderland tätige Künstler Ralf Brög hat sie gestaltet.
Für die Gestaltung der unterirdischen Haltestelle Schadowstraße zeichnet die Künstlerin Ursula Damm verantwortlich – sie arbeitet mit einem starken Blau und einer Videoinstallation.

Der Aufsichtsrat der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) unter seinem Vorsitzenden Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hat sich am Mittwoch (13. Januar) in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf über die Gestaltung der unterirdischen Haltestellen der Wehrhahn-Linie informiert. Die 3,4 Kilometer lange Wehrhahn-Linie ist von ihrer Bauweise mit dem Stadtbahntunnel der Kombilösung in Karlsruhe vergleichbar und wird am 20. Februar in Betrieb genommen.

Gerd Wittkötter, der Projektleiter der Wehrhahn-Linie, und Andrea Blome, die Leiterin des Amtes für Verkehrsmanagement Düsseldorf, zeigten zunächst in einem Vortrag und anschließend auch bei einer Begehung von drei der insgesamt sechs künstlerisch gestalteten Haltestellen auf, wie schon in der Planungsphase für das Bauprojekt die Idee zum "Mehrwert" der Haltestellen geboren wurde. Bereits 17 Jahre vor Inbetriebnahme der Linie wurde ein Wettbewerb für "Bahnhöfe mit Kunst" ausgeschrieben, der auch dem Anspruch Düsseldorfs als "Kunststadt"- die Landeshauptstadt verfügt ähnlich wie das halb so große Karlsruhe über eine renommierte Kunstakademie sowie über ein reges Galerieleben - gerecht werden sollte.

Das Ergebnis konnte sich vor den Augen der Karlsruher Besucher dann mehr als sehen lassen: Auch wenn Handwerker noch fleißig an der Fertigstellung der Haltestellen und damit auch an der Umsetzung des Kunstkonzeptes beteiligt waren, beeindruckt die individuelle Kunst an den Haltestellen. Jede von ihnen ist auf ihrer gesamten Fläche von der Fahrgast- über die Verteilerebene bis hin zu den Aufgängen an die Oberfläche großflächig und die Architektur einbeziehend gestaltet - und jede und jeder der Künstlerinnen und Künstler hat zudem an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und die Mitglieder des KASIG-Aufsichtsrates zeigten sich von dem Gestaltungswillen der Düsseldorfer beeindruckt, nahmen aber auch wahr, dass der Prozess einen sehr langen Vorlauf hatte und auch in der Umsetzung, beim Dialog zwischen Architekten und Künstlern, ein langer Atem benötigt wurde. Der Besuch in Düsseldorf hat nach seinen Worten "Mut gemacht für die konsequente Fortentwicklung des in Karlsruhe bereits vorhandenen Gestaltungskonzeptes, das ja ebenfalls eine in einem qualifizierten Auswahlprozess erarbeitete überzeugende künstlerische Grundlinie vorsieht."

Unten gut voran.