Oben gut drauf.DIE KOMBILÖSUNG BEWEGT MICH

Kombilösung sorgt für zwei neue barrierefreie Haltestellen

Zur Umsetzung der Kombilösung gehört auch die Verlegung zweier Haltestellen: Um der künftigen Rampe in den Tunnel am Mühlburger Tor Platz zu machen, wurde die dortige Haltestelle nach Westen verlegt. Um nach Fertigstellung des Teilprojektes Kriegsstraße eine komfortable Umsteigebeziehung zur künftigen Haltestelle Karlstor Ost in der Kriegsstraße herzustellen, wurde die bisherige Haltestelle Karlstor von der Nord- auf die Südseite der Kriegsstraße verlegt. Der Vorteil beider Maßnahmen: Entstanden sind moderne und barrrierefreie neue Haltestellen. Zusätzlich wurden auch umfassende Verbesserungen beispielsweise für Fußgänger und Radfahrer umgesetzt.

Die Verlegung der Haltestelle Mühlburger Tor - einschließlich des Abzweigs in der Grashofstraße - ist Teilprojekts "Stadtbahntunnel Kaiserstraße mit Südabzweig Ettlinger Straße" der Kombilösung. In der Kaiserallee sind jetzt Bahnsteige entstanden, die den barrierefreien Ein- und Ausstieg sowohl aus Niederflur-Straßenbahnen wie auch aus mittelflurig ausgelegten Zweisystem-Stadtbahnen ermöglichen. Die Bahnsteige sind jeweils 80 Meter lang, so dass auch bei Trams und Stadtbahnen in Doppeltraktion alle Fahrgäste barrierefrei ein- und aussteigen können. Die neue Haltestelle Mühlburger Tor ist damit die bisher einzige Haltestelle im Stadtgebiet, an der Fahrgäste von mittelflurigen Stadtbahnfahrzeugen selbst bei Doppeltraktion auf ganzer Länge barrierefrei ein- und aussteigen können. Zum Umsteigen von der Linie 3 entstanden in der Grashofstraße zwei 40 Meter lange Bahnsteige - ebenfalls zur barrierefreien Nutzung der Niederflurfahrzeuge Richtung Nordstadt und in die Heide. Alle Bahnsteige und Bahnsteigzugänge sind auch mit taktilen und kontrastreichen Leitelementen für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet.

Direkt auf den neuen Bahnsteigen wurden acht Bäumen neu gepflanzt: Zur Bewässerung dieser Bäume wurde erstmals in Karlsruhe ein automatisches Bewässerungssystem installiert, bei dem im Wurzelbereich der Bäume unter dem Bahnsteigbelag Bewässerungsschläuche zur Tropfbewässerung verlegt sind, die über eine zentrale Zuleitung und Steuerung versorgt werden. Verantwortlich für dieses Bewässerungssystem sowie die insgesamt 37 Baumneupflanzungen ist das Gartenbauamt.

Die ehemalige Fußgängerunterführung unter der Kaiserallee wurde abgebrochen und durch zwei ebenerdige und damit barrierefreie Straßenquerungen ersetzt, die gleichzeitig als Haltestellenzugänge dienen. Im Bereich Kaiserallee / Grashofstraße gibt es zudem jetzt ein vollständige Gleisdreieck zur Verknüpfung mit der Nordstadtbahn: Dazu wurden sechs Weichen und drei Kreuzungen neu gebaut. Insgesamt wurden auf 640 Meter Länge in der Kaiserallee die Gleise erneuert - als sogenannte "Feste Fahrbahn" mit Rasengleiseindeckung anstelle des bisherigen Schotteroberbaus.

Die Kaiserallee behielt in beide Fahrtrichtungen jeweils zwei durchgehende Fahrstreifen für den Autoverkehr. Wegen der für den Haltestellenbau erforderlichen Neuaufteilung des Querschnitts der Kaiserallee sind die Fahrbahnen verschoben worden. Ergänzt wurde die nördliche Fahrbahn zwischen Südlicher Hildapromenade und Röntgenstraße um einen Radfahrstreifen. Radfahren auf dem Gehweg vor dem Rathaus West und dem Helmholtz-Gymnasium ab sofort nicht mehr erforderlich. Auch auf der Südseite wurde die Fahrbahn der Kaiserallee um einen Radfahrstreifen ergänzt.

Die Verlegung der Haltestelle Karlstor Süd gehört zum zweiten Teilprojekt der Kombilösung "Straßenbahn in der Kriegsstraße mit Straßentunnel". Entstanden sind hier zwei 80 Meter lange und damit ebenfalls für Doppeltraktion geeignete Bahnsteige zur barrierefreien Nutzung der Niederflurfahrzeuge. Auch ein Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte gehört zur Ausstattung. Neu geschaffen wurden barrierefreie Zugänge über die Lichtsignalanlage an der Kriegsstraße (Karlstor) und über die neue Lichtsignalanlage auf Höhe der Gartenstraße. Beide Lichtsignalanlagen sind ebenfalls barrierefrei, d.h. mit Tastern für Blinde und Sehbehinderte auch für die Gleisquerungen und mit taktilen Leitelementen zur Auffindung der Taster an den Signalmasten ausgerüstet. Der Überweg Gartenstraße dient zudem der Sicherung des Schulweges zur Gartenschule und zum Goethe-Gymnasium.

Mit dem Neubau der Haltestelle wurden nicht nur die Fahrbahndecken der Karlstraße in diesem Bereich erneuert, sondern auch die Radfahrachse Karlstraße durch einen Radfahrstreifen an der Westseite der Karlstraße zwischen Kriegsstraße und Gartenstraße vervollständigt. Bereits während der Bauzeit wurde für die Belieferung der Geschäfte auf der Ostseite der Karlstraße eine Ladezone für Lieferwagen in der Kriegsstraße eingerichtet. Diese wird auch weiterhin erhalten bleiben. Koordiniert und kombiniert wurde der Haltestellenneubau mit einer Sanierung des Kanals auf der Westseite der Karlstraße (unter dem westlichen Bahnsteig) sowie einer Sanierung des Gehwegbelags ebenfalls auf der Westseite zwischen Kriegsstraße und Gartenstraße.

Unten gut voran.