Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Kombilösung: Forum begleitet Umsetzung

"Begleiten Sie uns bei diesem gigantischen Projekt", appellierte Oberbürgermeister Heinz Fenrich an die Teilnehmer des Forums Kombilösung. Erstmals hatte sich das aus rund 80 Teilnehmern bestehende Forum letzte Woche getroffen. Gedacht als Diskussionsplattform gehören ihm verschiedene gesellschaftliche Kräfte an - etwa Vertreter von IHK, ADAC und VCD, des Seniorenrats und Fahrgastbeirats, der City-Initiative Karlsruhe oder auch der Bürgervereine. "Wir setzen auf Ihre Unterstützung, auf Ihre Anregungen sowie Rückmeldungen, betonte auch KASIG-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza.

Vor allem Vertreter der Bürgervereine begrüßten beim ersten Treffen die "nun gestartete Informationsoffensive". "Wir unterstützen die Stadt beim Stadtbahntunnel und Umbau der Kriegsstraße", unterstrich Rolf Apell, Vorsitzender vom Bürgerverein Stadtmitte, "dabei werden wir uns immer wieder mit Vorschlägen und kritischen Fragen einklinken." Offene Diskussion ist auch OB Fenrich ein Anliegen. "Einen gewissen Fortschritt in unseren Überlegungen brauchen wir aber schon, um mit Ihnen zu kommunizieren", bat er um Verständnis, dass es seit der breiten Bürgerbeteiligung im Rahmen von City 2015 zwischendurch auch mal Funkstille aus dem Rathaus gab. Die Entscheidung, ob voraussichtlich Ende 2009 Baubeginn in der Kaiserstraße oder zuerst in der Kriegsstraße sein wird, wolle er "nicht auf den Sankt Nimmerleinstag" verschieben. "Bis wir zur Detailplanung kommen, dürften wir diese Frage entschieden haben", entgegnete er dem Vorsitzenden der Bürgergesellschaft der Südstadt, Ralph Zielosko. Er hatte gebeten, bei der weiteren Planung mit Blick auf die Reihenfolge der Umsetzung ergebnisoffen zu bleiben.

Das in Karlsruhe nach Kölner Vorbild vorgesehene Unterstützungsmanagement sprach Markus Wolf von der IHK an. In Köln hatte sich die Akzeptanz für den U-Bahn- Bau deutlich erhöht, nachdem ein standardisiertes Entschädigungsmanagement bei baustellenbedingten Gewinneinbrüchen im Einzelhandel zum Einsatz kam.

In Karlsruhe sei man auf einem guten, wenn auch langen Weg, meinte Moderator Prof. Heinrich Brändli: Die positive Stimmung des Abends habe ihm gut gefallen, sagte der frühere Professor für Verkehrsingenieurwesen an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Und überhaupt: "Die Bauphase, das ist nicht Chaos, sondern Aufbruch in etwas Besseres", machte der den Karlsruhern Mut. Mut, den "wir haben müssen, wenn wir unsere Stadt zukunftsfähig machen wollen", so Fenrich.

Unten gut voran.