Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

KASIG und Arge Stadtbahntunnel finden Lösung für „Giulia“

Die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) und die Arbeitsgemeinschaft (Arge) Stadtbahntunnel haben gemeinsam eine Variante gefunden, mit der die Weiterfahrt der Tunnelvortriebsmaschine "Giulia" gesichert ist: Der durch nachgesacktes Erdreich über und vor dem Schneidrad von "Giulia" entstandene Trichter wird mit Dämmermaterial verfüllt. Dieser Baustoff verfestigt den Trichterbereich und schützt gegen neue Nachsackungen. Zusätzlich sorgt das Dämmermaterial auch dafür, dass der Trichter eine wirkungsvolle Abdeckung nach oben erhält, durch die der von "Giulia" zum Vortrieb benötigte Stützdruck nicht mehr entweichen kann.

Die jetzt zur Umsetzung kommende Variante ist technisch sinnvoll und gleichzeitig auch wirtschaftlich. Eine ursprünglich auch in die Überlegungen einbezogene Vereisung des Erdreich vor der Tunnelvortriebsmaschine wird nicht mehr weiterverfolgt. Für die jetzige Variante wurden auch die Experten der Herrenknecht AG, des Herstellers der Tunnelvortriebsmaschine aus dem badischen Schwanau, in die Gespräche einbezogen. Zunächst wird nun lockeres Erdreich und Schlamm entfernt werden, um Schneidrad, Abbaukammer und Arbeitskammer arbeitsfähig zu machen. Die Maßnahmen starten in den nächsten Tagen. Anfang Juni kann dann der Vortrieb voraussichtlich fortgesetzt werden.

Am Mühlburger Tor läuft im Bereich des Zielschachts östlich der Straßenkreuzung der Aushub, so dass später Schneidrad und Schild der Tunnelvortriebsmaschine geborgen werden können. Noch bis in die nächste Woche dauert der Bau der Schlitzwände in der Mitte der Straßenkreuzung, um die jetzt der Autoverkehr in einem "U" herumgeleitet wird. Der Kanalschacht in der Leopoldstraße nördlich der Kaiserstraße ist gebaut, auch die Oberfläche ist schon wieder geschlossen. Am Kanalschacht in der Leopoldstraße südlich der Kaiserstraße wird bis Ende April gebaut.

In der Kaiserstraße im Bereich der künftigen unterirdischen Haltestelle Lammstraße beginnen zwischen Ritterstraße und Lammstraße die Vorbereitungen für den Umbau der Gleise in die Straßenmitte in den Pfingstferien. Rechtzeitig wurde in der zurückliegenden Woche die Oberfläche auf der nördlichen Seite der Kaiserstraße geschlossen, damit Fußgänger weiterhin die Geschäfte erreichen können. Die Bewehrung für den Deckel an der Nordwestecke Kaiserstraße/Lammstraße beginnt Mitte der kommenden Woche; die Betonage ist für den 7. Mai geplant.

In der Durlacher Allee werden im dortigen Tunnelabschnitt Wände verankert. Im Baufeld der Rampe werden die Wände Zug um Zug bewehrt, betoniert und danach wieder von der Schalung befreit.

Auf dem Marktplatz werden die Arbeiten auf den inzwischen hergestellten Deckeln zum Bau der Entlüftungskanäle der künftigen unterirdischen Haltestelle fortgesetzt. Parallel erfolgt bereits das Verfüllen auf das ursprüngliche Geländeniveau.

In der Karl-Friedrich-Straße werden die Bohrungen hergestellt, durch die Tag und Nacht und an sieben Tagen in der Woche die Injektionen von Weichgel und Feststoff zur Vorbereitung auf den bergmännischen Tunnelbau dieses Abschnitts vorgenommen werden. Nördlich des Ettlinger Tors setzen Arbeiter unter dem Haltestellendeckel das Auftragen einer Spritzbetonschicht auf die freigelegten Schlitzwände fort. Am Zugang Nordwest der späteren unterirdischen Haltestelle ist die Treppenlaufplatte hergestellt, so dass auch hier über eine provisorische Holztreppe ein Einstieg in diesen Teil der künftigen unterirdischen Haltestelle möglich ist. Südlich des Ettlinger Tors werden am Zugang Südost die Außenwände gebaut. Unterhalb des Deckels wird der Erdaushub bis zur dritten Ankerlage übernächste Woche fortgesetzt. Im Bereich des Kombi-Bauwerks mitten auf der Kreuzung Ettlinger Tor wird die Baugrube, in der bisher die Wände und die Sohle der 50 Jahre alten Unterführung abgebrochen worden waren, jetzt mit Erdreich verfüllt. Dadurch entsteht die Arbeitsfläche für die Schlitzwandarbeiten. Ab übernächste Woche erfolgt die Herstellung der Leitwände.

An der Haltestelle Kongresszentrum sind die Weichgelinjektionen abgeschlossen, so dass Anfang Mai die Qualitätskontrolle beginnen kann. Südlich der Haltestelle im dortigen Tunnelabschnitt hat der Rückbau der Leitwände und der Aushub bis zur Ankerlage begonnen, während in einem Teilbereich noch die Qualitätskontrolle läuft. Im Bereich der südlichen Rampe sind die HDI-Arbeiten fast abgeschlossen. Auch hier steht die Qualitätssicherung der Sohle an.

Unten gut voran.